1997-249
Landrat / Parlament
Motion: Eltern Mit Arbeit Mit Eltern
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Autor: Claudia Roche, SP (+ 11)
Eingereicht: 27. November 1997
Nr.: 1997-249
Eltern und Lehrkräfte haben den Auftrag, ein und dasselbe Kind zu erziehen und zu bilden. Beide Seiten treiben erheblichen Aufwand, dem Kind bzw. Jugendlichen eine ausgewogene Erziehung angedeihen zu lassen.
Nur - warum sprechen sie nicht miteinander? Warum tauschen sie ihre Beobachtungen und Erfahrungen nicht aus? Zwischen Elternhaus und Schule besteht ein traditionell tiefer Graben, den es zu überwinden gilt. Zu verbessern sind meiner Ansicht nach:
- allgemeiner Austausch von Informationen
- gegenseitige Rückmeidungen über die Arbeit der Kinder/Jugendlichen und der Lehrkräfte
- Mitbeteiligung von Eltern am Schulleben
- gemeinsame Berufsfindung (dass nach 4 Jahren Sekundarschule Abschlussprüfungen nötig sein sollen, spricht eindeutig dafür, dass einem regelmässigem Austausch zwischen den Beteiligten aus dem Weg gegangen wird)
- Reaktionszeit auf anstehende Probleme
- Öffnung der Lehrerzimmer
- die Klarheit, welche die Aufgaben der Eltern und welche die der Schule sind.
Im Zuge der Einführung von geleiteten, teilautonomen Schulen besteht eine ideale Möglichkeit, dafür strukturell etwas zu tun. Teilautonome Schulen werden vermehrt ihre Arbeit der Öffentlichkeit darlegen. Die Qualitätssicherung erfolgt via Transparenz und Dialog innen und nach aussen. Eltern sind am meisten an einer guten Schule interessiert. Durch ihre Nähe zum Schulalltag und als "Kundschaft" sind sie legitimiert, aktiv an der Qualitätssicherung mitzuarbeiten. Ihnen ist eine Stellung einzuräumen, von der aus sie angemessen Einfluss auf das Schulleben ihrer Kinder nehmen können.
An vielen Orten wird die Institution des Elternrates gepflegt. Diese Institution hat sich bewährt. Sie ist eine Möglichkeit, eine angemessene Mitsprache der Eltern umzusetzen.
Der Regierungsrat wird daher beauftragt, im Rahmen der neuen Bildungsgesetzgebung der Elternschaft im gesamten Schulbereich eine angemessene Stellung einzuräumen, von der aus sie Einfluss auf die Schule ihrer Kinder nehmen können. Auf eine ausgeglichene Beteiligung von Vätern und Müttern ist dabei besonderer Wert zu legen.
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