1997-105
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Landrat des Kantons Basel-Landschaft Postulat: Erhöhung der Standortattraktivität im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik (Multimedia) |
Kein Wirtschaftsstandort kommt um die Förderung neuer multimedialer Technologien und Dienstleistungen herum, denn zu den wichtigsten Standortvorteilen einer Region wird in Zukunft eine hochleistungsfähige Multimedia-Infrastruktur und ein entsprechendes Angebot von Dienstleistungen gehören. Die neuen Medien sind nicht nur deshalb wichtig, weil sie Arbeitsplätze und Umsätze bringen oder der Wirtschaft dienen, sondern weil sie auch einen Kultur-, Bildungs- und Imagefaktor beinhalten. Ihre Ausrichtung darf deshalb nicht nur wirtschaftspolitisch, sondern muss auch gesellschafts-, kultur- und bildungspolitisch erfolgen, damit ein Klima erzeugt wird, in dem Ideen und Kreationen wachsen können. Insbesondere gilt es also, mittels neuer multimedialer Technologien und Dienstleistungen, a. den Bildungs- und Kulturbereich für die breite Öffentlichkeit besser zu erschliessen (z.B. durch interaktive Nutzung des universitären oder gymnasialen Bildungsangebotes ) b. der Wirtschaft und der Bevölkerung kostengünstige neue Anwendungen zu ermöglichen (z.B. Alarm- und Überwachungsdienste, Fernablesung von Verbrauchsdaten u.ä.m). Die Nordwestschweiz verfügt über ein dichtes breitbandiges Netz zur Weiterverbreitung von Radio- und Fernsehprogrammen (TV-Kabelnetze). Gegen 15 Verbundnetze bedienen 101 politische Gemeinden mit total 193'000 angeschlossenen Haushalten. Zahlreiche örtliche Verteilnetze befinden sich im Besitz der öffentlichen Hand (kommunale Regiebetriebe). Mit der Deregulierung des Fernmeldewesens per 1. 1. 1998 eröffnen sich auch für diese Netze neue Nutzungsmöglichkeiten auf der Basis der elektronischen Zweiweg-Kommunikation. Diese Chance gilt es zur Stärkung der Standortattraktivität unbedingt zu nutzen. Dies ist jedoch nur möglich, wenn die heutige technische und betriebliche Vielfalt zugunsten einer einheitlichen und koordinierten Weiterentwicklung überwunden wird.
a. die Federführung und die Koordination für die Erarbeitung eines Konzeptes zum Aufbau einer regionalen multimedialen Infrastruktur zu übernehmen. Dabei ist insbesondere anzustreben, dass die privaten und kommunalen Netze - zusammen mit dem Netz der Telecom PTT - optimal zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes eingesetzt werden können; b. in enger Zusammenarbeit mit der Regierung des Kantons Basel-Stadt dafür zu sorgen, dass die multimediale Infrastruktur auch im Bereich der Bildung und der Kultur zeitgemäss genutzt wird. |
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