1997-172
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Landrat des Kantons Basel-Landschaft Interpellation: Strassenbrücke Aesch-Dornach:nach wie vor eine Gefahr für Fussgänger/Innen und Velofahrer/Innen? |
1.1. Zwischen Angenstein und dem Bahnhof Aesch führt eine schmale Strassenbrücke über die Juralinie der SBB. Sie stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem Siedlungsgebiet Aesch/Pfeffingen/Duggingen und dem Wohn- und Industriegebiet Apfelsee südlich von Dornach dar. Ausserdem fahrt der kürzeste Weg vom Bahnhof Aesch zur Rudolf-Steiner-Schule (auf Gemeindegebiet Duggingen liegend) über diese Brücke.
1.2. Als die SBB vor 4 Jahren beschlossen, die Brücke abzureissen, setzten sich die umliegenden Gemeinden und die Rudolf-Steiner-Schule zur Wehr. Hierauf wurde das Bauwerk saniert und ins Eigentum der Gemeinde Aesch übertragen.
1.3. Die Brücke ist rund 27 m lang und 4,3 M(!!) breit. Der Querschnitt enthält weder Trottoir noch Fahrradstreifen.
1.4. Zur Verbesserung der Situation für die Fussgänger hat die Gemeinde Aesch eine Unterführung nördlich des Bahnhofes instand gestellt. Diese wird jedoch von den Schülern der Rudolf-Steiner-Schule kaum benutzt, da sie einen Umweg von ca. 10 Gehminuten zur Folge hat.
1.5. Die von den Eltern der betroffenen Schüler geforderten Sicherheitsvorkehrungen im Bereich der Brücke wurden von der Verkehrsabteilung der Kantonspolizei mit der Begründung abgewiesen, dass solche lediglich eine Scheinsicherheit darstellten.
In Anbetracht dieser unbefriedigenden Situation wurden folgende Sofortmassnahmen getroffen: - Organisation eines Lotsendienstes durch die Eltern
- Anbringung eines Signales "Achtung Schüler" durch die Gemeinde Aesch
2. Lagebeurteilung
Die Verkehrssicherheit, insbesondere für Fussgänger und Radfahrer, ist ungenügend.
Folgende Gründe sprechen für eine rasche Verbesserung der Situation:
- Die SBB planen mittelfristig den Bahnhof Aesch unbemannt" zu führen und ein neues Perron auf der Ostseite des Bahnhofes, wodurch die Brücke von weiteren Fussgängern benützt wird.
- Die Strasse über die Brücke wird vermehrt als Schleichweg benutzt.
- Nördlich von Duggingen wurde eine neue Siedlung mit 34 Wohnungen erstellt.
- Die Schülerzahl der Rudolf-Steiner-Schule ist auf über 400 angestiegen.
- Die Eurythmieschule beim Goetheanum wird von ca. 50 Schülern besucht.
3. Fragen an den Regierungsrat
Da die Sicherheit auf der genannten Brücke mehr als ein kommunales Problem der Gemeinde Aesch darstellt (beteiligt sind die Gemeinde Duggingen, die Gemeinde Dornach SO, und die SBB), gestatte ich mir folgende Fragen an den Regierungsrat zu richten:
3.1. Teilt der Regierungsrat meine Auffassung, wonach die Sicherheit auf der Brücke, insbesondere für Fussgänger und Radfahrer, ungenügend ist?
3.2. Ist der Regierungsrat bereit, auch im Hinblick auf zukünftige Entwicklungen, geeignete Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu treffen?
3.3. Welche organisatorischen und/oder baulichen Massnahmen kommen unter Berücksichtigung der Kostenfolgen in Betracht?
Für die schriftliche Beantwortung meiner Fragen innert nützlicher Frist danke ich im voraus bestens. |
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