Rechnung 1997
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-040 vom 24. Februar 1998
Amtsbericht 1997 des Regierungsrates
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
10 Kantonsspital Liestal
10.1 Organisation
Basierend auf der durch die Regierungen erstellten gemeinsamen Spitalliste BL/BS wurde der Bettenbestand für somatische Akutmedizin um 11 Betten auf neu 321 reduziert.
Die Installation einer neuen Steinzertrümmerungsanlage (ESWL), die grössere bauliche Anpassungen erforderte, konnte im Dezember der Urologischen Universitätsklinik beider Basel betriebsbereit übergeben werden. Sie soll als neues therapeutisches Angebot der ganzen Regio zur Verfügung stehen.
Der Universitätsrat hat im Rahmen des stufenweisen Vollzugs einer Strukturplanung zur stärkeren Integrierung des Kantons Basel-Landschaft in die universitären Aufgaben, die Medizinische Klinik des Kantonsspitals Liestal per 01.10.1997 als Universitätsklinik eingesetzt. Gleichzeitig wurde der Chefarzt PD Dr. med. Amadeus Rosenmund zum Professor für Innere Medizin ernannt.
10.2 Personelles
Das Jahr 1997 war geprägt von rasanten Veränderungen im Gesundheitswesen, deren Auswirkungen auf allen Stufen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürbar waren. Diese neue unbekannte Herausforderung stellte hauptsächlich an die Kaderangehörigen hohe Ansprüche und verlangte nach pragmatischen Lösungen. Dank einer überlegten und effizienten Personalplanung konnte das Ziel, den Stellenplan und das Lohnbudget optimal zu bewirtschaften, erreicht werden. Zu diesem Erfolg trugen sämtliche involvierten MitarbeiterInnen bei, die ihre Arbeitseinsätze jeweils flexibel der aktuellen Spitalauslastung anpassten und damit eine zukunftsgerichtete Personalführung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen ermöglichten.
Der Arbeitsmarkt entspannte sich 1997 in allen Berufssparten weiter. Die reine Personalbeschaffung fällt daher, mit Ausnahme von besonderen Kaderstellen, etwas leichter. Der Selektionsaufwand hat aber innerhalb Jahresfrist stark zugenommen. Die eingegangenen Bewerbungen auf ausgeschriebene Stellen haben sich erneut fast verdoppelt. Pro Ausschreibung waren durchschnittlich 120 Bewerbungsdossiers zu bearbeiten.
10.3 Leistungsausweis
| KSL-Statistik (nach H+) | 1996 | 1997 |
| Stationäre Patienten | 10 537 | 10 587 |
| Ambulante Fälle | 21 424 | 23 519 |
| Neugeborene | 730 | 723 |
| Pflegetage | 121 147 | 119 121 |
| Aufenthaltsdauer (mit Geriatrie) | 12,0 | 11,8 |
| Aufenthaltsdauer (Akutspital) | 9,6 | 9,6 |
| Bettenbelegung in % | |
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| - ohne gesunde Säuglinge | 80,7 | 83,5 |
| - mit gesunden Säuglingen | 79,8 | 82,2 |
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Rechnung 1996 | Rechnung 1997 |
| Station. Patienten | 10 537 | 10 587 |
| Anzahl Pflegetage | 121 147 | 119 121 |
| Total Aufwand | Fr. 97 590 783.82 | Fr. 99 563 844.05 |
| Ertrag | Fr. 62 550 661.85 | Fr. 62 982 876.00 |
| Aufwandüberschuss | Fr. 35 040 121.97 | Fr. 36 580 968.05 |
| Kosten: pro Fall |
Fr. 9 261.73 |
Fr. 9 404.35 |
| pro Pflegetag | Fr. 805.56 | Fr. 835.82 |
| Defizitanteil pro Pflegetag | Fr. 289.24 | Fr. 307.09 |
| Defizitanteil des Staates in % | 35,91 | 36,74 |
| Eigenfinanzierung % | 64,09 | 63,26 |
Bemerkungen zur Betriebs- und Investitionsrechnung
Das Betriebsergebnis schliesst insgesamt gegenüber dem Budget besser ab. Die Budgetverbesserung wurde infolge Minderaufwendungen bei den Löhnen und Sozialleistungen erzielt.
Der Vergleich zum Budget
Beim Personalaufwand inkl. Sozialleistungen ist ein Minderaufwand von Fr. 2 028 429.40 zu registrieren, vor allem dank eines überlegten Personalmanagements und aus Gründen der geringeren Teuerung. Beim Sachaufwand sind Mehrausgaben von Fr. 921 473.45 zu verzeichnen. Das Defizit ist damit um Fr. 509 031.95 weniger hoch ausgefallen als budgetiert.
10.4 Besonderes
Mit einem Festakt mit Aufrichtebaum, Richtspruch und Ansprachen wurde am 03. April auf Einladung des Hochbauamtes nach altem Brauch der Aufrichte, die Fertigstellung des Rohbaus des neuen Bettenhauses 2 gefeiert.
Mit der Einführung des KVG und bedingt durch die neuen Entwicklungen im Gesundheitswesen ändert sich das Umfeld der Spitäler sehr rasch. In dieser Situation hat das KSL mittelfristig seine strategische Position überprüft, auf Ebene Klinik wie Gesamtspital die strategische Ausrichtung festgelegt und mit der Implementierung begonnen.
Die Spitalleitung hat die klare Absicht, die Anstrengungen im Informatikbereich in den nächsten Jahren deutlicher auf die Unterstützung der medizinischen Dienstleistungen auszurichten. Aus dieser Zielvorstellung wurde ein Benutzer- und Betriebskonzept sowie ein Realisierungsplan erarbeitet und vorgestellt.