1998-199

Landrat / Parlament


Postulat von Uwe Klein: Anstreben einer verstärkten Informatik-Kooperation zwischen den Gemeinden und dem Kanton



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Autor: Uwe Klein, CVP

Eingereicht: 15. Oktober 1998


Nr.: 1998-199




Vielen Gemeindeverwaltungen in unserem Kanton wird heute bewusst, dass die informatikeinrichtungen der Gemeinden dem Stand der Technik schwer hinterher hinken. Um den gestellten Anforderungen gerecht zu werden, müssen massive Finanzmittel eingesetzt werden. Ein zusätzliches Problem - nämlich die Erreichung der Jahrtausendfähigkeit - verschärft die Situation dramatisch.

Da die Kosten für die Aufrüstung, Wartung und den Unterhalt der EDV-Infrastrukturen unverhältnismässig hoch sind, ist aus meiner Sicht die Zeit gekommen, dass der Kanton (oder ein von ihm beauftragtes Unternehmen) eine kantonale Lösung anstreben sollte. Jedenfalls muss der Kanton aktiver werden und seine Dienste vermehrt den Gemeinden zu Verfügung stellen.


Es gibt fortschrittliche Gemeinden, die sich zusammen schliessen und gemeinsam eine EDV-Lösung suchen. Andere wiederum machen wie üblich den Alleingang, die einen sind dabei erfolgreich, die anderen haben sehr hohes Lehrgeld bezahlen müssen. Leider ist bei den Letzteren eine massive Zunahme zu erkennen.


Im heutigen Zeitalter der vernetzten Informationstechnologie sollten autonome Gemeinde-Informatik-Abteilungen der Vergangenheit angehören und von einem durch einen vom Kanton professionell betriebenen Zentralrechner abgelöst werden.


Der Markt bezüglich der Gemeindeapplikationen in der Schweiz ist einerseits wegen der kantonalen Gesetzeshoheit und andererseits wegen der kommunalen Spezifikationen, basierend auf den kantonalen Gesetzesvorgaben, relativ begrenzt. Die Entwicklung und die Wartung solcher Applikationen - insbesondere der Steuern und Gebühren durch den Lieferanten - führt unweigerlich zum Problem, dass diese die vielfältigen Gesetzes und Reglements-Mutationen nicht mehr oder nur noch mit einem unverhältnismässig grossen und finanziellen Aufwand in die Programmapplikationen einbringen kann. Über kurz oder lang werden sich solche überforderten Lieferanten aus dem Markt zurückziehen und die Kunden ihrem Schicksal überlassen.


Ich bitte den Regierungsrat zu prüfen und zu berichten


Ist er gewillt, eine wegweisende Funktion beim Informatik-Einsatz der Gemeinden zu übernehmen und ist er bereit, verbindliche Vorgaben betreffend der zu installierenden Hard- und Softwarekomponenten zu formulieren.


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