«Nacht der Forschung» am Gymnasium Liestal

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Seit sechs Jahren findet zu Jahresbeginn am Gymnasium Liestal die «Nacht der Forschung» statt. Es ist die Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, ihre Matura- und Fachmaturaarbeiten zu präsentieren und mit dem interessierten Publikum zu diskutieren.
Am 12. Februar 2026 fand am Gymnasium Liestal eine weitere «Nacht der Forschung» statt. Was vor sechs Jahren unter dem Motto «A Night To Remember» begann, hat sich mittlerweile zu einer «Night Not Be Missed» entwickelt. Die «Nacht der Forschung» bietet besonderen Forschungsleistungen, die im Rahmen der selbständigen Arbeiten entstehen, eine Plattform und dient der Bekanntmachung der verschiedenen Förderangebote im Bereich der Wissenschaft.

Stellvertretend für viele herausragende Matura- und Fachmaturaarbeiten standen Arielle Hofmann (4Be) und Lukas Müller (4Ba) mit viel Charisma auf der Bühne, wo sie ihre Projekte vorstellten und mit dem Publikum diskutierten. Areille Hofmann schaute in ihrer Arbeit hinter die Kulissen des Kultgetränks El Tony Mate und erklärte, was hinter dem Aufbau einer Erfolgsmarke steckt, während Lukas Müller in die Geheimnisse des Programmierens eines Mulitplayer-Spiels einführte.

Zwischen den beiden Vorträgen durfte sich das Publikum an verschiedenen Ständen über die Angebote von nationalen Organisationen und Formaten zur Begabungsförderung wie Schweizer Jugend forscht, der Schweizerischen Studienstiftung, der Wissenschaftsolympiade sowie dem Schülerstudium der Universität Basel informieren.

Bunter Marktplatz der Ideen
Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Ausstellung von Fachmaturitäts- und Maturitätsarbeiten, die zum Schmökern oder Diskutieren mit den anwesenden Autorinnen und Autoren einlud. Die Palette an Themen war so bunt und vielseitig wie die Forschung selbst und reichte von der eigenen Wetterstation über die Mathematik hinter der Häkelkunst bis zur biomedizinischen Umwandlung von Antikörpern. Des Weiteren wurde das abstrakte Konzept der Entropie, das Mass für die Unordnung in einem System und die damit verbundene Anordnungsmöglichkeit der Teilchen darin, sichtbar gemacht, und es wurden Einblicke in das Schicksal der Schweizer Ölsoldaten von 1940 gegeben, welche mit Maschinengewehröl gebratene Käseschnitten erhielten und Schädigungen erlitten. Auch Themen rund um die Kunst, Kultur und Gestaltung kamen mit einem Jazzarrangement für Horn, der Tierfotografie oder der Entstehung der Imitation eines van Goghs Gemäldes nicht zu kurz. Dieser Markplatz an Ideen, Begeisterung und Einsatz der jungen Forschenden sorgte für einen lebhaften Austausch mit dem interessierten Publikum von Schülerinnen und Schülern, Familienangehörigen, Lehrpersonen und anderen Wissenschaftsfans.

Wissenschaftliche Neugier wird am Gymnasium Liestal gelebt, gefördert und an der «Nacht der Forschung» sichtbar. Die Schülerinnen und Schüler der Maturabteilung und der FMS leisten im Rahmen ihrer Maturaarbeiten und Fachmaturarbeiten jeweils viel. Unterstützt und gefördert wird der jugendliche Wissensdurst auch durch das Engagement der bereits erwähnten Organisationen und Formaten. An der «Nacht der Forschung» pflegt das Gymnasium den direkten Austausch mit diesen Akteuren und stärkt so die Zusammenarbeit. Dass Schülerinnen und Schüler aus den Baselbieter Gymnasien an Veranstaltungen solcher Förderangebote immer wieder durch ihre Überlegungen, Geistesblitze und Erkenntnisse auftrumpfen können, zeigt, dass sich das Engagement lohnt.

Für das Gymnasium Liestal gewann beispielsweise Filipa Lüthy 2025 an der internationalen Philosophie-Olympiade in Bari (IT) Silber, und Lukas Müller brachte im selben Jahr an der internationalen Biologie-Olympiade auf den Philippinen Bronze nach Hause.

Die nächste «Nacht der Forschung» vom Frühjahr 2027 ist bereits wieder in Vorbereitung: Die Schülerinnen und Schüler des dritten Gymnasialjahrs entwickeln im Austausch mit ihren Betreuungspersonen Thema und Leitfrage ihrer Maturitätsarbeiten, und auch die Fachmaturitätsarbeiten befinden sich im Entstehungsprozess – wir dürfen auf die nächste Runde gespannt sein.

Text: Nicole Widmer und Andreas Langlotz, Gymnasium Liestal
Fotos: Malee Roth, Gymnasium Liestal

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