Studie zur Arbeitszeit der Lehrpersonen

Seit dem 1. August 2024 ist der totalrevidierte Berufsauftrag für Lehrpersonen in Kraft. Nun sollen mittels einer Studie Erkenntnisse über dessen Umsetzung gewonnen werden. Vom 3. November 2025 bis zum 15. November 2026 erfassen deshalb alle Lehrpersonen einer öffentlichen Schule im Kanton während drei Wochen ihre Arbeitszeit.

Diese Arbeitszeitstudie soll die praktische Umsetzung des Berufsauftrags im Sinne einer Standortbestimmung transparent machen und zeigen, ob die tatsächliche Arbeitszeit der Solljahresarbeitszeit entspricht. Die Durchführung wurde öffentlich ausgeschrieben und in einem zweistufigen Verfahren an die Firma Ecoplan aus Bern vergeben.

Die Ausarbeitung der Erhebung wurde von einer Begleitgruppe unterstützt, welche sich aus Vertretungen der Schulleitungskonferenzen aller Stufen, der amtlichen Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer (AKK), des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland (LVB), des Verbands Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), der Schulratspräsidienkonferenz (SRPK) sowie Vertretungen des Kantons zusammensetzt.

Vergleich zwischen Ist und Soll
Im Rahmen dieser Erhebung wird die tatsächlich geleistete Arbeitszeit der Lehrpersonen mit der jährlich vom Kanton vorgegebenen Solljahresarbeitszeit verglichen. Zudem wird untersucht, wie sich die Arbeitszeit auf die einzelnen Bereiche des Berufsauftrags verteilt und ob diese Verteilung den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Die im Grundauftrag zusammengefassten Aufgabenbereiche Unterricht, unterrichtsbezogene Aufgaben, schulbezogene Aufgaben, Beratung von Lernenden und Erziehungsberechtigten sowie Personalentwicklung werden zudem nach den ihnen zugeordneten Tätigkeiten differenziert erfasst.

Wenn Unterschiede zwischen der effektiv geleisteten und der geforderten Sollarbeitszeit bestehen, werden mit statistischen Methoden mögliche Erklärungsfaktoren und Muster gesucht. Solche Erklärungsfaktoren können zum Beispiel die Arbeitserfahrung, die Schulstufe oder die Klassengrösse sein. So kann festgestellt werden, ob die Ursachen für allfällige Abweichungen zwischen Ist und Soll systemisch oder individuell begründet sind. Die Ergebnisse dienen somit als Grundlage für ein besseres Verständnis von Zusammenhängen.

Über die Ergebnisse der Studie wird im zweiten Quartal 2027 informiert. Der Schlussbericht wird im Sommer 2027 erwartet.

Text: Marianne Helfenberger, Bildung

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