1998-39

Landrat / Parlament


Postulat: Ausbildung von kommunalen Wirtschaftsbeauftragten



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Autor: Hansruedi Bieri, FDP (Ballmer, Brodbeck, Dalcher, Felber, Frey, Geier, Herter, Jourdan, Pegoraro, Piller, Ribi, Schär, Schaub, Schenk, Steiner, Thöni, Tobler, Tschopp, Umiker (19))

Eingereicht: 19. Februar 1998


Nr.: 1998-039





In den letzten Jahren wurden für die verschiedensten Belange in den Gemeinden entsprechende Spezialisten wie z.B. Umwelt-, Abfall-, Energie-, Sicherheftsbeauftragte etc., ausgebildet und eingesetzt.

In zunehmendem Ausmass ward aus dem Wettbewerb zwischen Firmen auch ein Wettbewerb zwischen Wirtschaftsstandorten und damit ein Wettbewerb zwischen Gemeinwesen (Prof. René L. Frey, Uni Basel).


Zur Unterstützung des Kantons, bei seinen Bemühungen um eine noch bessere Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Basellandschaft, lautet daher die Forderung auf der Stufe Gemeinde als Ergänzung:


Ausbildung von kommunalen Wirtschaftsbeauftragten.


Gemeinden mit praktisch gleichwertiger Ausgangslage haben sich im Wirtschaftssektor sehr unterschiedlich entwickelt. Die Offenheit und Flexibilität der Behörden war u.a. ein entscheidender Faktor, für die Ansiedlung von neuen Unternehmen in den Gemeinden und damit auch im Kanton. Ein wirtschaftsfreundliches Image gehört zu den guten Rahmenbedingungen und löst auch eine gewisse Sogwirkung aus.


Nur mit der Erhaltung und dem Ausbau bestehender sowie der Ansiedlung neuer Unternehmen können Arbeitsplätze geschaffen werden.


Ausbildungsziele:


Nach der Ausbildung sollten die kommunalen Wirtschaftsbeauftragten u.a.:


- Über die Anliegen des Gewerbes, der Industrie- und Dienstleistungsunternehmen im immer schnelleren Strukturwandel Bescheid wissen. Insbesondere über die geforderte Beschleunigung von Planungs- und Entscheidungsphasen.


- Zentrale Anlaufstelle innerhalb der Gemeinde für sämtliche Belange der bestehenden und neuer Unternehmen sein.


- Die Anforderungen an die Raum- bzw. Zonenplanung inkl. Groberschliessung als Vorbereitung für die problemlose Ansiedlung neuer Betriebe kennen.


- Als Koordinator innerhalb der Gemeinden und in Verbindung zu den kant. Fachstellen wirken können.


- Als Ansprechpartner im Informations- und Beziehungsnetz der Wirtschaftsförderung mitwirken können.


- u.s.w.


Teilnehmer: Bei den Koordinationsaufgaben und der Betreuung der Wirtschaft handelt es sich um eine absolute Chefsache! Daher sollten insbesondere Gemeindepräsidenten, Gemeinderäte und Gemeindeverwalter als Wirtschaftsbeauftragte ausgebildet werden.


Koordination: Eventuell genügt es, wenn die zuständigen kant. Stellen oder die Wirtschaftsförderung als Koordinator/Organisator auftreten und die regionalen Wirtschaftsorganisationen wie Gewerbeverband und Handelskammer sowie den Gemeindepräsidenten- und Gemeindeverwalterverband mit einbeziehen.


Auftrag: An den Regierungsrat in dieser Sache aktiv zu werden bzw. eventuell bestehende, geeignete Strukturen in diesem Sinne auszubauen.


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