Amtsbericht 1998 des Regierungsrates

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-040 vom 2. März 1999


Amtsbericht 1998 des Regierungsrates


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





8 Kantonsspital Bruderholz

8.1 Organisation

Mitte Januar 1999 nimmt die neue Notfallstation des Kantonsspitals Bruderholz (KSB) nach rund 500 Tagen Bauzeit ihren Betrieb auf. Die Bauarbeiten verliefen planmässig und speditiv. Das Projekt war höchst dringlich. Die Anzahl der Notfallpatientinnen und -patienten ist seit 1973 von rund 5'000 auf über 20'000 im Jahr 1998 angestiegen.
Das KSB hat aufgrund eines Landratbeschlusses vom 12. Dezember 1997 ein modernes Kernspintomographiegerät angeschafft und die dazu notwendigen baulichen Anpassungen vorgenommen. Das neue Gerät wird ebenfalls im Januar 1999 in Betrieb genommen.
Das Jahr 1998 stand im Zeichen der Vorbereitungsarbeiten für die Ausgliederung der Kinderklinik ins neue Universitäts-Kinderspital beider Basel (UKBB). Viel Zeit in Anspruch nahm die Planung der Zusammenarbeit mit der neuen Institution.

8.2 Personelles

Am 1. Februar 1998 trat Hans Kaufmann, lic. oec. HSG, die Nachfolge von Karl Huwiler als neuer Spitalverwalter des KSB an. Das Jahr 1998 war auch von ganz bedeutenden personellen Veränderungen im ärztlichen Dienst geprägt. Es fand ein eigentlicher Generationenwechsel statt:

1.1.98: Dr. Beat Ritter wird Chefarzt Rehabilitation / Akutgeriatrie.
1.4.98: PD Dr. Niklaus Friederich löst Prof. Werner Müller als Chefarzt Orthopädie ab.
1.6.98: Prof. Reto Krapf löst Prof. Hans Kummer als Chefarzt Medizin und PD Dr. Peter Rickenbacher Dr. Walter Streit als Leitender Arzt Kardiologie ab.

8.3 Leistungsausweis

Die Anzahl behandelter Patienten (Klinikaustritte) 1998 hat im Vorjahresvergleich leicht um 45 zugenommen (1998: 14'821, 1997: 14'776). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer konnte von 10,8 auf 10,2 Tage gesenkt werden (- 5,5 %). Die geplanten Pflegetage konnten hauptsächlich aus diesem Grunde nicht erreicht werden. Vom Rückgang der Pflegetage gegenüber dem Vorjahr entfallen 96 %, d.h. 8'890 Pflegetage auf die Verkürzung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer (14'821 Patienten a 0,6 Tage).
Die Ertragseinbusse konnte durch Kosteneinsparungen im Personal- und Sachaufwand sowie durch eine Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich teilweise kompensiert werden.
Die Patientenstruktur nach Versicherungsklassen hat sich nur geringfügig verändert.

Pflegetage:



9 Kantonsspital Laufen

9.1 Rechtsetzung

Als Folge des neuen Krankenversicherungsgesetzes (KVG) erfolgten verschiedene Anpassungen im Tax- und Tarifbereich sowie mit Berücksichtigung der Spitalliste bei den inbetriebstehenden Betten.
Das Krankenversicherungsgesetz erschwerte zunehmend den Kontakt zu den Versicherern und ergab viel zusätzliche administrative Arbeit.


9.2 Organisation

Im Bereich der technischen Hilfsmittel stehen wohl verbesserte Instrumentarien zur Verfügung. Es ist zu hoffen, dass der "Informatik-Hindernislauf" von Polymed über Pameda zu SAP innert weniger Jahre nun Stabilität garantiert. Vom Personal mussten zusätzlich viel geistige Beweglichkeit und Durchstehvermögen gefordert werden.


9.3 Personelles

In der Spitalleitung ergab sich ein Wechsel mit der Pensionierung des bisherigen Spitalverwalters Maurus Imark, dessen Wirken hiermit bestens verdankt ist. Seine Nachfolge trat am 1.4.1998 Martin J. Buser an. Im ärztlichen Bereich standen unverändert eine grosse Zahl von Belegärzten aus der Region sowie Spezialärzte zur Verfügung.


9.4 Leistungsausweis

Bei der Beurteilung der Kennziffern muss berücksichtigt werden, dass ein Bettenabbau von 10 % als Massnahme gemäss Spitalliste erfolgte, aber auch die Zahl der chronisch-kranken Patienten mit recht respektablen Aufenthaltszeiten zugenommen hat.


Bemerkungen zur Jahresrechnung und den Statistiken 1998:

Stabilität und Kontinuität sind zwei hauptsächliche Merkmale des Jahresergebnisses. Bei einem Vergleich mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass als Folge der neuen Spitalliste die Bettenzahl um 10 Einheiten oder 10 % reduziert werden musste.

Die durchschnittliche Bettenbelegung von 82,8 % ist (mit Berücksichtigung der Bettenreduktion) identisch zu beurteilen wie die 77,3 % des Vorjahres.

Die leichte Zunahme bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer ist Folge der Zunahme von geriatrischen Patienten.
Mit 1'763 stationären Patienten ist das Vorjahresergebnis beinahe erreicht, die Zahl der Pflegetage als Verrechnungseinheit hat um 1'799 Einheiten zugenommen, entspricht aber nicht der budgetierten Annahme.

Weiterhin dem Trend folgend hat die Zahl der Patienten mit Zusatzversicherung (1./2. Pflegeklasse) abgenommen, das bedeutet, dass rund 90 % der stationären Patienten nur noch grundversichert gemäss KVG sind.

An der Tax- und Tariffront bestehen unverändert Unsicherheiten, ergeben sich Konfrontationssituationen mit den Versicherern und zunehmend Erschwernisse für das Personal im Bereich der Fakturierung.

Mit der Einführung der neuen EDV-Anlage SAP (Standard-Anwendungs-Programme) als neues technisches Programm zur flächendeckenden Leistungserfassung darf angenommen werden, dass künftig vor allem auf der Ertragseite noch Verbesserungen möglich sind.

Bei einem Totalaufwand von Fr. 15'150'306.51 und einem Ertrag von Fr. 11'412'183.63 ergeben sich Fr. 3'738'122.88 Defizit.

Das bedeutet, dass die Eigenfinanzierung bzw. der Kostendeckungsgrad 75,36 % beträgt. Gesunken sind der Aufwand von Fr. 557.30 pro Pflegetag gegenüber dem Vorjahr von Fr. 578.54 sowie der Staatsbeitrag mit Fr. 137.50 gegenüber Fr. 139.75 (nach VESKA-Kontorahmen).


9.5 Besonderes

Die Spitalleitung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Unterstützung und stete Einsatzbereitschaft zum Wohl des Kantonsspitals Laufen und seiner Patientinnen und Patienten, für die häufig gewährte externe Unterstützung und Hilfestellung, das Vertrauen und die wiederum grosszügig erfolgten Spenden.

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