Umnutzung Ausbildungszentrum Kriegackerstrasse (vormals SAZM)
Landrat / Parlament - Vorlage (Fortsetzung)
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5.2 Bauliche Anpassungen
Im 3. Untergeschoss werden die bestehenden Lagerflächen durch Einbau von Zwischenböden vergrössert. Im 1. Untergeschoss werden verschiedene Zwischenwände und Raumunterteilungen abgebrochen und einzelne Raumabschlüsse neu erstellt, um grössere zusammenhängende Lagerflächen für das Kantonsmuseum zu erhalten. Im Zwischentrakt des 1. Untergeschosses erfolgt ein Umbau mit neuen Raumaufteilungen für die Fachunterrichtsräume der DMS 2 (Zeichnen, Gestalten, Spezial- und Lagerräume).
Die bestehende Grossküche im Erdgeschoss wird teilweise demontiert, es wird eine Schulküche, ein Essraum und ein Theorieraum für den Hauswirtschaftsunterricht eingebaut. Der grosse Aufenthalts- und Essraum wird unterteilt, um eine Zwischennutzung im südlichen Teil zu ermöglichen.
Die bestehenden Raumeinteilungen in den Obergeschossen des Schulgebäudes bleiben weitgehend unverändert. Räumliche Anpassungen mit Demontagen und teilweise Neuerstellen oder Verschieben von Wänden erfolgen vor allem im Erdgeschoss, im 1. und im 4. Obergeschoss.
5.3 Energetische und haustechnische Anpassungen
Die projektierten Massnahmen im Bereich Haustechnik und Energie umfassen im wesentlichen die folgenden Bereiche:
a) Anpassungen und Aenderungen der haustechnischen Installationen im Zusammenhang mit den Nutzungsänderungen (z.B. Kanal- und Rohrleitungsänderungen in den Bereichen, in welchen umgebaut wird)
b) Generelle Reduktion der Luftmengen auf ein den neuen Bedürfnissen angepasstes Niveau.
c) Das bisherige System der Zulufteinführung über Druck- resp. Lochplattendecken erweist sich als uneffizient. Projektiert ist eine geführte Lufteinführung mittels Drallauslässen.
d) Anpassung der Brandschutzanlage an die gesetzlichen Bestimmungen.
e) Verschiedene der nun 25-jährigen Anlagen müssen aus Altersgründen ersetzt werden. Selbstverständlich kommen dabei energiesparende Einrichtungen zum Einsatz.
Energieeinsparungen
Generell wird durch die Aenderung der Nutzungsart des Gebäudes weniger Energie benötigt. So entfällt z.B. der Anteil des Bedarfs der bisherigen Küche.
Die errechnete Reduktion durch diese Nutzungsänderung beträgt ca. 180 MWh/a an Elektroenergie.
Die vorgängig aufgeführten weiteren Massnahmen (Reduktion der Luftmengen etc.) bewirken eine zusätzliche Verminderung des Energieverbrauches, nämlich ca. 220 MWh/a Elektroenergie und 410 MWh/a Wärmeenergie.
Gesamthaft werden folgende Energiekennzahlen erreicht:
Energiekennzahl Elektro E e = 190 MJ/m 2 a
Energiekennzahl Wärme E w = 230 MJ/m 2 a
Wirtschaftlichkeit der Massnahmen:
Eine Aufteilung der Investitionskosten auf reine Positionen für die Umnutzung, für den altersbedingten Ersatz sowie für reine Energiesparmassnahmen ist infolge der starken Verflechtung dieser Massnahmen schwierig darzustellen.
Immerhin kann aber ausgesagt werden, dass mit Investitionen von rund Fr. 600'000.-- jährliche Einsparungen an Energiekosten von Fr. 66'000.-- erreicht werden können.
Mit Ausnahme der im Kapitel 5.3. aufgeführten, dringenden Erneuerungen in kleinerem Umfang sind im Rahmen dieser Vorlage keine weiteren Sanierungen vorgesehen.
In Anbetracht des Anlagen- und Gebäudealters sind in den nächsten Jahren Instandsetzungs- und Erneuerungsmassnahmen im Unterhaltsbudget zu berücksichtigen.
Die Firma Novartis räumt das Ausbildungszentrum per Mitte Juli 1998. Anschliessend kann mit den Umbauarbeiten begonnen werden. Die 1. Bauetappe mit den kleineren Anpassungen im Hauptbau dauert bis Ende 1998, wobei einzelne Raumgruppen bereits im Oktober 1998 bezogen werden können.
Für die Umbauarbeiten inkl. Anpassungen der Haustechnikanlagen im Zwischentrakt des Erdgeschosses und im 1. Untergeschoss wird entsprechend mehr Zeit benötigt, diese 2. Bauetappe kann voraussichtlich im Frühjahr 1999 abgeschlossen werden.
Das bestehende Gebäude ist entsprechend den sehr hohen Anforderungen (Labors) in Bezug auf Brandschutz bereits sehr gut ausgerüstet. Für die neue Nutzung mit dem zukünftig niedrigeren Gefahrenpotential sind deshalb praktisch keine zusätzlichen Brandschutzmassnahmen erforderlich.
Die nötigen Investitionen für den Brandschutz beschränken sich deshalb auf den Einbau von Brandschutzklappen in den Lüftungsanlagen, wo diese erforderlich und möglich sind. Die Brandschutzmassnahmen, welche durch die Abtrennung des Lehrlingsheimes erforderlich sind, gehen gemäss vertraglicher Abmachung zu Lasten der Novartis und sind deshalb nicht Gegenstand dieser Vorlage.
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