Universitäts-Kinderspital beider Basel

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1998-227 vom 3. November 1998


Universitäts-Kinderspital beider Basel


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





5. Das Projekt

5.1. Operationstrakt


Summarisches Raumprogramm

Baubeschrieb
Der Operationstrakt des UKBB befindet sich im Bereich der ehemaligen Notfall-OPS des KSB und schliesst an die neu erstellte Notfallstation an. Durch diese unmittelbare Lage können die Wundversorgungsräume der Notfallstation durch das UKBB-Operationsteam mitgenutzt werden. Die räumlichen Gegebenheiten der Notfall-OPS (septische Operationssäle) hingegen sind den Anforderungen der Spitzenchirurgie und -orthopädie anzupassen. Die hauptsächlichen Massnahmen umfassen:


- Vergrösserung eines Operationssaales (OPS 1)
Der OPS 2 und die Vorbereitungs- und Nachbehandlungsräume werden im heutigen Zustand belassen. Einzig in der Nachbehandlung OPS 2 werden neue Sanitär-Apparate installiert.


- Aufwachraum für 6 Betten mit separatem Büro und separatem Ausgussraum
Der Aufwachraum entsteht im Bereich alter Notfallstation und Verbindung zur neuen Notfallstation. Ein Teil des Raumes liegt im Neubaubereich. Es kann nicht auf die bestehende Bausubstanz zurückgegriffen werden. Ein kompletter Neueinbau ist die Folge.


- Büro, Aufenthaltsraum, Geräte- und Entsorgungsraum
Diese zusätzlichen Nebenräume innerhalb des Umbaubereichs sind neu zu erstellen und auszurüsten.


- Haustechnik
Die bestehenden Haustechnikinstallationen werden den neuen Anforderungen angepasst. Insbesondere sind in den beiden OPS die Lüftung (Raumluftklasse 1) und Elektroinstallationen (Raumelektroklasse 4) zu verbessern. Im Aufwachraum sind die Installationen entsprechend zu ergänzen.


- Medizintechnik
Für die medizintechnische Ausrüstung wie OP-Leuchten, Pendel und Balken, Röntgenapparate, Mobiliar usw. sind die entsprechenden neuen Anschlüsse vorgesehen. (Die Ausrüstung ist Teil des UKBB-Globalbeitrages.)


- Brandschutz
Gemäss den Anforderungen des Vollschutzes entsprechend wird der ganze Operationstrakt brandschutztechnisch nachgerüstet.




5.2. Kinderklinik


Schematische Zuteilung der Stationen

fett = neue Aufteilung UKBB // kursiv = bestehende Aufteilung Kinderklinik KSB




Summarisches Raumprogramm

Baubeschrieb
Die zusammen mit dem KSB erstellte Kinderklinik zeichnet sich durch eine klare Struktur aus. Die beiden leicht gegeneinander verschobenen Gebäudeteile sind in Zonen für Nebenräume, Korridor, Patientenzimmer und Balkon aufgeteilt. Die räumlichen Verhältnisse sind knapp bemessen und machen Anpassungen an eine funktionell überzeugende Lösung schwierig. Durch die Zusammenlegung der Kinderkliniken beider Basel und die damit verbundene Verlagerung der medizinischen Schwerpunkte sind jedoch einige Massnahmen unabdingbar.


Untergeschoss
- Die Personalgarderobe wird um einen Raum erweitert und entsprechend ausgerüstet. Die Lüftung wird in allen 3 Personalgarderoben angepasst.


- Ohne baulichen Anpassungen wird die erweiterte Physiotherapie im ehemaligen Kinderhort, der in die Personalwohnsiedlung umziehen wird, untergebracht.


- Altersbedingt muss die elektrische Unterverteilung ausgewechselt werden.


Erdgeschoss
- Auf der chirurgischen Bettenstation werden die bestehenden Baby-Badewannen in den Patientenzimmern demontiert, die entsprechenden Leitungen zurückgebaut, ein neues rollstuhlgängiges WC installiert sowie im Korridor die Wände neu gestrichen.


- In der Poliklinik entstehen durch Umnutzung von Büros zusätzliche Untersuchungszimmer, ein Schwesternstützpunkt und ein Wartezimmer. Die Anpassarbeiten beschränken sich auf die Ausbesserung der Wand- und Bodenbeläge sowie den Decken- und Beleuchtungsersatz im Wartezimmer.


- Der Ausgussraum wird mit neuen Sanitärapparaten inkl. Steckbeckenreiniger ausgerüstet.


- Das Sekretariat und der Empfang bleiben im heutigen Zustand bestehen.


1. Obergeschoss
- Auf der orthopädischen Bettenstation erfolgen praktisch die identischen Massnahmen wie auf der Chirurgie im Erdgeschoss. Das Bad wird jedoch vergrössert und als Folge das Personal-WC, zu Lasten des Lagers, neu installiert. Für den Einbau des rollstuhlgängigen WC müssen zusätzliche Wände gestellt und die Anschlüsse versetzt werden.


- Die gemischte Bettenstation wurde bis anhin als Privatstation des KSB (Erwachsene) betrieben. Die baulichen Anpassungen beschränken sich auf altersbedingte Auswechslungen von Elektroinstallationen sowie durch den Umbau der darüberliegenden Intensivstation bedingte Massnahmen an der Decke.


2. Obergeschoss
- Auf der pädiatrischen Bettenstation erfolgen die identischen Massnahmen wie auf der Chirurgie im Erdgeschoss.


- Die Intensivpflegestation (IPS) wird durch den Einbezug des vorgelagerten Balkons flächenmässig erweitert. Neu bietet sie 6 Kinder-IPS- und 4 Säuglings-IPS Plätze sowie 4 Kinder-Überwachungs- und 2 Säuglings-Überwachungsplätze an.


- Die Erweiterung der IPS hat den Abbruch und Neubau der Fassadenkonstruktion im Balkonbereich zur Folge. In den dahinterliegenden IPS-Zimmern werden Wandergänzungen, neue Deckenverkleidungen, Bodenbeläge und eine neue Beleuchtung nötig.


- Die Lüftung ist für die IPS genügend. Neben Erneuerungen von Elektroinstallationen sind für die medizintechnische Ausrüstung die entsprechenden neuen Anschlüsse vorgesehen.


Brandschutz
- Es ist vorgesehen, die Kinderklinik auf sogenannten Brandschutz-Vollschutz umzurüsten. Heute ist nur ein bedingter Teilschutz vorhanden.


- Der brandschutztechnische Vollschutz entspricht einem heute zeitgemässen Klinikstandard. Für Neubauten und grössere Umbauten im Spitalbereich ist der Vollschutz heute Vorschrift der Gebäudeversicherung. Für bestehende Bauten wird er empfohlen. Das KSB rüstet kontinuierlich alle Stationen auf Vollschutz um.


- Der Vollschutz umfasst die Anpassung der Lüftung (Kanalführung und Brandschutzklappen), sowie den Einbau von Brandmeldern vom 1. UG bis zum 2. OG und Anpassungen an den Steigzonen (nicht brennbare Verkleidungen). Da zur Sanierung der Lüftung im Korridor sämtliche Decken demontiert werden müssen, sind neue Deckenverkleidungen und neue Beleuchtungskörper vorgesehen.


Leitungssanierung
- Altersbedingt ist eine Teilsanierung der Abwasser- und Dachwasserleitungen, speziell von horizontal geführten Leitungen im Untergeschoss, vorgesehen.




5.3. Personalwohnsiedlung


Summarisches Raumprogramm

Baubeschrieb
Die drei Personalwohnhäuser wurden 1970 im Nordwesten des Spitals errichtet. Die Nachfrage nach Personalzimmern und -wohnungen ist in den letzten Jahren stark gesunken, so dass sie teilweise anderweitig bewirtschaftet wurden. Diese Tatsache lässt die Überlegung einer möglichen Umnutzung der Häuser sinnvoll erscheinen. Die Zusammenlegung der Kinderkliniken beider Basel hat eine Verlegung von Ärztebüros und entsprechenden Sekretariaten an den Standort Bruderholz zur Folge. Da eine Plazierung der Büros in Nähe der eigentlichen Arbeitsbereiche aufgrund der knappen Platzverhältnisse in der Kinderklinik nicht möglich ist, bietet sich eine Auslagerung dieser administrativen Tätigkeiten in das 4. - 6. Obergeschoss des Personalwohnhauses A an.


Als zwingende Massnahme zur Umnutzung der Personalzimmer in Büros ist eine entsprechende Bürobeleuchtung (Ständerleuchten) einzubauen. Zusätzlich werden drei neue Sitzungszimmer anstelle von Aufenthaltsräumen und Küchen eingerichtet und auf allen drei Geschossen die nötigsten Renovationsarbeiten an Boden- und Wandbelägen ausgeführt. Die EDV-mässige Vernetzung der Büros wird über den UKBB-Globalbeitrag abgedeckt.




5.4. Vebindungsweg


Baubeschrieb
Da praktisch alle Büroarbeitsplätze in der PWS untergebracht sind und die Patientenbetreuung und -behandlung in der Kinderklinik resp. dem Operationstrakt stattfindet, muss das UKBB-Personal mehrmals pro Tag in Spitalkleidung und mit Unterlagen bepackt den Weg zwischen der Kinderklinik und der PWS bei jeder Witterung rasch und sicher zurücklegen können. Mit einem direkten, gedeckten Verbindungsweg können die für das Personal erschwerten Bedingungen eines klinisch und administrativ getrennten Betriebes im Rahmen gehalten werden.


Heute besteht kein direkter Verbindungsweg zwischen der Kinderklinik und dem Personalwohnhaus A. Die bestehenden Fusswege sind rund 220 resp. 250 m lang und weisen eine beachtliche Höhendifferenz auf. Sie sind nicht überdacht und verbinden die beiden Gebäude nicht optimal.


Zwischen dem westseitigen Ende der Kinderklinik (Ebene 1. Untergeschoss) und dem Personalwohnhaus A wird ein neuer, direkter und überdachter Verbindungsweg von rund 90 m Länge erstellt, der bei der Kreuzung mit der Strasse unterbrochen wird.


Der neue gedeckte Verbindungsweg soll sich möglichst harmonisch in das bestehende Ensemble einfügen. Dabei hat er einem einfachen Sicherheitsstandard (Beleuchtung, Rutschgefahr) zu genügen. Das neue Element wird optisch zurückhaltend, mit zweckmässigen Materialien und in einer zeitgemässen Formgebung gestaltet. Dafür ist eine Metallkonstruktion vorgesehen.



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