Gemeinsam für die Datensicherheit und gegen Ransomware Angriffe

Die jüngsten Angriffe auf das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt haben gezeigt, dass Cyberkriminelle nicht nur Unternehmen, sondern auch die öffentliche Verwaltung ins Visier nehmen. Die IT.SBL informiert darüber, welche Massnahmen die BKSD bestmöglich schützen sollen und wie wir alle einen Beitrag an eine höhere Informationssicherheit leisten können.

Wie funktioniert ein Ransomware-Angriff?

Ransomware zielt darauf ab, Daten oder Systeme zu sperren oder zu verschlüsseln, um von den betroffenen Organisationen im Nachgang ein Lösegeld zu erpressen. Diese Malware wird normalerweise über infizierte E-Mail-Anhänge, schädliche Links oder Schwachstellen in Software und Betriebssystemen verbreitet. Wenn ein System infiziert wird, werden in der Regel zuerst Daten gestohlen, danach verschlüsselt die Ransomware Daten auf den betroffenen Systemen und verunmöglicht somit deren Nutzung.

Die Angreifenden fordern in der Regel ein Lösegeld in einer Kryptowährung, bevor sie die Daten oder das System freigeben und diese wiederhergestellt werden können und drohen, die gestohlenen Daten im Darknet zu verkaufen bzw. zu veröffentlichen. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass die Angreifenden dies im Falle einer Zahlung nicht trotzdem tun.

Was können wir als Mitarbeitende der BKSD tun?

  1. Eine aktuelle Antiviren-Software kann dazu beitragen, Ransomware-Infektionen zu vermeiden. Entwickler bringen ständig Updates heraus, die Schwachstellen schliessen und die Sicherheit verbessern. Installieren Sie diese Updates umgehend, um Angriffen vorzubeugen. Auf von IT.SBL oder von der Zentralen Informatik (ZI) gemanagten Geräten wird die Antivirensoftware zentral überwacht und bei Bedarf erneuert.
  2. Seien Sie immer vorsichtig, wenn sie per Mail oder über Webseiten Links oder Dateien von unbekannten Absendern oder auch von Bekannten erhalten. Klicken Sie im Zweifelsfall lieber nicht! Ebenso sollten Sie darauf achten, dass Sie keine Dateien von unsicheren Webseiten herunterladen. Auffällige Mails oder Links sollen dem Helpdesk der (ZI) oder dem Servicedesk der IT.SBL gemeldet werden. Weitere Tipps gegen Phishing finden Sie in diesem Beitrag.
  3. Speichern Sie Informationen immer nur auf den dafür vorgesehenen und durch die IT zur Verfügung gestellten Systemen. Damit können ungewollte Datenverluste verhindert werden. Zudem werden diese Systeme redundant gesichert und die Daten können im Fall eines Angriffs, wiederhergestellt werden.
  4. Verwenden Sie nur Passwörter, die den geltenden Richtlinien entsprechen. Verwenden Sie zudem niemals dasselbe Passwort für verschiedene Systeme und wechseln Sie ihre Passwörter regelmässig. Geben Sie Ihre Zugangsdaten niemals anderen weiter, auch nicht an vertraute Personen, die Sie gut kennen.

Was macht die BKSD?

  1. Die IT-Sicherheitsbeauftragten (IT-SIBE) der BKSD bieten für die Dienststellen und die kantonalen Schulen Informationsveranstaltungen und Sensibilisierungsmassnahmen an. Diese können von interessierten Organisationseinheiten direkt bei IT.SBL gebucht werden. Zudem sind die Schulung und die Sensibilisierung der Mitarbeitenden in jedem neuen Projekt ein gewichtiges Thema. Damit sollen die von neuen Prozessen Betroffenen von Anfang an sensibilisiert werden.
  2. Auf den Standardsystemen sind verschiedene technische Schutzmechanismen im Einsatz wie z.B. Spam- und Phishing-Mail-Filter, Firewalls und Antiviren- und Anti-Malware-Software, die gängige und bekannte Schadsoftware herausfiltert. Zudem werden alle Systeme aktuell gehalten und die sicherheitsrelevanten Updates und Patches umgehend und sicher eingespielt.
  3. Die im Rechenzentrum des Kantons betriebenen Systeme sind redundant gesichert und können bei Bedarf wiederhergestellt werden.
  4. Die IT-SIBE der BKSD führen regelmässige «Perimeter Scans» von aussen durch, um Schwachstellen zu erkennen. Sofern vorhanden, werden sie zusammen mit den technischen Spezialisten so rasch wie möglich behoben.
  5. Für den Fall eines Angriffs bestehen Notfallpläne. Diese werden regelmässig überprüft und aktuell gehalten. Dazu kann IT.SBL bei einem Angriff innert kürzester Zeit auf externe Unterstützung von ausgewiesenen Spezialisten zurückgreifen.

Bei Anliegen und Fragen stehen Ihnen die IT-SIBE der BKSD gerne zur Verfügung ([email protected]). Bei Notfällen und dringenden Anliegen wenden Sie sich bitte an den Helpdesk (Verwaltung: 061 552 52 22 / [email protected]) oder Servicedesk (Schulen: 061 552 66 60 / [email protected]).

Jonas Annason

Bild Legende: