v1993-280
Landrat / Parlament
Postulat von Barbara Fünfschilling: Autonomie der Volksschulen
Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen
Autor: Barbara Fünfschilling-Gysin, FDP (J. Affentranger, A. Blammer, W. Bernegger, H.R. Bieri, A. Brodbeck, S. Buholzer, R. Eberenz, R. Felber, B. Geier, Dr. C. Hockenjos, Dr. P. Jenny, H.U. Jourdan, R. Kohlermann, R. Marti, R. Moll, R. Piller, Dr. M. Ribi, R. Schneeberger, Dr. P. Tobler, E. Thöni, Dr. H.R. Tschopp, H. Waibel)
Eingereicht: 6. Dezember 1993
Nr.: 1993-280
Dieser Vorstoss soll bewirken, dass den Volksschulen mehr Autonomie gegeben wird.
Dies setzt voraus, dass die Schulleitungen bereits mit mehr Kompetenzen ausgestattet sind.
Erst wenn eine Schulleitung mehr Kompetenzen hat, kann sie anfangen eine eigentliche Führung ihrer Schule zu übernehmen.
Was ergeben sich daraus für Folgen ?
1. Es ist dann nicht mehr nötig, dass die Erziehungsdirektion mit ihren Institutionen soviel zentral anordnet und kontrolliert. Das Schulinspektorat oder die Pädagogische Arbeitsstelle können sich dann wieder auf ihre ursprünglichen Aufgaben zurückbesinnen oder ihre Funktion neu überdenken.
2. Der Kanton soll nur noch Rahmenbedingungen geben, wie eine Sekundarschule zu führen ist.
(LehrerInnenlöhne, Bandbreiten für Klassengrössen, Möglichkeit für die Führung von Blockzeiten, Mittagstischen, Tagesschulen, Fünftagewoche etc.)
3. Die Schulen sollen auch im finanziellen Bereich mehr Autonomie erhalten, sodass sie ihre Prioritäten selber bestimmen und so ihr eigenes Gepräge entwickeln können. d.h. Die Schulleitungen legen in Zusammenarbeit mit ihren KollegInnen fest, welche Aktivitäten und Projekte an ihrer Schule Priorität haben sollen.
Es sollte so auch möglich sein mit Eigenleistungen ein Projekt in einer Schule zu erarbeiten.
Die Schulen sollen vom unternehmerischen Denken und Handeln nicht ausgeschlossen werden.
Ich lade deshalb den Regierungsrat ein zu prüfen,
a) wie die Eigenverantwortung der einzelnen Schulen gefördert werden kann.
b) wie den neu zu strukturierenden Schulleitungen der Primar- Real- und Sekundarschulen mehr Entscheidungskompetenz für die Führung ihrer Schulen gewährt werden kann, damit die Schulautonomie gefördert wird,
c) ob mit einem Globalbudget (berechnete Kosten pro Schüler) eine Schule nicht effizienter, individueller und kostengünstiger arbeiten kann.
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