«Der rote Faden in meiner Verwaltungslaufbahn ist die Begleitung von Veränderungsprozessen.»

Stefanie Zgorelec leitet seit dem 1. Januar 2023 die neue Stabsstelle der Dienststelle Berufsbildung, Mittelschulen und Hochschulen (BMH). Im Interview gibt sie einen Einblick in ihre Aufgaben und ihre verschiedenen Stationen in der BKSD.

Stefanie Zgorelec, wie war Ihr erstes Jahr als Stabsleiterin?
Mein erstes Jahr als Teil der BMH war sehr lehrreich und spannend. Erstens galt es, die Stabsstelle als neue Organisationseinheit aufzubauen, das Aufgabenportfolio sowie die dazugehörigen Prozesse zu definieren - vor allem aber auch die Zusammenarbeit im Team sowie mit den Hauptabteilungen und der Dienststellenleitung zu fördern.

Zweitens bin ich in das breite und vielfältige Aufgabengebiet des nachobligatorischen Bildungsbereichs eingetaucht und habe mir einen Überblick über die Themen und die aktuellen Herausforderungen verschafft, um eine konkrete Vorstellung zu entwickeln, was wir im Stab zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen können. Für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde, bin ich sehr dankbar, und ich freue mich auf die kommenden Jahre und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Sie arbeiten seit Dezember 2016 in verschiedenen Funktionen für die BKSD. Wie haben sich Ihre Aufgaben in den vergangenen Jahren entwickelt?
Ich trat mit Inkrafttreten des Behindertenhilfegesetzes in das Amt für Kind, Jugend und Behindertenangebote (AKJB) ein. Das neue Gesetz begründete einen grundlegenden Systemwechsel in der Finanzierung sowie einen Rechtsanspruch auf Unterstützungsleistungen. Sehr vieles war im Umbruch. Es mussten neue Verfahren und Instrumente eingeführt sowie veränderte Rollenverständnisse etabliert werden. Die Behindertenhilfe war für mich ein äusserst wertvolles Lernfeld. Zwischen dem AKJB und der BMH war ich für 9 Monate im Generalsekretariat der BKSD im Bereich Projekte und Organisationsentwicklung tätig. Es war eine kurze, aber für mich sehr wichtige Zwischenstation.

Der rote Faden in meiner Verwaltungslaufbahn ist die Begleitung von Veränderungsprozessen. Damals wie heute befasse ich mich mit der Entwicklung und Umsetzung von neuen Strukturen und Rahmenbedingungen. Neu ist sicherlich die Führungsverantwortung. Hinzu kommt, dass ich in einem spezialisierten Bereich gestartet bin, und nun übergeordnete Fragestellungen bearbeite und mich vermehrt Querschnittstaufgaben widme.

Was sind die Aufgaben der Stabsstelle BMH?
Die Stabsstelle unterstützt die Dienststellenleitung in der Führung sowie die vier Hauptabteilungen der BMH bei der Erbringung ihrer Kernprozesse. Dabei ist die Stabstelle verantwortlich für die Management- und Supportprozesse der Dienststelle. Dies ist immer nur in guter und enger Zusammenarbeit mit den Linienfunktionen und dem Generalsekretariat möglich. Unsere Aufgaben umfassen konkret die Bereiche Finanzen und Monitoring, politische Geschäfte und Kommunikation sowie Organisationsentwicklung und Projekte.

Sie haben an der Universität Basel und Zürich Wirtschaftswissenschaften studiert. Wie zentral ist diese Ausbildung für Ihre jetzige Tätigkeit? Haben Sie sich damals schon bei der kantonalen Verwaltung gesehen?
In meiner aktuellen Funktion sind vernetztes Denken, analytische Fähigkeiten, aber auch vertiefte Kenntnisse in Finanzen und Projektmanagement von Bedeutung. Diese Kenntnisse und Fähigkeiten können im Ökonomiestudium, aber bestimmt auch in anderen Studienrichtungen und Ausbildungsgängen entwickelt und angeeignet werden.

Vor meinem Eintritt in die kantonale Verwaltung war ich bei einem privaten Leistungserbringer der Behindertenangebote tätig. Daran versuchte ich nach der Geburt meines zweiten Sohns anzuknüpfen. Qualifizierte Teilzeitstellen für Ökonominnen und Ökonomen sind eher rar, von daher war der Einstieg in einem 60-Prozent-Pensum beim AKJB eine tolle Chance.

Sie leiten ein Team von fünf Mitarbeiterinnen. Was für eine Chefin sind Sie und was ist Ihnen in Ihrem Team wichtig?
Ich versuche, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Teammitglieder ihr Potenzial entfalten und selbstorganisiert und eigenverantwortlich arbeiten können. Anerkennung und Wertschätzung für die Anstrengungen und Erfolge des Teams sind mir sehr wichtig. Meiner Meinung nach ist dies entscheidend für die Motivation und das Engagement jedes und jeder Einzelnen. Zudem versuche ich, eine Kultur der Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung zu fördern. Wenn immer möglich soll das gemeinsame Erreichen der Ziele im Mittelpunkt stehen.

Wie und wo finden Sie neben der Arbeit Ihren Ausgleich?
Meinen Ausgleich finde ich mit meiner Familie in der Natur. Ich habe zwei sehr aktive Jungs im schulpflichtigen Alter. Viel Bewegung und frische Luft ist elementar für uns alle. Wir verbringen unsere Freizeit gerne und viel im Wald oder in den Bergen. Dort gelingt es uns allen, vom Alltag abzuschalten.

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Foto: zVg Berufs,- Mittel- und Hochschulen