Amtsbericht 1998 des Regierungsrates

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-040 vom 2. März 1999


Amtsbericht 1998 des Regierungsrates


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





6. Finanzen
6.1 Übersicht

Die Finanzverwaltung hat 1998 bereits das zweite Jahr mit einem Leistungsauftrag gearbeitet. Ausserhalb des "courant normal", der im Leistungsauftrag ausführlich dargestellt ist, sind besondere Aktivitäten zu erwähnen beim neuen Rechnungswesen, bei der Lohnabrechnung und -datenablage und bei der Finanzplanung. Im Rahmen der ausserordentlichen Aktivitäten werden Produkte optimiert oder Programme und Abläufe so geändert, dass der Normalbetrieb verbessert werden kann.

6.2 Neues Rechnungswesen
Die Finanzbuchhaltung ist mit einer neuen Programmversion auf eine stabilere Plattform gebracht worden; sie ist inzwischen praktisch in der ganzen Kantonsverwaltung eingeführt. Die weitere Verbreitung der Betriebsbuchhaltung hat mangels Fachpersonal vorübergehend eingestellt werden müssen. Die Vorbereitungen für eine Umstellung auf eine neue EDV-Systemarchitektur (sog. Client-Server) sind angelaufen; ein Sonderprogramm (Fakturierung, besonders entwickelt für drei Dienststellen) ist in der neuen Form in Betrieb.

6.3 Leistungsaufträge
Die Überarbeitung der Leistungsaufträge hat bei allen Dienststellen Änderungen bewirkt, die dem Regierungsrat vorgelegt wurden. Obwohl im Einzelfall kaum spektakulär, unterstreichen diese Änderungen doch die mittelfristige Leistungsausrichtung der Direktion.

6.4 Budget in neuer Form
Das Budget 1999 ist in neuer Form erstellt worden. Mit der neuen Struktur ist die Darstellung vereinfacht und übersichtlicher gestaltet worden, ohne dass Informationen entfallen sind.

6.5 Finanzplanmodell
Der bestehende Finanzplan ist wenig auf das makroökomische Umfeld abgestimmt. Simulationen von alternativen Entwicklungen auf kantonaler Ebene sind also schwierig vorzunehmen. Die geplante jährliche Steuerveranlagung mit Pränumerandobezug verändert die Ausgangslage für Steuerschätzungen drastisch. Deshalb wird von Dritten ein neues Finanzmodell erarbeitet, das auch mit dem Bund abgestimmt ist. Die Arbeiten verlaufen erfolgreich.

6.6 Optische Archivierung
Die zahlreichen Lohndaten werden nicht mehr auf Micro-Fichen und Papier, sondern neuerdings optisch archiviert. Damit wird Geld und Zeit gespart, und die gesetzliche Aufbewahrungsfrist wird weiterhin gewahrt.

6.7 Projekt Personal- und Lohnadministration
Die neuen Arbeitsverträge erfordern ein neues Administrationssystem. Ausserdem werden mehr Informationen im Personalbereich gefordert und benötigt. Aus technischen Gründen muss auch das Lohnabrechnungssystem modernisiert werden. Diese Absichten sind im Rahmen eines Gesamtprojektes integriert und dem Landrat zur Beschlussfassung vorgelegt worden. Die Vorbereitungen an der Umsetzung haben begonnen.

6.8 Jahr 2000-Problematik
Die Suche nach allfälligen Schwächen in elektronischen Systemen in bezug auf die Umstellung auf das neue Jahrtausend erfordert trotz schriftlicher Zusicherungen von Lieferanten genaueste Beobachtung. Es wurden deshalb umfangreiche Testszenarien z.B. für die Lohnapplikation ausgearbeitet.

6.9 Lohnschnittstelle
Bis anhin sind die Lohndaten zur Staatsbuchhaltung papiermässig übertragen und dort nochmals erfasst worden. Eine moderne Buchführung benötigt jedoch aktuelle Zahlen auf Kostenstellenebene. Deshalb ist zwischen der Lohnverarbeitung und dem Neuen Rechnungswesen eine elektronische Schnittstelle installiert worden. Diese erlaubt eine simultane Verbuchung in der Finanz- und der Betriebsbuchhaltung aller relevanten Tatbestände (Löhne, Spesen, Sozialabzüge etc.). Die Komplexität der Schnittstelle hat zu gewissen Verzögerungen bei der Verbuchung (nicht aber der Auszahlung) von Löhnen geführt.

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