1998-60
Landrat / Parlament
Postulat: Betreuungsunterstützung in den Baselbieter Bezirksgefängnissen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arxhofes
Zur Übersicht Geschäfte des Landrates
Zur Systematischen Gesetzessammlung (SGS)
Zu Hinweise und Erklärungen
Autor: Peter Brunner, SD
Eingereicht: 19. März 1998
Nr.: 1998-060
Die Betreuungs- und Personalsituation in den Baselbieter Untersuchungsgefängnissen gleicht einem Pulverfass. Immer mehr Personen (vorallem aus ex-Jugoslawien) mit hoher Gewaltbereitschaft werden inhaftiert, während andererseits die Betreuungsbedingungen aufgrund der knappen Personalressourcen nicht mehr äquadat wahrgenommen werden können. Die Spirale der Frust und Gewaltbereitschaft steigert sich, so dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die Situation zu einer Überreaktion (auf beiden Seiten) führen kann. Während in den Baselbieter Bezirksgefängnissen ein Betreuer für bis zu 14 Untersuchungsgefangene zuständig ist, steht auf dem Arxhof pro Insasse mindestens eine Betreuungsperson zur Verfügung. Auch wenn diese Personalsituation nicht telquel miteinander vergleichbar ist, aufgrund der Spezialisierung und Fachkenntnisse dieser Betreuungspersonen und der unterschiedlichen Belegungsgrösse des Arxhofes, wäre ein flexibler Einsatz dieser Betreuungspersonen auch in den Bezirksgefängnissen sinnvoll und wünschbar. Einerseits könnte so die Personalplafonierung eingehalten, andererseits aber auch relativ rasch und flexibel auf die Bedürfnisse und Probleme in den Untersuchungsgefängnissen reagiert werden. Eine spezialisierte und flexible Betreuung könnte zudem mithelfen, das latente Konfliktpotential einzudämmen und für beide Seiten die unbefriedigende Situation zu entschärfen.
Ich bitte daher den Regierungsrat zu prüfen und zu berichten,
wieweit der Einsatz von Arxhof-Mitarbeiterinnen und -mitarbeitern bei der Bewältigung der zur Zeit angespannten Betreuungssituation in den Baselbieter Untersuchungsgefängnissen möglich und sinnvoll ist.
Back to Top