1997-161
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Landrat des Kantons Basel-Landschaft Postulat (dringlich): Gesuch an den Bund für eine Reduktion der Betriebskosten an das Schienentrasse der Linie Sissach - Läufelfingen Olten. |
Die vom Regierungsrat durchgeführten Untersuchungen hinsichtlich der Kosten für die Bahn - und Busverbindung von Sissach nach Olten durch das Homburgertal zeigen, dass die Differenz zugunsten der Busvariante eindeutig bei der zu hohen Kostenbelastung für das Bahntrasse liegen. Bei einer durchaus vertretbaren Reduktion um zum Beispiel die Hälfte könnte ein Ausgleich erzielt werden. Zu diesem Zweck ist ein entsprechendes Gesuch an die SBB beziehungsweise an den Bund zu richten. Damit die Bedeutung eines solchen Begehrens deutlich unterstrichen wird. erinnern wir an die stichhaltigen Argumente, welche eindeutig für die Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes im Homburgertal sprechen. Die bisherigen Erfahrungen mit dem provisorisch eingesetzten Busbetrieb zeigen viele Nachteile. Es können zum Beispiel keine Billette für Weiterfahrten gelöst werden. Man muss oft mit Stehplätzen vorlieb nehmen, was für ältere Leute untragbar ist. Die Anschlusszüge nach Basel ( Sissach ) und nach Bern, Zürich usw. ( in Olten ) können oft wegen Busverspätungen nicht erreicht werden. Die reinen Betriebskosten betragen 1,6 Millionen Franken pro Jahr für die Bahn und 2,2 Millionen Franken für den Bus. Allerdings verlangen die SBB zusätzlich wie oben erwähnt 1 Million für das Schienentrasse, obwohl sie die Linie für Güterzüge und als Ausweichmöglichkeit für den Basistunnel täglich benützen müssen. demgegenüber ist das Trasse für den Bus, also die Strasse "gratis" beziehungsweise durch Steuern bezahlt. Und das Dieselöl für den Bus ist erst noch zollfrei! Die Erschliessung der Gemeinden Känerkinden, Häfelfingen durch den Bus wird nicht bestritten, das heisst soll beibehalten werden. Einige Beispiele die dem Schienenverkehr eindeutig den Vorzug geben. - Zuverlässigkeit - Pünktlichkeit - Laufruhe - Garantierte Anschlüsse in Sissach und Olten, wobei auch der Anschluss an die künftige Regiolinie Ergolztal - Wiesental und die seit 1. Juni verkehrenden Direktzüge ins Laufental zu berücksichtigen sind. - Sicherheit vor allem im Winter. - Gepäckmitnahme ( Velo und Kinderwagen etc.) - kürzere Fahrzeiten - wesentlich geringere Luftverschmutzung. Bezüglich der Luftreinhaltung wäre es unverständlich, ja verantwortungslos, 18 Mal pro Tag Über den Hauenstein zu fahren ( Fahrzeit bis 40 Minuten ), derweil in einem bestehenden zur Zeit in Revision befindlichen Tunnel nur 10 Minuten für den Zug benötigt werden. Für die Zukunft ist die Bahn ohne Zweifel die bessere Lösung. Ein Entscheid pro Bahn entspricht der zur Zeit viel gepriesenen Philosophie für das Öffentliche Verkehrsmittel des nächsten Jahrhunderts. Ich fordere deshalb den Regierungsrat auf, beim Bund, beziehungsweise den SBB eine Reduktion der Infrastrukturkosten für das vorhandene und ohnehin täglich von den SBB benützte Bahntrasse zu erwirken. |
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