Industrie und Gewerbe oder der 2. Erwerbssektor

Lange Zeit spielte eigentlich nur die Bauwirtschaft als Arbeitgeber eine grössere Rolle, ansonsten gab es Kleinbetriebe wie z.B. Schlosserei, Schreinerei und eine Brennerei. Vom 1.3.1917 - 5.11.1931 gab es eine kleine Seidenbänderfabrik mit 17 Beschäftigten. Das Bild hat sich inzwischen aber grundlegend verändert. 1985 zählten der 2. und 3. Sektor zusammengerechnet 26 Arbeitsstätten, 1991 bereits 37 Arbeitsstätten - eine Steigerung um 42%. Die Eröffnung der Autobahn am 23.12.1970 brachte zusammen mit der Einrichtung einer Gewerbezone im Süden der Gemeinde eine entscheidende Standortverbesserung für Arisdorf und führte zur Ansiedlung von neuen Betrieben.

Die Betriebszählung von 1995 führt die Zahl von 40 Betrieben auf, davon entfallen 9 auf eigentliche verarbeitende Betriebe des 2. Sektors (inklusive Baubranche). Diese 9 Unternehmen beschäftigten aber 129 der insgesamt 303 erfassten Personen. 1985 entfielen auf die 9 erfassten Arbeitsstätten des 2. Sektors nur 22 Personen. Dies zeigt die wirtschaftliche Dynamik, welche Arisdorf erfasst hat. Betrachtet man nur die Ganztagsstellen, so hat der 2. Sektor sogar ein Übergewicht gegenüber den Dienstleistungen.

Der wichtigste Arbeitgeber in der Gemeinde ist die Aerni Fenster AG - im März 99 beschäftigte sie 67 Personen und produziert Fenster nach Mass. 1991 wurden die neuen Fabrikanlagen in Arisdorf eröffnet, die einen Teil der Energie (1997: 58%) durch Solaranlagen auf dem Dach und Fassadenelemente selber produzieren. 1997 wurden 48'500 Fenstereinheiten produziert, so u.a. für Bank-, Versicherungs- und Schulgebäude. Neben der Aerni Fenster AG ist die List AG der zweite grössere Betrieb in der Gemeinde. Die List AG beschäftigt in Arisdorf 50 Mitarbeiter und produziert schwerpunktmässig Anlagen und Apparate für Knet- und Mischprozesse. In Arisdorf befindet sich ein Test- und Forschungszentrum, ein zweites liegt in Acton (USA).