Das perfekte Dinner: Römer, Macht und Müll

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Foto: Susanne Schenker

Die diesjährige Sonderausstellung im Museum Augusta Raurica wirft einen Blick hinter die Kulissen eines aussergewöhnlichen antiken Banketts, das im Jahr 39 n. Chr. stattfand. Dabei gibt es viel auf eigene Faust zu entdecken.

Die moderne Inszenierung im Museumsraum versetzt das Publikum in den römischen Alltag des Jahres 39 n. Chr. Die Gäste sind eingeladen, selbst zu erkunden, was die archäologischen Überreste eines vor 2000 Jahren durchgeführten kaiserlichen Banketts erzählen können.

Im Zentrum der Sonderausstellung steht ein Grubenfund in Kaiseraugst, in dem Reste eines kaiserlichen Bankettes entdeckt wurden. Auf den ersten Blick ist dies unspektakulär, doch bei genauerer Auswertung ergeben sich wertvolle Erkenntnisse über Augusta Raurica im 1. Jahrhundert nach Christus. Der antike Müll offenbart nicht nur den Zeitpunkt des Festes, sondern auch die vorherrschenden gesellschaftlichen und politischen Strukturen.

Die Organisation eines römischen Banketts bietet interessante Parallelen zum heutigen Eventmanagement: ein Bankett war nicht nur eine Privatveranstaltung, sondern auch ein politisches Ereignis, welches Macht und Autorität zugleich festigte und darstellte.

Die aktive Auseinandersetzung des Publikums mit den Inhalten ist ein wesentliches Element der Ausstellung. Die Besucherinnen und Besucher können ihren Rundgang selbst gestalten, an interaktiven Stationen selbstständig an der Interpretation der Funde teilnehmen und eigene Schlüsse ziehen. So ist ein Besuch für Familien mit kleinen Kindern oder Schulklassen genauso spannend wie für alle weiteren Interessierten. Die wissenschaftlichen Inhalte und Erkenntnisse basieren auf der Forschungsarbeit von Frau Prof. em. Dr. Stefanie Martin-Kilcher.

Vielfältiges Rahmenprogramm
In der Ausstellung werden begleitete dialogische Rundgänge und Degustationsworkshops angeboten. Im Austausch mit den Vermittlungsmitarbeitenden werden die Inhalte der Ausstellung diskutiert, Verbindungen zur Gegenwart hergestellt, und wer möchte, kann römischen Wein probieren. Im Gruppenworkshop «Gustatio romana – Römische Häppchen selbst gemacht» wird ein römischer Apéro gemeinsam vorbereitet und anschliessend genossen.

Text:  Eftychia Rompoti, Römerstadt Augusta Raurica

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