Madlaina Matter erhält den Baselbieter Sportpreis 2024
Der Baselbieter Sportpreis 2024 geht an Volleyballspielerin Madlaina Matter. Sie setzte sich gegen die weiteren Nominierten, Boxer Arnold Gjergjaj und Orientierungsläufer Tino Polsini, durch.
Die letzte Novemberwoche hielt für die Baselbieter Volleyballerin Madlaina Matter gleich zwei Höhepunkte bereit. Am 28. November 2024 erhielt sie aus den Händen von Regierungsrätin Monica Gschwind den Baselbieter Sportpreis, am Abend zuvor spielte sie vor 1000 Zuschauenden in der Aescher Löhrenackerhalle in einmaliger Atmosphäre im Achtelfinal des CEV Challenge Cup gegen das türkische Spitzenteam von Galatasaray Istanbul. «Es war unglaublich laut in der Halle, es war ein einzigartiges Erlebnis. Leider ging es sportlich nicht ganz auf», sagte Madlaina Matter.
38,4 Prozent der Stimmen
In der Abstimmung zum Gewinn des Baselbieter Sportpreises setzte sich die Volleyballerin Madlaina Matter mit 38,4 Prozent der Stimmen gegenüber Orientierungsläufer Tino Polsini und Boxer Arnold Gjergjaj durch. Polsini hatte im vergangenen Sommer an seiner ersten Weltmeisterschaft überhaupt die Silbermedaille im Sprint erreicht, Gjergjaj gewann als erster Schweizer Schwergewichtsboxer den Weltmeistertitel nach Version WBF. Der Ausgang des Wahlverfahrens verlief knapp, was die Qualität der diesjährigen Auswahl unterstreicht. «Es ist ein grosses Glück, dass die grosse Leidenschaft für einen Sport mit einem solchen Preis gewürdigt wird. Alle drei Nominierten gehören auf das Podest», fasste Gewinnerin Madlaina Matter die Wahl zusammen.
Grosse Erfahrung
121 Länderspiele für die Schweiz, EM-Teilnahmen 2019, 2021 und 2023, inklusive der Achtelfinalqualifikation bei der letzten Europameisterschaft, sieben Finalteilnahmen auf nationaler Ebene in Meisterschaft und Cup sowie der Meistertitel mit der U23 im Jahr 2012. Mit dieser Erfolgsbilanz gehört Madlaina Matter, die bislang ausschliesslich für Sm’Aesch-Pfeffingen spielte und dort seit einigen Jahren Captain ist, zu den erfolgreichsten Schweizer Volleyballerinnen der Geschichte. Der Baselbieter Sportpreis ist für die 28-jährige Pfeffingerin deshalb der verdiente Lohn für ihre eindrückliche Karriere. Vor drei Jahren hatte schon ihre ehemalige Teamkollegin Maja Storck, die mittlerweile in der italienischen Serie A spielt, den Baselbieter Sportpreis erhalten.
Seit sie zehn Jahre alt ist, spielt Madlaina Matter Volleyball. Am Anfang zeigte sie ihr Talent auch im Orientierungslauf, in dem sie einem nationalen Nachwuchskader angehörte. Mit 15 setzte sie voll auf Volleyball, zwei Jahre später – 2013 – debütierte sie bereits in der Nationalliga A. Mit Sm’Aesch-Pfeffingen gewann sie 2020 den Supercup, stand zweimal im Cupfinal und insgesamt fünfmal im Playoff-Final. Seit der Saison 2016/2017 ist Sm’Aesch Stammgast im europäischen Challenge und CEV Cup.
Pause im Nationalteam
Im Schweizer Nationalteam hat sie aus beruflichen Gründen beim Start der EM-Qualifikation im vergangenen August erstmals nach vielen Jahren eine Pause eingelegt. «Ein Rücktritt aus dem Nationalteam ist dies aber nicht», bekräftigte sie an der Sportpreisfeier vom 28. November in Pratteln. Dass Madlaina Matter Spitzensport und ein anspruchsvolles Medizinstudium unter einen Hut brachte, hat mit ihrer Einstellung, ihrer Belastbarkeit aber auch mit einem ziemlich simplen, aber umso emotionaleren Argument zu tun: «Ich liebe einfach alles an diesem Sport, die Bewegungen, das Team, die Atmosphäre.» Regierungsrätin Monica Gschwind durfte an diesem Abend auch drei Anerkennungs- und gleich neun Förderpreise überreichen.
Text: Daniel Schaub, Sportamt Baselland
Bilder: Jasmin Haller
Mehr Fotos und Video zur Sportpreisverleihung
Infobox
Drei Anerkennungs- und neun Förderpreis
Die mit je 3'500 Franken dotierten Baselbieter Anerkennungspreise gingen 2024 an Heiner Krattiger (Zunzgen), langjähriger Präsident des Schiessvereins Zunzgen-Tenniken, Daniela Metzger (Aesch), polyvalente Funktionärin im Turnsport, und Christian Nyffenegger (Allschwil), ehemaliger Spitzenspieler, Berufstrainer und Stützpunkttrainer des Badmintonverbands Nordwestschweiz.
Die Bobsportler Dominik Hufschmid (Ormalingen) und Mathieu Hersperger (Reinach), die U19-Unihockeynationalspielerinnen Annika Morf (Füllinsdorf) und Simea Gerber (Rothenfluh), die Curling-Zwillinge Manuel und Yannick Jermann (Arlesheim), die Nachwuchs-Leichtathleten Noah Hasler und Elijah Thommen (Gelterkinden) sowie Ruderin Laura Villiger (Binningen) wurden mit Förderpreisen à 5'000 Franken ausgezeichnet.