«Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoss»

Seit einem Vierteljahrhundert begleitet das Mentoring beider Basel Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in die Berufswelt. Freiwillig engagierte Mentorinnen und Mentoren stehen den Mentees individuell zur Seite – ab Mitte der 2. Sekundarschulklasse bis zum 25. Lebensjahr.

Was im Jahr 2000 als «Lehrplatz für Migrantinnen» begann, entwickelte sich dank der Unterstützung der beiden Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt zu einem bewährten Programm innerhalb der Berufsintegrationsmassnahmen. Im Zentrum steht, Jugendliche bei ihrem Einstieg in die Berufswelt zu unterstützen.

Freiwillige Mentorinnen und Mentoren fördern die Selbstverantwortung und Motivation der Jugendlichen, üben Vorstellungsgespräche und Telefonate mit ihnen, unterstützen sie beim Erarbeiten von Bewerbungsunterlagen, helfen Kontakte zur Berufswelt herzustellen und nutzen ihr eigenes Netzwerk. Die persönliche Beziehung steht dabei im Mittelpunkt.

Freiwilliges Engagement, das wirkt
Erfreulicherweise besteht nach wie vor ein reges Interesse, als Mentorin oder Mentor tätig zu sein. Zurzeit sind knapp 80 Freiwillige aus der Region für das Programm tätig. In den letzten drei Jahren wurden jährlich über 130 Jugendliche engagiert begleitet. Rund 60 Prozent der Jugendlichen fanden dank dieser individuellen Begleitung den Weg in eine zertifizierende Ausbildung (EBA-, EFZ-Lehrstelle oder weiterführende Schule), die Mehrheit der übrigen Jugendlichen eine andere geeignete Anschlusslösung.

Jubiläumsfeier im 2025

Gemeinsam mit den Mentorinnen und Mentoren sowie den Fachverantwortlichen aus beiden Kantonen fand am 20. August 2025 ein Fest zum 25-jährigen Jubiläum in Basel statt. Nach einer von Novartis ermöglichten Führung auf dem Unternehmenscampus wurde ein geselliger Abend im Restaurant Volta Bräu verbracht. In diesem Rahmen richtete der Basler Regierungsrat Mustafa Atici einige Worte des Dankes und der Wertschätzung an die Anwesenden.

 Im Rahmen unseres Jubiläumsjahres haben wir uns mit einer erfahrenen und engagierten Freiwilligen über ihre Tätigkeit als Mentorin unterhalten:


Warum hast du dich als Mentorin engagiert?
Ich wollte mein Wissen sinnvoll weitergeben. Im Mentoring kann ich Jugendliche ein Stück auf ihrem Weg begleiten und ihnen den oft herausfordernden Bewerbungsprozess erleichtern.

War die Arbeit mit den Jugendlichen so, wie du sie dir vorgestellt hast?
Jede Begleitung ist anders. Eine meiner Mentees wollte sich über Monate wöchentlich treffen und hat von Mal zu Mal mehr Verantwortung übernommen. Eine andere verlor leider schnell die Motivation. Das gehört dazu: Manchmal können wir nur einen kurzen Impuls geben.

Was hast du selbst dabei gelernt?
Nicht mein Tempo zählt, sondern das der Jugendlichen. Wir müssen gemeinsam einen Mittelweg finden, damit die Zusammenarbeit funktioniert und das Ziel Lehrstelle erreichbar bleibt. Gleichzeitig gebe ich Struktur, aber immer mit Offenheit für Veränderungen.

Was war dein schönster Moment als Mentorin?
Als eine sehr motivierte Mentee noch vor Weihnachten ihre Lehrstelle als Medizinische Praxisassistentin bekam. Das war auch für mich ein Glücksgefühl! Solche Erfolgsmomente geben unglaublich viel zurück. Es ist grossartig zu sehen, wie sich junge Menschen mit Unterstützung entwickeln.

Wem empfiehlst du diese Art von Freiwilligenarbeit?
Mir erscheinen vor allem Berufstätige geeignet, die gerne mit Jugendlichen zusammenarbeiten möchten, geduldig sind und eine Offenheit für kulturelle Unterschiede mitbringen. Humor, Empathie, die Fähigkeit zuzuhören und das Gegenüber zu verstehen sind sicherlich ebenfalls wertvolle Eigenschaften. Zeit und Verlässlichkeit sind wichtig – regelmässige Treffen schaffen Vertrauen und machen den Unterschied.

Warum hast du dich als Mentorin engagiert?
Ich wollte mein Wissen sinnvoll weitergeben. Im Mentoring kann ich Jugendliche ein Stück auf ihrem Weg begleiten und ihnen den oft herausfordernden Bewerbungsprozess erleichtern.

War die Arbeit mit den Jugendlichen so, wie du sie dir vorgestellt hast?
Jede Begleitung ist anders. Eine meiner Mentees wollte sich über Monate wöchentlich treffen und hat von Mal zu Mal mehr Verantwortung übernommen. Eine andere verlor leider schnell die Motivation. Das gehört dazu: Manchmal können wir nur einen kurzen Impuls geben.

Was hast du selbst dabei gelernt?
Nicht mein Tempo zählt, sondern das der Jugendlichen. Wir müssen gemeinsam einen Mittelweg finden, damit die Zusammenarbeit funktioniert und das Ziel Lehrstelle erreichbar bleibt. Gleichzeitig gebe ich Struktur, aber immer mit Offenheit für Veränderungen.

Was war dein schönster Moment als Mentorin?
Als eine sehr motivierte Mentee noch vor Weihnachten ihre Lehrstelle als Medizinische Praxisassistentin bekam. Das war auch für mich ein Glücksgefühl! Solche Erfolgsmomente geben unglaublich viel zurück. Es ist grossartig zu sehen, wie sich junge Menschen mit Unterstützung entwickeln.

Wem empfiehlst du diese Art von Freiwilligenarbeit?
Mir erscheinen vor allem Berufstätige geeignet, die gerne mit Jugendlichen zusammenarbeiten möchten, geduldig sind und eine Offenheit für kulturelle Unterschiede mitbringen. Humor, Empathie, die Fähigkeit zuzuhören und das Gegenüber zu verstehen sind sicherlich ebenfalls wertvolle Eigenschaften. Zeit und Verlässlichkeit sind wichtig – regelmässige Treffen schaffen Vertrauen und machen den Unterschied.


 Aussagen von ehemaligen Mentees zum Programm
«Durch die Begleitung meiner Mentorin konnte ich nicht nur eine Lehrstelle finden, ich wurde auch selbstbewusster.»
«Ich brauchte Hilfe und konnte die Situation nicht alleine meistern. Dank meinem Mentor habe ich mein Ziel erreicht.»
«Im Mentoring-Programm konnte ich einer Aussenstehenden vertrauen, und ich wusste, dass sie mir helfen würde.»
«Wegen persönlichen Problemen meldete ich mich eine Zeit lang nicht. Ich bin froh, dass mein Mentor den Kontakt nicht abgebrochen hat und ich nun eine Lehrstelle habe.»



Text: Martin Madörin, Berufsbildung, Mittelschulen und Hochschulen


Weitere Informationen:
Haben wir Ihr Interesse geweckt, sich als Mentorin oder Mentor zu engagieren? Kennen sie Jugendliche, welche Unterstützung bei der Lehrstellensuche benötigen?
www.bl.ch/mentoring.

Jubiläumsanlass im Restaurant Volta Bräu

Bild Legende:
Foto: Anja Grönvold

Mentoring für Jugendliche

Bild Legende:
Foto: Kathrin Schulthess