Netzwerktreffen Schule und Wirtschaft im Dialog
Am 4. September 2024 fand das jährliche Netzwerktreffen «Schule und Wirtschaft im Dialog» statt. Rund 130 Teilnehmende aus Schulen, Lehrbetrieben, Verbänden und der Verwaltung kamen zusammen, um aktuelle Instrumente und Ansätze für die Auswahl geeigneter Lernender zu diskutieren.
Am diesjährigen Anlass «Schule und Wirtschaft im Dialog» stand die Frage im Fokus, wie durch optimale Matching-Strategien eine nachhaltige Passung zwischen Lernenden und Ausbildungsbetrieben sichergestellt werden kann. Neben einem Keynote-Referat vom Schweizerischen Arbeitgeberverband, welcher die Herausforderungen und Chancen der Beurteilungen beim Übergang in die berufliche Grundbildung aufzeigte, gaben drei Lernende auf dem Podium authentische Einblicke in ihre Bewerbungsprozesse und persönlichen Erfahrungen.
Im zweiten Teil bot die Veranstaltung Einsichten in bewährte Praktiken und innovative Ansätze, die die Passung zwischen Berufen, Betrieben und Lernenden nachhaltig verbessern sollen. So wurden beispielsweise der Check S2 sowie die berufsbezogenen Anforderungsprofile nochmals vorgestellt. Ein regionaler Ausbildungsbetrieb veranschaulichte dabei, wie dieses Instrument erfolgreich im Rekrutierungsprozess eingesetzt wird. Ein weiteres Thema war das Einholen aussagekräftiger Referenzen von Betrieben, die als zusätzliches Kriterium die Passgenauigkeit im Bewerbungsprozess verbessern können. Auch die Formate «Lernenden-Tischmesse» und «Berufscasting» wurden präsentiert – Plattformen, die den schnellen und effizienten Erstkontakt zwischen Lehrstellensuchenden und Betrieben ermöglichen.
Ein weiterer Fokus lag auf der optimalen Gestaltung der Einführungs- und Probezeit. Hier erfuhren die Teilnehmenden, wie eine strukturierte Probezeit Jugendlichen den Einstieg erleichtert und so Ausbildungsabbrüche reduziert. Im Zusammenhang mit der Berufswahl wurde zudem die Bedeutung von Orientierungsschnupperlehren betont: Ein durchdachtes Schnupperkonzept gibt Jugendlichen frühzeitig Einblicke in den Berufsalltag und unterstützt sie bei der Entscheidungsfindung.
Abschliessend ging es um zukunftsweisende Methoden, wie die Einführung persönlicher Kompetenzprofile. Diese Profile helfen Schulen, gezielt auf die individuellen Stärken der Jugendlichen einzugehen und sie optimal auf den Berufseinstieg vorzubereiten. Für den Fall, dass das Matching zwischen Jugendlichen und Ausbildungsplatz einmal scheitert, wurden Unterstützungsangebote vorgestellt. Das Zentrum für Berufsintegration (ZBI) und die Koordinationsstelle Brückenangebote präsentierten ihre Angebote für Jugendliche, die entweder keinen Ausbildungsplatz finden konnten oder ihre Ausbildung abbrechen mussten.
All diese Inputs boten den Anwesenden wertvolle Impulse und konkrete Ansätze zur Förderung nachhaltiger Auswahlprozesse, die eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Unternehmen unterstützen.
Laufbahn-Themen interessieren Sie ebenfalls? Weitere interessante Anlässe finden am 9. April 2025 (Thema: Ausserschulische Lernorte) sowie am 10. September 2025 (Schule und Wirtschaft im Dialog) statt. Unsere aktuellen Veranstaltungen finden Sie auf www.kola.bl.ch.
Text: Diana Furler, Berufsbildung, Mittelschulen, Hochschulen
Bilder: zVg Berufsbildung, Mittelschulen, Hochschulen