«Das ist sehr positiv für den Sport.»
Rund 2’800 Kinder, 144 Klassen und neun Tage voller Bewegung: Von der Begeisterung am 18. «Spiel ohne Grenzen» des Sportamts Baselland liess sich auch Regierungsrat Markus Eigenmann anstecken.
Gekreische auf dem Sprintparcours, Jubel beim Seilziehen und immer wieder Kinder, die ihre Teamkolleginnen und -kollegen lautstark anfeuern: Auf den Sportanlagen Sandgruben in Pratteln herrscht einmal im Jahr Hochbetrieb mit Spiel, Spass und Bewegung. Zum 18. Mal organisierte das Sportamt Baselland beim «Spiel ohne Grenzen» neun Sporttage für Primarschulklassen. Auch Regierungsrat Markus Eigenmann stattete dem Anlass am 3. Juni 2026 einen Besuch ab: «Ich habe selbst Kinder, die damals an diesem Anlass teilgenommen haben. Wenn man merkt, wie stolz sie nach Hause kommen und gemeinsam mit ihrer Klasse etwas erreicht haben, dann ist das sehr positiv für den Sport.»
Innert kürzester Zeit ausgebucht
Insgesamt absolvieren 144 Klassen der 1. bis 6. Primarstufe einen polysportiven Sporttag mit verschiedensten Herausforderungen. «Der Anlass ist fast schon ein persönliches Highlight des Jahres», sagt Veranstaltungsleiterin Carmen Jeker vom Sportamt Baselland. «Es steht eine riesige Organisation dahinter, aber es ist so toll zu sehen, wie viel Freude die Kinder bei den Spielen haben.» Dass der Anlass beliebt ist, zeigt auch der Blick auf die Anmeldungen. «Die Nachfrage war wie jedes Jahr sehr hoch und es war innert kürzester Zeit alles ausgebucht. Während knapp zwei Wochen sind täglich 16 Klassen vor Ort», so Jeker.
Auf dem Programm stehen unter anderem ein Würfelrennen mit Wassertransport, Orientierungslauf, Ballwurf, Weitsprung, Roll-Curling und der 60-Meter-Sprint. Neu dabei war in diesem Jahr der Bobby-Car-Biathlon. «Neue Ideen werden oft in Zusammenarbeit mit Sportstudierenden entwickelt. Dabei wird darauf geachtet, dass verschiedene Bewegungsformen in den Spielen enthalten sind. So entstehen solche lustigen Spiele», erklärt Jeker. Auch bei Markus Eigenmann kommt die neue Disziplin gut an. «Das hätte mich als Kind definitiv gereizt. Ich finde das eine gute Kombination aus Teamwork und Geschicklichkeit. Wenn man sieht, wie viel Spass die Kinder haben, dann muss dieser Posten unbedingt bleiben.»
Mehr als nur ein Sporttag
Für das Sportamt Baselland ist der Anlass weit mehr als ein gewöhnlicher Schulsporttag. Die Kinder sammeln Bewegungserfahrungen, lernen Teamgeist und Fairplay kennen und entdecken vielleicht sogar neue sportliche Fähigkeiten. «Ich habe mir sagen lassen, dass hier durchaus schon Talente entdeckt worden sind, die zuvor in keinem Verein aufgefallen waren», so Eigenmann.
Ob beim Menschen-Kicker, beim Orientierungslauf oder beim neuen Bobby-Car-Biathlon: Im Vordergrund steht vor allem der Spass. Und genau das macht «Spiel ohne Grenzen» seit vielen Jahren zu einem der beliebtesten Schulsportanlässe im Baselbiet.
Text: Manuel Maag, Leiter Sportportal www.baselbieter-sport.ch
Foto: Daniel Schaub, Sportamt Baselland