1998-99
Landrat / Parlament
Interpellation: Unterstützung / Förderung / grosser Sportveranstaltungen mit internationaler Ausstrahlung in Basel
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Autor: Roger Moll, FDP-Fraktion
Eingereicht: 14. Mai 1998
Nr.: 1998-099
In den Regierungsprogrammen von Basel-Landschaft und des Nachbarkantons BaselStadt ist die Rede von überkantonaler Zusammenarbeit. Immer wieder machen beide Regierungen die Bevölkerung und auch die Parlamente darauf aufmerksam, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den beiden Kantonen sei.
Ebenfalls hervorgehoben wird, dass "wir" - die beiden Kantonsregierungen - vermehrt darauf achten sollten, dass auch die Region nach aussen in Erscheinung tritt.
Die zur Zeit in der Schweiz (Basel und Zürich) laufende Eishockey-A-Weitmeisterschaft ist ein solcher Grossanlass mit internationaler Ausstrahlung.
Eine Attraktivitätssteigerung der Region Basel als Sportregion kann trotz vieler Beteuerungen in den Regierungsprogrammen allerdings nicht festgestellt werden. Im Vorfeld der Eishockey-WM wurde versäumt, die Region Basel zu verkaufen' resp. zu vermarkten. Die Chance wurde verpasst, ein vom Zürcher WM-Organisationskomitee losgelöstes Gremium mit der Ausarbeitung eines Regio-Rahmen-Programms einzusetzen.
Ich frage die Regierung an, wie sie sich künftig bei ähnlichen Grossanlässen zu verhalten gedenkt?
- Wäre es nicht angebracht, die Zusammenarbeit in erster Linie mit dem Nachbarkanton Basel-Stadt oder allenfalls auch mit den ausländischen Grenzregionen im Sinne eines gemeinsamen Auftretens zu verstärken?
- Ist die Regierung allenfalls bereit, eine Stelle zu bezeichnen und auch mit den entsprechenden Kompetenzen auszurüsten, die in der Lage ist, die Verwaltungstellen beider Basel zu koordinieren?
- Ist die Regierung auch bereit je nach Veranstaltung finanzielle Beiträge (keine Steuergelder) zu leisten, damit auch ausserhalb des eigentlichen Anlasses das Marketing - speziell der Verkauf' der beiden Basler Kantone - verstärkt nach aussen getragen werden kann (wie dies z.B. anlässlich der Gymnaestrada 1969 in Basel gemacht wurde).
- Falls die Regierung einen der oben erwähnten Punkte weiter verfolgen könnte, wäre es nicht sinnvoll, mit einem gemeinsamen Konzept- resp. Strukturprogramm aufzuzeigen, welche Möglichkeiten vorhanden sind, um vermehrt und gemeinsam als Region aufzutreten?
- Liegt ein solches Anliegen nicht im Sinne des europäischen Regionalgedankens und auch, dass wir uns mit einer Region identifizieren?
Ich danke der Regierung im voraus für die schriftliche Beantwortung der einzelnen oben aufgeführten Punkte.
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