Amtsbericht 1998 des Regierungsrates

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-040 vom 2. März 1999


Amtsbericht 1998 des Regierungsrates


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





3 Fremdenpolizei

3.1 Allgemeines

Das Jahr 1998 war aus fremdenpolizeilicher Sicht erneut geprägt durch einen enormen Anstieg der Zahl von neuen Asylgesuchen um über 70% gegenüber dem Vorjahr. Hauptursache für diesen Anstieg war der Konflikt in der Bundesrepublik Jugoslawien (Kosovo). Aus den übrigen Staaten stieg die Zahl der Asylgesuche um rund 30% gegenüber dem Vorjahr. Der erneute Anstieg von Asylgesuchen machte eine personelle Verstärkung der Abteilungen Asylbefragungen und Wegweisungsvollzug erforderlich, wobei die Abteilung Asylbefragungen aus Platzgründen örtlich ausgegliedert werden musste. Der Konflikt in der Bundesrepublik Jugoslawien hatte auch einen Anstieg der Gesuche um Besuchsaufenthalt oder Familiennachzug zur Folge. Als zusätzliche Aufgabe übernahm die Fremdenpolizei von der Polizei Basel-Landschaft per 1. November 1998 die Ausstellung und Verlängerung von Grenzkarten.

3.2 Statistische Angaben

3.2.1 Asylbereich

Dem Kanton Basel-Landschaft wurden im Jahr 1998 insgesamt 1'492 (Vorjahr 856) asylsuchende Personen aus 50 verschiedenen Staaten zugewiesen. Im gleichen Zeitraum wurden die Asylgesuche von 723 (604) Personen aus 43 verschiedenen Staaten rechtskräftig abgeschlossen. 18 (61) Personen davon wurde Asyl gewährt, 78 (67) Personen erhielten eine ordentliche Aufenthaltsbewilligung unter einem anderen Rechtstitel, 63 (154) Personen (vorwiegend aus Sri Lanka, der Bundesrepublik Jugoslawien und aus Somalia) wurden durch den Bund vorläufig aufgenommen, 393 (217) Personen wurden infolge unbekannten Aufenthaltes aus der Kontrolle gestrichen. Von 171 (105) Personen, welche die Schweiz nachweislich verliessen, mussten 58 (21) Personen zwangsweise in den Heimatstaat zurückgeführt werden.


3.2.2 Übriger Bereich

Aufenthalter/innen


Niederlasser/innen


3.2.3 Verschiedenes
Im Berichtsjahr mussten 201 (162) Verfügungen (Verweigerung von Einreise- oder Aufenthaltsbewilligungen) erlassen werden. In 85 (69) Fällen wurde gegen den Verweigerungsentscheid Beschwerde beim Regierungsrat erhoben. 36 Personen mussten wegen Widerhandlung gegen fremdenpolizeiliche Vorschriften verzeigt werden. Bei 127 (77) Personen kam das Bundesgesetz über Zwangsmassnahmen zur Anwendung (76 Haftanordnungen, 28 Eingrenzungen, 23 Ausgrenzungen). Im Bereich Besuchsaufenthalte wurden rund 2'700 Einreisegesuche für insgesamt 3'400 Personen eingereicht und bearbeitet. 1'373 Personen mit Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung kehrten im Jahr 1998 definitiv in ihr Heimatland zurück. Am Jahresende betrug die ausländische Bevölkerung 44'831 (43'582) Personen (30'933 Niederlasser/innen, 10'148 Aufenthalter/innen, 2'990 Asylsuchende, 760 Personen mit vorläufiger Aufnahme).


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