1998-174

Landrat / Parlament


Postulat: Direkte Verbindung mit dem öffentlichen Verkehr zum Bruderholzspital



Zur Übersicht Geschäfte des Landrates
Zur Systematischen Gesetzessammlung (SGS)
Zu Hinweise und Erklärungen

Autor: Andrea von Bidder, EVP (Stöcklin O., Weller (2)

Eingereicht: 17. September 1998


Nr.: 1998-174



Ich danke dem Regierungsrat für die Beantwortung der schriftlichen Anfrage betreffend Erschliessung des Bruderholzspitals mit dem ÖV (98/71). Die Bestätigung, dass das Bruderholzspital mit dem ÖV erreichbar bleiben muss, genügt mir allerdings nicht, wenn gleichzeitig festgehalten wird, dass eine Trennung der heutigen 37er Linie "zwingend" ist (wo auch immer). Nach meinem Ermessen ist eine direkte Verbindung aus der Stadt zum Bruderholzspital zwingend für alle älteren Spitalbesucherinnen und -besucher und solche mit Kindern und Kinderwagen, sei dies nun von der Schiff lände her oder vom Bahnhof SBB.

Gefreut hat mich die verbesserte Anbindung an die Regionalzüge in Muttenz, wodurch das Bruderholzspital vom oberen Kantonsteil her besser erreichbar werden wird.


Wenn ich von A nach B gelangen möchte, so messe ich der kürzest möglichen Wartezeit auf Bus oder Tram erste Priorität ein. Es ist für mich nebensächlich, ob ich dann in einem Trolley- oder Diesel- oder Gelenkbus transportiert werde. Für die meisten Passagiere sehe ich keine Verbesserung im Angebot, wenn längeres oder allenfalls zweifaches Warten und umsteigen dafür mit der Fahrt in einem Gelenkbus belohnt werden.


Ich bitte den Regierungsrat, zu prüfen und zu berichten


1) ob Gelenkbusse erforderlich sind und damit eine Trennung der 37er Linie wirklich zwingend ist.


2) ob Gelenkbusse in der heutigen Bottmingerschlaufe Oberhaupt wenden können und wie teuer ein allfälliger Umbau des Wendeplatzes zu stehen käme.


3) ob die Bedienung der 34-37er Linie mit der bisherigen Busgrösse im sechs oder 7 1/2 Minuten-Takt nicht die sinnvollere Verbesserung des Angebots wären als alle Umbauten und höheren Betriebskosten für die Gelenkbusse (Fr. 250'000.- für Haltestelle Bruderholzspital, ja nach Variante mehrere Fr. 100'000.- Mehrbetriebskosten, evtl. Umbau Haltestelle Bottmingen) und um wieviel teurer der 6- und der 7 1/2 - Minuten-Takt zu stehen kämen. (Aus den BLT-Berichten geht hervor, dass der 10er gewinnbringend betrieben wurde, nachdem die Frequenz erhöht und regelmässige Abfahrtszeiten eingeführt worden waren.)


4) ob die 63er Linie bei der Fahrt durch die bewohnte Giornicostrasse und im 15 Minuten-Takt nicht deutlich mehr Passagiere befördern würde als auf der Fahrt durch die unbewohnte Bruderholzstrasse. Damit wäre unter Umständen eine Trennung der 34/37er Linie beim Spital vertretbar.


Ich bitte zudem den Regierungsrat, zu berichten


5) über die in Diskussion stehenden Varianten einer Verbindung Bahnhof SBB Bruderholzspital. Bei der Aufstellung der möglichen Finanzierungsmodelle ist zu bedenken, dass im Vorortsbereich auch nicht-defizitäre Linien betrieben werden können. (10, 11)


Back to Top