Die Schweiz ist spitze – und ein Baselbieter übertrifft alle

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An der 47. Austragung der WorldSkills in Lyon erreichte das Schweizer Team ein grossartiges Ergebnis und konnte insgesamt 33 Medaillen holen. Auch der Kanton Basel-Landschaft konnte einen Erfolg verbuchen: Von den sechs Schweizer Goldmedaillen ging eine ins Baselbiet.

Vom 10. bis 15. September 2024 trafen an den Berufsweltmeisterschaften in Lyon die Besten der jungen Berufsleute aus der ganzen Welt aufeinander, um sich in nicht akademischen Berufen zu messen. 1’400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 70 Ländern und Regionen kämpften in 59 verschiedenen Skills (Berufen) um die Podestplätze. Nicht weniger als 250’000 Besucherinnen und Besucher haben die WorldSkills besucht.

Mit dabei war auch das SwissSkills National Team, das mit 43 Jugendlichen in 39 Skills vertreten war. Dieses Team, bestehend aus den besten jungen Fachleuten der Schweiz, bereitet sich jedes Jahr auf internationale Wettbewerbe wie die EuroSkills und WorldSkills vor. In Lyon erreichte das SwissSkills National Team nach China und Korea den dritten Rang in der Gesamtwertung. Je sechs Gold- und Silbermedaillen, eine Bronzemedaille und 21 Medaillen für Exzellenz waren die Ausbeute. Zudem holte die Schweiz bei den nicht offiziellen Skills Lastwagenmechanik und Steinmetz je Gold bzw. Silber. Das Schweizer Team zeigte sich klar als bestes europäisches Land: das duale Berufsbildungssystem bewies einmal mehr seine Stärken.

Die beiden Nachbarkantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt waren mit Natalie Breitenstein, Leiterin der Dienstelle Berufsbildung, Mittelschulen, Hochschulen und Thomas von Felten, Leiter der Hauptabteilung Berufsbildung einerseits sowie Patrick Langloh, Leiter Berufsbildung und Mittelschulen BS und Anja Grönvold, Leiterin Berufsbildung und Berufsintegration BS andererseits Teil der offiziellen Delegation der Schweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz.

Der eigentliche Protagonist aus dem Berufsbildungsraum beider Basel war aber der in Therwil wohnhafte Edward Booth. Als Informatiker EFZ mit Fachrichtung Applikationsentwicklung nahm er mit seinem Kollegen Philippe Dourassov aus dem Kanton Waadt am Skill «Cyber Security» teil. Die beiden holten die Goldmedaille und waren auch noch von der Punktesumme her die Besten aller Schweizer Teilnehmenden. Nach einer intensiven einjährigen Vorbereitung und dem höchst erfolgreichen Abschneiden wird Edward nach der Rekrutenschule wieder zurück in seinen Betrieb gehen und an der Fachhochschule ein berufsbegleitendes Studium beginnen.

Die Begeisterung und Leidenschaft, der Berufsstolz und das Engagement der jungen Berufsleute waren beeindruckend. Es lohnt sich, dass die Gesellschaft hinter der dualen Berufsbildung steht und diese wertschätzt. Sie ist ein Garant für Fachkräfte, die für den Wohlstand der Schweiz verantwortlich sind. Der Berufsbildungsraum beider Basel muss gemeinsam vorwärts gehen, um Synergien zu nutzen und gemeinsam noch stärker zu werden. Dies gilt für die Branchenverbände, die Bildungsverwaltungen, die Wirtschaftsverbände gleichermassen wie für die Berufsfachschulen.

Text: Thomas von Felten, Berufsbildung, Mittelschulen und Hochschulen
Bilder: zVg Berufsbildung, Mittelschulen, Hochschulen