Fit für die Zukunft – das Amt für Kultur richtet sich neu aus
Das Amt für Kultur Basel-Landschaft stellt sich neu auf: Mit schlankeren Strukturen, klaren Verantwortlichkeiten und gebündelten Kompetenzen wird es organisatorisch agiler, inhaltlich stärker und bestens vernetzt für die Aufgaben der Zukunft.
Das Amt für Kultur besteht seit 1995. Bis 2020 bildeten die Hauptabteilungsleitungen das Leitungsgremium – die Kulturkonferenz –, und die Amtsleitung rotierte alle zwei Jahre. Nach der Einführung einer ständigen Dienststellenleitung im Jahr 2021 wurde eine umfassende Organisationsanalyse durchgeführt – mit Beteiligung aller Mitarbeitenden. Nun folgt die nächste Etappe: Das Ziel der Organisationsentwicklung ist es, die Arbeitsabläufe zu vereinfachen, Kommunikationswege zu verkürzen und somit die inhaltliche Arbeit in allen Bereichen zu stärken.
Zusammenführung Archäologie
Eine der grössten Neuerungen betrifft die archäologischen Fachbereiche, die künftig organisatorisch in der neuen Abteilung Archäologie Baselland vereint werden. Gleichzeitig wird geprüft, ob die archäologischen Arbeitsplätze und Sammlungen mittelfristig auch räumlich zusammengeführt werden können.
Kantonsarchäologe Reto Marti begleitet diesen Prozess mit seiner Erfahrung bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2027. Die neue Leitung der Abteilung soll bereits im Sommer 2026 besetzt werden.
Stärkung der Publikumsbereiche
Alle drei Publikumsbetriebe des Amts werden künftig als eigenständige Abteilung organisiert sein und Einsitz in die Geschäftsleitung erhalten. Das Museum.BL wird mit Marc Limat als Leiter weiterentwickelt werden, der Publikumsbereich von Augusta Raurica erhält eine neue Leitung, und die Kantonsbibliothek bleibt als kantonale Leitbibliothek bestehen.
Gestärkte Kulturförderung und zentrale Unterstützung
Ein weiterer Meilenstein ist die Stärkung der Kulturförderung. Die Personalunion zwischen Dienststellenleitung und Abteilungsleitung wird aufgehoben. Damit kann sich Amtsleiterin Esther Roth künftig ganz auf die strategischen und politischen Belange der Dienststelle konzentrieren, während die Kulturförderung eine eigene Leitung mit angemessenen Ressourcen erhält – ein wichtiger Schritt für mehr Wirksamkeit und Kontinuität in der Förderung des kantonalen Kulturlebens.
Neuer Stabsbereich Support
Gleichzeitig entsteht mit dem neuen Stabsbereich Support eine zentrale Einheit, die abteilungsübergreifend unter anderem Finanzen, Personal und IT bündelt. Sie wird von Dani Suter geleitet, der sich dafür entschieden hat, diese neue Organisationseinheit mitzugestalten und damit die Leitung von Augusta Raurica abgibt. Der Support-Bereich soll allen Abteilungen mehr Freiraum für ihre fachliche Arbeit verschaffen und die Ressourcenplanung stärker an die kantonalen Planungsinstrumente anbinden.
Kurze Wege, klare Verantwortlichkeiten
Die neue Struktur reduziert die Führungsebenen auf drei und schafft kürzere Kommunikations- und Entscheidungswege. Damit wird das Amt als Organisation beweglicher und transparenter. «Wir wollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das Verantwortungen und Kompetenzen fördert, Zusammenarbeit erleichtert und den Dialog stärkt – sowohl intern als auch mit unseren Partnerinnen und Partnern im ganzen Kanton», betont Amtsleiterin Esther Roth.
Aufbruch mit Perspektive
Mit dieser Neuaufstellung stellt das Amt für Kultur die Weichen für die kommenden Jahre. Die Besetzung der drei Leitungspositionen soll bis Frühjahr 2026 abgeschlossen sein. Mit der Neuorganisation entsteht ein Amt, das seine Aufgaben mit gebündelten Kräften erfüllen kann und mit klaren Profilen auf die Zukunft ausgerichtet ist – für ein Baselbiet, das kulturell lebt, wächst und verbindet.
Text: Claudia Puzik und Rolf Wirz, Amt für Kultur