1998-94

Landrat / Parlament


Motion: Neue Wege Im Umgang mit Jugendlichen Straftätern und deren Opfer



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Autor: Esther Maag Zimmer, Grüne Fraktion (Aeschlimann, Bachmann, Bollinger, Brunner, Bucher, Chappuis, Frutiger, Giger, Graf, Gschwind, Halder, Jäggi, Janiak, Klein U., Krähenbühl, Laube, Lusser, Metzger, Meury R., Mohler, Müller, Nussbaumer, Roche, Rohrbach, Rudin Ch., Rudin K., Stöcklin C)., Stöcklin S., von Bidder, Weller, Wüthrich, Wyss, Ziegler, Zimmermann A. (34))

Eingereicht: 14. Mai 1998


Nr.: 1998-094





Ein Pilotprojekt in Südengland, das jugendliche Straftäter mit den Folgen ihrer Taten konfrontiert, erwies sich als durchschlagend erfolgreich, wie die statistische Auswertung offensichtlich belegt. Die Gegenüberstellung beruht auf strikter Freiwilligkeit. Alle müssen einverstanden sein, die Opfer, die Täter und ihre Eltern. Mit dieser Methode fiel die Rückfallquote binnen eines Jahres auf 4 Prozent. Im Landesdurchschnitt (England) liegt sie bei über 30%.

Viele Polizeioffiziere waren zunächst skeptisch, ob die Gegenüberstellung mit Opfern etwas bringen würde. Inzwischen sind sie aber Feuer und Flamme und finden es richtig, in die Verbrechensbekämpfung einen Mechanismus einzuführen, damit Täter nicht nur beschuldigt würden, sondern ihnen auch das Ausmass des physischen und psychischen Schadens deutlich gemacht werde.


Gerade im Zusammenhang mit denen auch im Baselbiet vorgekommenen schweren Fällen von Jugendkriminalität und aufgrund der ermutigenden Resultate aus England bitte ich deshalb den Regierungsrat


1. Die in England gemachten Erfahrungen zu überprüfen


2. Bei Bedarf eine eigene Pilotstudie durchzufahren


3. Eine entsprechende Gesetzesvorlage zu erarbeiten, die es ermöglicht, jugendliche Straftäter mit den Folgen ihrer Taten zu konfrontieren


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