«Wir arbeiten alle Hand in Hand»

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Daniela Schüpbach leitet seit dem 1. September 2022 die Abteilung Betriebliche Ausbildung. Nach neun Monaten im Amt zieht die ehemalige  Polizeioffizierin und Spezialistin für Rekrutierungs- und Personalentwicklungsfragen eine erste Bilanz.

Daniela Schüpbach, Sie leiten seit dem 1. September 2022 die Abteilung Betriebliche Ausbildung. Fühlen Sie sich wohl in Ihrer neuen Rolle?
Ich schaue auf eine spannende, aber auch intensive Zeit zurück, in der wir bereits einiges anpacken und verändern konnten. Ich darf auf ein engagiertes, tolles Team zählen, das sich untereinander, aber auch mich stets unterstützt. Also ja: ich fühle mich sehr wohl!

Wie sind Sie zur BKSD gekommen?
Ich war fast 16 Jahre bei der Polizei und habe dort unterschiedliche Funktionen wahrgenommen, von der operativen Polizeiarbeit über die Betreuung der Mitarbeitenden bis hin zur Ausbildung und Rekrutierung bestehender und neuer Polizistinnen und Polizisten. Anschliessend folgte der Schritt in die Privatwirtschaft, wo ich im Bereich Personalentwicklung den beruflichen Abschluss als HR-Leiterin machte. Die zwei Jahre vor der BKSD arbeitete ich bei der Wirtschaftskammer. Dort durfte ich die Geschäftsführung des Lehrbetriebsverbunds (LBV) übernehmen sowie meine HR Kenntnisse weiter vertiefen.  

Wie haben Sie die Einarbeitungsphase erlebt?
Ich würde behaupten, dass ich mich noch immer in der Einarbeitungsphase befinde. (lacht) Viele Themen sind auch heute noch Neuland für mich - oder zumindest konnte ich mein Wissen noch nicht in allen Bereichen vertiefen. Wir mussten auch bereits schon personelle Hürden stemmen. Es gab verschiedene Pensionierungen. Die Neubesetzung dieser Stellen war herausfordernd, gab aber auch die Möglichkeit, die Aufgabengebiete zu überprüfen und zu optimieren. Dazu haben wir die Digitalisierung vorangetrieben und die Zusammenarbeit mit dem Berufsinspektorat Basel-Stadt weiter ausgebaut. Der bikantonale Austausch ist mir sehr wichtig. Wir arbeiten an gemeinsamen Projekten und streben, wo sinnvoll, einheitliche Prozesse an. Ich bin wirklich stolz auf mein Team und darauf, wie es sich in den letzten Monaten verändert hat.

Wie würden sie die Zusammenarbeit mit anderen Organisationseinheiten beschreiben?
Die Zusammenarbeit mit meinen Vorgesetzten empfinde ich als eine Bereicherung. Ich kann offen kommunizieren, erhalte Gehör, und die Lösungsfindung ist stets konstruktiv. Auch mit den anderen Abteilungen und deren Führungskräften erlebe ich einen offenen Austausch. Wir arbeiten alle Hand in Hand für die Förderung der Bildung, sei es in der Berufsbildung, bei den Mittelschulen oder den Hochschulen. Generell lege ich grossen Wert auf gegenseitiges Vertrauen. Für mich bildet das Vertrauen die Basis für eine funktionierende Zusammenarbeit. Hierfür braucht es einen ehrlichen und offenen Umgang miteinander. Auch ist es mir wichtig, dass sich alle gegenseitig unterstützen und die Arbeit gerne getan wird. Wenn diese Basis besteht und ein Team funktioniert, dann können viele Hürden überwunden werden.

Welche Herausforderungen stehen vor der Tür?
Uns erreichen täglich sehr viele Anfragen und Anliegen von Lehrbetrieben, Lernenden und Erziehungsberechtigten. Derzeit ist es schwierig, allen Anliegen die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken. Die Optimierung bestehender Prozesse und die Weiterentwicklung von neuen Ideen kommen zu kurz. Die grösste Herausforderung wird sein, mehr Ressourcen zu schaffen, um das Team zu entlasten und innovativer zu werden. Dazu müssen sich die neuen Mitarbeitenden in allen Bereichen der Betrieblichen Ausbildung im Kanton Basel-Landschaft erst in ihren Aufgabenbereichen zurecht finden und dann die Beziehungen zu den Lehrbetrieben, ÜK-Zentren, Chefexpertinnen und Chefexperten, zu den Wirtschafts- und Branchenverbänden sowie zu den Berufsfachschulen neu festigen.

Wo finden Sie Ihren Ausgleich?
Ich bin eine gesellige und tierliebende Person und verbringe meine Freizeit gerne mit meinem Mann, Freunden und Familie. Am liebsten bei einem guten Essen und dazu passendem Wein. Ich koche sehr gerne und stehe im Sommer gerne am Grill. Man könnte sagen, dass Weine eine Leidenschaft von mir sind. Zudem bin ich in einem Rotary-Club und schätze dieses Netzwerk und was es bewirkt sehr.

Herzlichen Dank für diesen Einblick und weiterhin viel Erfolg!

Foto:  Andreas Aeby