Zukunftstag: «Ein Tag als Chefin» bei Natalie Breitenstein
Am 14. November 2024 tauchten sechs Mädchen in den Alltag einer Chefin ein und begleiteten Natalie Breitenstein, Leiterin der Dienststelle Berufsbildung, Mittelschulen und Hochschulen (BMH). Dieser «Seitenwechsel» war eines von fünf Angeboten der Bildungs-, Kultur-, und Sportdirektion.
Im Rahmen des Nationalen Zukunftstags organisierte die Dienststelle BMH ein abwechslungsreiches Seitenwechselprogramm für Schülerinnen der 1. Sekundarklassen. Mit dem «Seitenwechsel» werden Schülerinnen und Schüler ermutigt, Geschlechterrollen zu hinterfragen und sich frei von Klischees mit ihrer Berufswahl auseinanderzusetzen. Unter dem Titel «Ein Tag als Chefin» wurden sechs Mädchen eingeladen, sich mit der Perspektive von Frauen in Führungspositionen zu beschäftigen und den Tag mit Dienstellenleiterin Natalie Breitenstein zu verbringen.
Am Morgen begrüsste Natalie Breitenstein die Schülerinnen und stellte sich und ihren Aufgabenbereich vor. Danach führte Stefanie Zgorelec, Leiterin der Stabsstelle, die Mädchen in die vielseitigen Tätigkeiten der Dienststelle ein. Anhand dieser Informationen machten sich die Schülerinnen Gedanken zu Kompetenzen, welche eine Führungsperson mitbringen sollte. Dabei stellten sie fest, dass eine Führungsperson selbstbewusst, bestimmt und gerecht sein sollte. Weitere Eigenschaften wie Einfallsreichtum und Geduld wurden ebenfalls genannt. Danach setzten sich die Schülerinnen mit den gesellschaftlichen Aspekten und Rollenbildern von Frauen und Männern in Führungspositionen auseinander und gingen der Frage nach, weshalb Frauen in Führungspositionen immer noch untervertreten sind.
Die diskutierten Aufgaben und Eigenschaften konnten die Schülerinnen anschliessend aktiv erleben, indem sie in den Arbeitsalltag von Natalie Breitenstein eintauchten. Zuerst stand eine hybride Sitzung auf dem Programm. Dort erfuhren sie, wie eine Chefin eine Sitzung leitet und gemeinsam mit den Sitzungsteilnehmenden eine Lösung erarbeitet.
Gestärkt durch ein Mittagessen waren die Schülerinnen am Nachmittag für weitere Besprechungen bereit. Auf diese Weise konnten sie einen Einblick in weitere Aufgabenbereiche gewinnen und erfuhren auch, bei wie vielen Themen eine Chefin den Überblick behalten muss. In der letzten Sitzung erlebten die Mädchen, wie eine Führungsperson bei einem anspruchsvollen Gespräch gefordert wird. Sie waren beeindruckt, wie es Natalie Breitenstein gelang, trotz unterschiedlicher Meinungen der Sitzungsteilnehmenden einen Konsens zu finden und die Sitzung erfolgreich abzuschliessen.
Zum Schluss durften die Schülerinnen Natalie Breitenstein alle brennenden Fragen stellen. Die Mädchen interessierten sich für ihren Werdegang oder ihren Tagesablauf. Sie wollten wissen, mit welchen Herausforderungen eine Chefin konfrontiert ist und welches die Vor- und Nachteile einer Führungsposition sind. Natalie Breitenstein antwortete, dass ihr gefällt, als Chefin entscheiden zu können, sie dabei aber auch Verantwortung tragen muss. Weiter gab Natalie Breitenstein Auskunft wie es ist, als Frau in einer Führungsposition zu arbeiten und wie sie Familie und Beruf vereinbart. Die Frage, ob es Spass macht, Chefin zu sein, beantwortete Natalie Breitenstein mit einem enthusiastischen «Ja», das hoffentlich auch inspirierte.
Text: Céline Gass, Berufsbildung, Mittelschulen, Hochschulen
Bild 1: zVg Berufsbildung, Mittelschulen, Hochschulen
Bild 2 - 3: Céline Gass
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In den anderen Seitenwechselprogrammen der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion konnten sechs Jungen die Arbeit in der Kantonsbibliothek und dem Staatsarchiv erkunden oder einen Tag als Personalfachmann verbringen. Die Informatik Schulen IT.SBL begrüsste sechs Mädchen, und in Augusta Raurica durften jeweils vier Schülerinnen und Schüler ebenfalls spannende Einblicke gewinnen.