Amtsbericht 1998 des Regierungsrates
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-040 vom 2. März 1999
Amtsbericht 1998 des Regierungsrates
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
5. Polizei Basel-Landschaft
5.1 Allgemeines
Die MitarbeiterInnen der Polizei Basel-Landschaft erarbeiteten und setzten im Berichtsjahr zahlreiche organisatorische, betriebliche und technische Anpassungen um.
Aufgrund der im letzten Jahr durchgeführten partiellen Änderung des Organigramms veranlasste die JPMD eine Überprüfung der polizeilichen Führungs- und Organisationsstrukturen durch einen externen Berater.
Zur Verbesserung der Fahndungs- und Aufklärungsarbeit zulasten der hochorganisierten kriminellen Szene konnte eine ständige Observationseinheit eingerichtet werden.
Aufgrund des auf den 1. April 1998 in Kraft getretenen Personalrechts mussten für sämtliche Polizeiangehörige individuelle Arbeitsverträge erstellt werden.
Die Sicherheitsabteilung 4 (Hochleistungsstrassen) konnte zur Erzielung einer wirtschaftlicheren und effektiveren Dienstabwicklung mit der Verkehrsabteilung in Lausen zusammengelegt werden.
Die Arbeiten zur Schaffung einer Verordnung zum Polizeigesetz wurden vorangetrieben und abgeschlossen.
Zur Eindämmung krimineller Aktivitäten in unserem Kanton wurden schwerpunktmässige Aktionen durchgeführt, welche wahrnehmbare Erfolge erbrachten.
Zur gegenseitigen Überprüfung der eigenen Aufbau- und Ablauforganisationen wurde zusammen mit der Kantonspolizei Schaffhausen ein Prüf- und Kontrollsystem umgesetzt.
Die Alarmzentrale nahm das neue Einsatzleitsystem in Betrieb. Die europäische allgemeine Notrufnummer 112 wurde eingeführt. Die bisherigen Notrufnummern für Polizei, Feuerwehr und Sanität bleiben während einer Uebergangsfrist noch weiterhin gültig.
Der Aufbau einer aussagekräftigen und aktuellen Kriminalanalysestelle wurde in Angriff genommen und teilweise vollzogen.
Eine Broschüre und ein Videofilm über die Polizei Basel-Landschaft konnte realisiert werden.
Am 16. Mai erfolgte im Nachgang zum Bezug der neuen Polizeiräumlichkeiten im Verwaltungsgebäude "Gutsmatte" in Liestal ein Tag der offenen Türe für alle Interessierten. Wegen des vom Publikum gegenüber der Polizeitätigkeit bekundeten grossen Besucherinteresses erstellte die Polizei danach ein Besucherkonzept.
Diverse Polizeiposten mussten aufgrund baulicher Mängel teilrenoviert werden.
Verschiedene personelle und materielle Massnahmen waren aufgrund der Durchführung der Polizei Fussball-Europameisterschaft im Kanton Basel-Landschaft und der Eishockey A-Weltmeisterschaft in Basel notwendig, um deren reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Im Rahmen des Nordwestschweizerischen Polizeikonkordates (PKNW) wurden verschiedene Rahmenbedingungen und Richtlinien bezüglich einer koordinierten Grund-, Aus- und Weiterbildung im kriminalpolizeilichen Sektor erarbeitet und festgelegt. Die Einführung einer zentralen konkordatseigenen Polizeischule ist Gegenstand vertiefter Abklärungen. Der Beschluss wurde getroffen, die Zusammenführung und Aufrechterhaltung von polizeilichen Sondereinheiten zu prüfen. Die Erzielung von Synergien auf anderen polizeilichen Sektoren (Datenverarbeitung, Kriminaltechnik, Statistik und Analyse) ist innerhalb des PKNW ständiges Traktandum.
Das gemeinsam beschlossene Konzept über den konkordatsweiten Einsatz von Polizeitauchern wurde vollzogen.
5.2 Verwaltungsabteilung
5.2.1 Personelles
Am 1. Januar waren bei der Polizei Basel-Landschaft 398 (397) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 12 Polizeioffiziere (Kommandant, 2 Vize-Kommandanten, 9 Abteilungsleiter), 21 Kommissare II, 72 Hauptinspektoren I, 255 polizeiliche Sachbearbeiter (Hauptinspektor II, Inspektor I - III), sowie 24 Angestellte ohne hoheitliche Funktionen. Hinzu kamen 14 Aspirantinnen und Aspiranten, welche am 1. Oktober in die einjährige Polizeischule eintraten.
8 MitarbeiterInnen versahen ein Teilpensum von mindestens 50%. Die Polizei Basel-Landschaft beschäftigte 57 Frauen, was einem prozentualen Anteil von 14% entspricht.
5.2.2 Grenzpolizei
Die Polizei Basel-Landschaft stellte vom 1. Januar bis 31. Oktober 1998 1'329 (1'596) Grenzkarten und 10 (39) Ausflugsscheine für den Grenzübertritt nach Deutschland aus. Zudem wurden 1'877 Grenzkarten verlängert. Per 1. November 1998 wurde diese Aufgabe der Fremdenpolizei übergeben.
5.3 Oeffentlichkeitsarbeit
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit war die Polizei Basel-Landschaft an 13 (12) Publikums- und Präventionsveranstaltungen vertreten. Planmässig wurde im Mai die Arbeit der Polizei am Tag der offenen Tür der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Der Informationsfilm und die Broschüre über die Polizei wurden realisiert. Die Mitarbeiterzeitung „piz" erscheint regelmässig. In der Gutsmatte wurden im Berichtsjahr 58 Besucherprogramme für insgesamt rund 775 Personen durchgeführt.
5.4 Technik
5.4.1 Informatik
Nach einer lebhaften und anspruchsvollen Aufbauphase der Informatik bei der Polizei Basel-Landschaft konnte zu Jahresbeginn das 5 Jahre dauernde Projekt abgeschlossen werden. Bei der Polizei Basel-Landschaft bestehen per Ende 1998 340 PC-Arbeitsplätze. Der Wechsel auf Windows NT 4.0 und dem Mail-Client Outlook wurde in der Gutsmatte (inkl. Schulungsraum) sowie der ganzen Sicherheitsabteilung 3 abgeschlossen. Dies entspricht knapp der Hälfte aller PCs. Durch den Systemwechsel mussten rund 40 PCs ersetzt werden, da die Hardware nicht mehr den Anforderungen von Windows NT entsprach. Mit dem Betriebssystem der PCs wurden auch die relevanten Server mit der neuen Software aufgerüstet und in der neuen Domäne integriert. Die Namenskonventionen wurden gemäss Konzept der kantonalen Verwaltung umgesetzt. Der PP Münchenstein wurde mit einer neuen Datenleitung direkt an das LAN des PS Reinach angeschlossen. Die technische Infrastruktur für die Spezialfahndung 2 wurde realisiert und ebenfalls in das Datennetz der Polizei Basel-Landschaft integriert. Der Aufbau der Radarzentrale erfolgte und ist seit anfangs Mai operativ. Der Austausch von Informationen per „Mail" zwischen der Polizei und der übrigen Verwaltung wurde gemäss Konzept realisiert und kann nun uneingeschränkt benützt werden. Der Zugriff auf das Intranet der Verwaltung besteht für Benützer von Windows NT. Die neue Version 2.80 vom Journal/Schriftgut ist nach einer längeren Testphase seit Oktober 1998 im produktiven Betrieb. Die Erfahrungen sind positiv. Vier Server wurden durch leistungsfähigere Modelle ersetzt. Die Applikation „Archiv" ist installiert und wird durch die ausgewählten Anwender getestet. Alle „Router" der Polizei Basel-Landschaft wurden softwaremässig auf den neusten Stand gebracht.
5.4.2 Telekommunikation
Das Berichtsjahr war insbesondere durch eine Reihe von Inbetriebnahmen, Abnahmen und damit verbundenen Garantiearbeiten geprägt. Im Bereich der Telefonie erfolgte die Abnahme der Teilnehmervermittlungsanlage (TVA) Gutsmatte. Ergänzend für einen gesicherten Betrieb der Telefonie konnten die Notschaltungen getestet und in Betrieb genommen werden. Die Vernetzung (QSIG) mit der Kantonalen Verwaltung wurde vorbereitet und der Alarmserver (DAKS) in Betrieb gesetzt. Gleichzeitig wurde das Personal geschult und die Stammdaten transferiert. An den Einrichtungen der Alarmzentrale sind die erforderlichen Anpassungen und Garantiearbeiten ausgeführt worden. Die notwendigen Instandhaltungskonzepte und Instandhaltungsverträge sind im Bereich Funk sowie Einsatzleitrechner mit allen Subsystemen technisch, organisatorisch und betrieblich erarbeitet bzw. abgeschlossen. Die neue Tunnelfunkanlage Belchen ist in Betrieb gesetzt und abgenommen worden. Zusammen mit dem Lieferanten wurde ein Update des Funksystems auf ein neues Software-Release durchgeführt. Zur Fehlerbehebung im Funk erfolgten gemeinsam mit den Lieferanten ausgedehnte Anwendertests, welche erfolgreich abgeschlossen werden konnten. In enger Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Funk-User werden in regelmässigen Sitzungen die betrieblichen Anforderungen behandelt und gemäss den Prioritäten der Realisierung zugeführt. Der Einbau der Funkgeräte in die Fahrzeuge der Polizei erfolgte nach Plan durch den Dienst Informatik/Telekommunikation. Bei den anderen Kommunikationssystemen erfolgte die Ausarbeitung des Natel-Konzeptes und seine Integration in das Gesamtkonzept der Polizei und die Integration der Kommunikations-Funktionen in das Einsatzleitsystem. Ebenfalls erfolgte die Inbetriebsetzung und Umschaltung der Alarmnet-Schnittstelle des Einsatzleitsystems sowie die Inbetriebnahme des Anschlusses der Sanität KSL für die Notrufnummer 112 an die Alarmzentrale. Die Vorbereitung der Anschlüsse für den Sammelschutzraum Liestal für Funk und Telefonie wurde durchgeführt. Das Pflichtenheft für die Ausschreibung, Evaluation und Beschaffung der Fahrzeugortung wurde erstellt. Die Vorbereitungsarbeiten zur Ausserbetriebsetzung des drahtgebundenen SMT-Alarmsystems und die Natel-Inhausversorgung Gutsmatte konnten ebenfalls durchgeführt werden. Das Projektmanagement hat sich eingehend mit der Behebung der Mängel unter Durchführung eines korpsweiten Anwenderrapportes und dem Support der Anwender in der Alarmzentrale bei der Einführung der Kommunikationssysteme befasst.
5.4.3 Raumbewirtschaftung
Im Bereich Bauten erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Hochbauamt die Überprüfung der Ausbaumöglichkeiten der Standorte Allschwil, Reinach, Aesch und Wenslingen. Die Sanierung des Polizeipostens Reigoldswil konnte im 3. Quartal abgeschlossen werden. Die Sanierung des Polizeipostens Diegten wurde Ende Jahr abgeschlossen und der Anbau wird im Frühling 1999 bezugsbereit sein. Im Verwaltungsgebäude Gutsmatte sind Betriebsanpassung im Schalterbereich und ein Hundezwinger für Polizeihunde im Garten geplant. Diverse Garantiearbeiten wurden erledigt, andere sind noch in Arbeit. Beim Autobahn-Polizeistützpunkt Werkhof A2 wurden Betriebsanpassungen im Zellenbereich vorgenommen. Die Realisierung geschützter Abstellplätze für sichergestellte Fahrzeuge, die Erneuerung und Erweiterung der Halle 4 vom Polizeistützpunkt Werkhof A2 in Sissach können voraussichtlich im Frühjahr 1999 dem Betrieb übergeben werden. Der Umbau des Polizeipostens Frenkendorf wurde Ende Juli 1998 abgeschlossen. Die Sicherheitsoptimierung im Polizeiposten und im Untersuchungsgefängnis in Arlesheim schreitet plangemäss voran. Diese Sicherheitsoptimierung wird termingerecht in den Wintermonaten 1998/99 ausgeführt und voraussichtlich im Frühling 1999 dem Betrieb übergeben.
5.4.4 Sachmittelbewirtschaftung
Die Sachmittelbeschaffung wurde mit der Arbeitsgruppe der Einkäufer des Nordwestschweizerischen Polizeikonkordat (NW-CH PK) koordiniert. In Zusammenarbeit mit dieser Arbeitsgruppe sind gemeinsam Pflichtenhefte für die Beschaffung von Waffen, Fahrzeugen und Schutzwesten erstellt oder bearbeitet worden. In vielen Beschaffungsfällen konnten untereinander zwischen den Einkäufern wertvolle Erfahrungen ausgetauscht werden. Die neu aufgebaute Sachmittelkommission bei der Polizei Basel-Landschaft hat ihre Arbeit im Mai 1998 aufgenommen und bis jetzt folgende Sachgeschäfte bearbeitet und koordiniert:
· Neue Arbeitsjacken für die Sondergruppen und die Kriminaltechnik
· Neue Unterziehschutzwesten für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
· Ersatzbeschaffung von Dienstwaffen mit Zubehör
· Neue Atem-Alcoholmessgeräte für alle Polizeistützpunkte und Polizeiposten
· Neue Sicherungs-Sets in den Einsatzfahrzeugen
· Ersatzbeschaffung von Feuerlöschern in den Einsatzfahrzeugen
· Neue Notfallsets in den Einsatzfahrzeugen
Der Einsatz der Sachmittelkommission und die Zusammenarbeit mit dem Nordwestschweizerischen Polizeikonkordat Arbeitsgruppe Einkäufer haben sich bei den komplexen Beschaffungen von Sachmitteln gut bewährt.
5.5
Ausbildung
Am 15. Dezember 1998 konnten drei Aspirantinnen und dreizehn Aspiranten des Lehrganges 1997/98 ihre fünfzehnmonatige Grundausbildung mit einer eindrücklichen Brevetierungsfeier in der Kirche von Laufen abschliessen. Nach einem umfassenden Auswahlverfahren mit über hundertfünfzig Bewerberinnen und Bewerbern, wurden am 1. Oktober 1998 sieben Aspirantinnen und sieben Aspiranten zu ihrer Grundausbildung einberufen.
Für das mittlere und obere Kader wurde im ersten Halbjahr eine Führungsschulung zum Thema „ Lösungsorientiertes Denken" und eine Schulung zum Thema „Sucht am Arbeitsplatz" durchgeführt.
Das Schweizerische Polizeiinstitut (SPI) bot, wie alle Jahre, diverse Kurse, Seminare und Schulungen an. Von der Polizei Basel-Landschaft konnten zwei Mitarbeiter den sechs Teile umfassenden Kurs für Polizeioffiziere abschliessen. Weitere vierzig MitarbeiterInnen des Korps haben verschiedene Aus- oder Weiterbildungsveranstaltungen des SPI besucht. Zwei Mitarbeiter konnten einen Lehrgang beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden und zehn einen Lehrgang bei der Landespolizeischule Freiburg i. B. absolvieren.
Für die Interventionsgruppe wurden insgesamt zwanzig Tagestrainings durchgeführt. Vier Mitarbeiter konnten den Grundkurs für Interventionseinheiten des PKNW in Aarau absolvieren.
Im Frühjahr und Sommer erfolgte für alle bewaffneten MitarbeiterInnen jeweils eine Schiessausbildung an der persönlichen Dienstwaffe.
Auch im 1998 wurden diversen MitarbeiterInnen Ausbildungsaufenthalte in anderen Polizeikorps ermöglicht.
5.6 Sicherheitsabteilungen
5.6.1 Gemeinwesenorientierte Polizeiarbeit
Das Leitbild "Polizei 2000" beinhaltet neben einem geänderten Selbstverständnis auch die Idee der gemeinwesenorientierten Polizeiarbeit (Community Policing). Die Probleme sollen gemeinsam angegangen werden. Polizei und Bevölkerung sind Partner. Durch das gemeinsame Angehen der Probleme und die verstärkte Transparenz der polizeilichen Tätigkeit soll das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und somit die Lebensqualität positiv beeinflusst werden.
1998 wurden folgende CP-Aktivitäten durchgeführt:
· Regelmässige Kontakte durch die Leiter der Sicherheitsabteilungen und die Leiter der Polizeistützpunkte und -posten mit den Gemeindebehörden
· Aktionen zur Verhinderung der Bildung einer offenen Drogenszene
· Quartierpatrouillen/Sektorenarbeit zur Kontaktpflege mit Quartierbewohnern und Geschäftsinhabern und Erhebung deren Sicherheitsbedürfnisse
· Zettelaktion „Quartierpatrouille" um Anwohner auf unsere Patrouillentätigkeit und allfällig festgestellte Mängel im Sicherheitsbereich aufmerksam zu machen
· Präsenz in öffentlichen Verkehrsmitteln / Zusammenarbeit mit Bahnpolizei
· Verstärkung der Zusammenarbeit mit der Gemeindepolizei
· Zweiradkontrollen in Schulen
· Pilotversuch mit Zweiradpatrouillen (Fahrräder und Roller)
· Schulung von Teilen der MitarbeiterInnen in Community Policing
5.6.2 Polizeiliche Dienstleistungen
Im Zusammenhang mit verschiedenen Delikten wurden insgesamt 1'152 (1'062) Personen angehalten, darunter waren 163 (176) polizeilich ausgeschrieben. Wegen verschiedener Widerhandlungen mussten 11'156 (10'237) Strafanzeigen und 6'791 (7'092) Polizeirapporte erstellt werden. Zudem wurden 1'275 (1'757) Verwarnungsrapporte erstellt und 5'830 (6'553) Velo/Mofa-Funde und Verluste sowie 1'952 (2'113) Verkehrsunfälle bearbeitet. Die MitarbeiterInnen der Sicherheitsabteilungen 1-3 fertigten 2'018 (2'200) Leumundsberichte an, erledigten insgesamt 35'211 (34'086) schriftliche Aufträge und führten 2'368 (1'928) Polizeitransporte aus. Daneben wurden viele Dienstleistungen (Schlichtung von Streitigkeiten und Konflikten, Hilfeleistungen etc.) erbracht, die statistisch nicht erfasst werden.
5.6.3 Zentraler Nachtdienst Sicherheitsabteilungen 1-3
Im Nachtdienst wurden 1'462 Requisitionen im Bereich SVG und 5'959 Requisitionen im Bereich StGB durchgeführt. U.a. wurden 542 Anhaltungen und 218 Blutproben vorgenommen.
5.6.4 Fahndung Sicherheitsabteilungen 1-3
Die Fahndungen der Sicherheitsabteilungen 1-3 bearbeiteten gesamthaft 764 schriftliche Aufträge; erstellten 1'215 Berichte sowie 328 Anzeigen.
Im Rahmen besonderer Ereignisse wurden die Fahnder der SichA 1-3 in Ermittlungsgruppen zusammen mit MitarbeiterInnen der Spezialfahndung eingesetzt.
5.6.5 Veranstaltungen
Verschiedene Grossveranstaltungen u.a. in der St. Jakobshalle, z.B. Eishockey-WM und Fussballspiele des FC Basel im St. Jakobs-Stadion sowie diverse andere Veranstaltungen im Kanton erforderten einen zeitlichen Gesamtaufwand von über 5'000 Arbeitsstunden.
5.6.6 Aktionen
Der Kanton Basel-Landschaft verzeichnet seit einiger Zeit ein hohes Aufkommen an Einbruch- und Ladendiebstählen sowie an Strassenkriminalität. Um diesem Umstand vermehrt Rechung tragen zu können, wurde mit der Operation „Wellenbrecher" in den Sicherheitsabteilungen ein Schwerpunkt gelegt.
Die Operation beinhaltet sowohl präventive wie repressive Aktivitäten und Massnahmen, wobei das Schwergewicht auf der Prävention liegt. Im Rahmen der Operation Wellenbrecher wurde im Oktober 98 u.a. ein spezielles Detachement gebildet, welches sich aus MitarbeiterInnen der Sicherheitsabteilungen, der Verkehrsabteilung und der Polizeischule zusammensetzte. Das Detachement war 3'750 Stunden im Einsatz. Flankierend zum Einsatz des Detachementes „Wellenbrecher" sind aufgrund der unterschiedlichen Lagebilder in den Sicherheitsabteilungen diverse Aktionen vorgenommen worden. Dabei fielen rund 1'300 Arbeitsstunden für zusätzliche Kontrollen und Überwachungen an. Im Gesamten wurden rund 700 Personenkontrollkarten erstellt, ca. 100 Anhaltungen vorgenommen und diverse Mobiltelefone sowie auch Bargeld sichergestellt. In diesem Zusammenhang wurde die Zusammenarbeit mit den Gemeindepolizeien, dem Grenzwachtkorps und auch der Bahnpolizei im Rahmen gemeinsamer Einsätze ausgebaut. Die Operation „Wellenbrecher" wird aufgrund ihres Erfolges im Jahre 1999 fortgeführt. In Zusammenhang mit der ausserordentlichen Lage im Asylbereich wurden die Kontakte zu den bestehenden Durchgangszentren intensiviert und den neu dazugekommenen Asylantenunterkünften hergestellt. Gleichzeitig erfolgte eine verstärkte Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen in den Gemeinden im Rahmen der Aktion bzw. Arbeitsgruppe "Trapesi".
5.6.7 Gefangenenwesen
Für Bewachungsaufgaben wurden 139 (142) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sicherheitsabteilungen bei 90 (89) Gerichtsverhandlungen während insgesamt 624 (563) Stunden eingesetzt. In den verschiedenen Polizeiposten und Stützpunkten waren 774 (518) Gefangene während 2'399 (1'344) Tagen inhaftiert. Für die Betreuung der Gefangenen zur Unterstützung des Betreuungspersonals der vier Bezirksgefängnisse wurden rund 5'700 Arbeitsstunden aufgewendet. Im übrigen hat die Direktion eine Projektstudie zum Gefangenenwesen in Auftrag gegeben.
5.6.8 Diensthunde
Im Berichtsjahr verfügte die Polizei Basel-Landschaft über 6 (8) einsatzfähige Diensthunde, 6 (3) Junghunde und 1 (1) Schutzhund / Rauschgiftspürhund. 5 (8) Diensthunde haben die Schweizerische Verbandsprüfung bestanden. 3 (3) Hundeführer absolvierten zudem die Nordwestschweizerische Polizei- und Zollhundeprüfung. 1 (4) Hund hat die Junghundeprüfung mit Erfolg bestanden und 2 (0) Junghunde haben den Eignungstest bestanden. Alle Prüfungen wurden mit sehr guten Resultaten abgeschlossen. An 26 (26) Übungen wurden die Tiere tagsüber und auch nachts für polizeitaktische Einsätze ausgebildet. Der jetzige Ausbildungsstand der Diensthunde kann als vorzüglich bezeichnet werden. Ein Schutz- und Rauschgiftspürhund wurden aus dem Dienst genommen. An diversen Veranstaltungen, wie Open Air-Konzerte, Fussballspiele aber auch im Zusammenhang mit Einbruchsmeldungen, Raubüberfällen, Suchaktionen, Kontrollen und Überwachungen etc. wurden die Hunde mehrmals eingesetzt. Ebenfalls wurden Demonstrationen vor Schulklassen und an Ausstellungen durchgeführt. 390 (465) Mal wurden die Hundeführer für praktische Einsätze aufgeboten. Im 1998 absolvierten zwei Hundeführer mit ihren Hunden einen Diensthundeführerkurs im Diensthundezentrum der Kantonspolizei Zürich.
5.7 Verkehrsabteilung
5.7.1 Dienste Verkehrsaufsicht 1 und 2
Im März 1998 wurde die Zusammenlegung der Sicherheitsabteilung 4 mit der Verkehrsabteilung Lausen realisiert. Im Zuge dieser Fusion wurden die Dienste Verkehrsaufsicht 1 und 2 gebildet. Zum gleichen Zeitpunkt wurde das neue Radarkonzept realisiert: auf der Autobahn A 2, im Bereich der Verzweigung Augst, wurde eine automatische Radaranlage in Betrieb genommen. Neu werden mobile Geschwindigkeitskontrollen in der Regel ohne Anhaltestelle durchgeführt.
Durch die Zusammenlegung der Verkehrsabteilung entstand eine neue Aufgabenteilung, so dass Zahlen der Vorjahresstatistik zum Teil nicht zum Vergleich herangezogen werden können.
Die Dienste der Verkehrsaufsicht 1 und 2, setzten täglich 1 bis 3 Doppelpatrouillen in einem 24-stündigen Schichtbetrieb für die Verkehrsüberwachung auf den Hochleistungsstrassen A2 Basel - Belchen, J18 Basel - Aesch, J2 Frenkendorf - Sissach sowie auf den Kantons- und Gemeindestrassen ein. Zur Unterstützung und Hilfeleistung der Sicherheitsabteilungen bei sicherheits- und kriminalpolizeilichen Aufgaben sowie bei Verkehrsunfällen wurden die beiden Dienste häufig beigezogen.
Für diese Überwachungs-, Requisitions- und Einsatzfahrten wurden 371'515 (259'952) Km zurückgelegt.
Bei 317 (376) Verkehrsunfällen auf der Autobahn A2 / J18 und J2 wurden die Rapporte erstellt und die technischen und fotografischen Tatbestandsaufnahmen vorgenommen. Auf Kantons- und Gemeindestrassen wurden bei 2 (9) Unfällen die Unfallfotos zuhanden der Unfallakten erstellt.
275 Stunden wurden für den Verkehrsdienst in Sissach, Löwenkreuzung, aufgewendet.
Die Unfallgruppe wurde zu 29 (13) Verkehrsunfällen für die technischen und fotogrammetrischen Tatbestandsaufnahmen angefordert. In 9 (2) Fällen musste die Tatbestandsaufnahme ausgewertet werden und in 20 (9) Fällen wurden Fotomappen erstellt. Nebst den genannten Verkehrsunfällen mussten durch die Verkehrsabteilung 1'427 (1'860) Polizei-Rapporte und 233 (445) Anzeigen erstellt werden (neu werden bei Geschwindigkeitsübertretungen ohne Anhaltestellen die Verzeigungen durch die Ordnungsbussenzentrale erstellt).
Die Verkehrsabteilung Sissach verkaufte 623 (772) Autobahn-Vignetten.
Die Waage im Werkhof Sissach wurde durch 6'900 (6'600) Fahrzeuge benutzt, wobei 321 (264) Wägungen ein Übergewicht von total 1'498 (1'242) Tonnen ergaben. Dabei wurde ein Bussenbetrag von Fr. 242'150.-- (Fr. 204'650.--) erhoben. Aufgrund der Mängelkarten wurden 1'075 (1'515) Motorfahrzeuge zur Behebung von Kleinmängeln kontrolliert. An 30 (77) Haltern musste eine gebührenpflichtige 2. Aufforderung zur Vorführung des Fahrzeuges verschickt und 40 (54) Fahrzeughalter mussten wegen der nicht durchgeführten Abgaskontrolle verzeigt werden.
18 (22) Vereinen und Organisationen wurden die Anlagen und Einrichtungen der Autobahnpolizei gezeigt, wobei die 286 (375) Teilnehmer auch über das Fahren und Verhalten auf der Autobahn aufgeklärt wurden. Den Radiostudios wurden für Verkehrssendungen Informationen über Staus und Verkehrsbehinderungen zugestellt.
Anlässlich 53 (44) fachspezifischer Kontrollen und Schwerpunktaktionen im ganzen Kantonsgebiet wurden gesamthaft 1070 (995) Fahrzeuge und deren Lenker überprüft, dabei mussten 99 (100) Verzeigungen und 169 (182) Ordnungsbussen erstellt werden. Zusätzlich wurden bei den aufgeführten Kontrollen 196 (181) technische Mängel an Fahrzeugen beanstandet.
Bei 396 (405) mobilen Geschwindigkeitskontrollen auf den Kantons- und Gemeindestrassen wurden 79'151 (80'993) Fahrzeuge gemessen. Davon mussten 10'424 (6'301) Fahrzeuglenker wegen Überschreitung der gesetzlichen oder signalisierten Höchstgeschwindigkeit verzeigt werden. (Ohne Anhaltestelle ist die Kontrollstelle weniger gut sichtbar, deshalb die gestiegenen Übertretungszahlen). Auf den Autobahnen wurden neben der automatischen Radaranlage zusätzlich 83 mobile Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Dabei mussten von 97'151 gemessen Fahrzeuge 6'734 verzeigt werden. Bei der automatischen Radaranlage im Verzweigungsgebiet A2/A3 in Augst wurden bei 59 Kontrolleinsätze gegen 13'539 Fahrzeuglenker Ordnungsbussen/ Verzeigungen erstattet. Mit den Patrouillenwagen, welche mit Geschwindigkeits-Aufzeichnungsgeräten ausgerüstet sind, mussten 75 (287) Geschwindigkeitsübertretungen geahndet werden.
Unsere neutralen ProViDa-Fahrzeuge waren während 179 Tagen 1'364 Stunden im verkehrspolizeilichen Einsatz, dabei wurden 763 FahrzeuglenkerInnen gebüsst. Daraus resultierten 191 Führerausweisentzüge, wovon 23 Ausweise an Ort und Stelle abgenommen wurden. Zusätzlich wurden die ProViDa-Fahrzeuge im kriminal- und sicherheitspolizeilichen Bereich eingesetzt. Das Lasergeschwindigkeitsmessgerät wurde an 70 verschiedenen Tagen, während total 103 Stunden eingesetzt, dabei mussten 367 Fahrzeuglenker gebüsst werden. Es wurde einen Bussenbetrag von Fr. 58'130.-- an Ordnungsbussen und Fr. 19'400.-- an Verzeigungen erhoben. Gegen 9 Lenker musste ein Verfahren eingeleitet werden.
Von den 4'239 (3'958) bewilligten Schwertransporten und Fahrten mit Ausnahmebewilligungen mussten 675 (465) polizeilich begleitet werden. Es wurden total Fr. 741'211.-- (Fr. 635'842.25) an Gebühren in Rechnung gestellt. Für Ärzte, Gehbehinderte und Gemeindeschwestern wurden 688 (504) Sonderbewilligungen für Parkierungserleichterungen ausgestellt. Ferner wurden 3 (3) Bewilligungen für motorsportliche Veranstaltungen (Roggenburg), sowie 48 (51) für radsportliche Veranstaltungen und 72 (69) Bewilligungen für diverse Anlässe ausgestellt. Bei verschiedenen Veranstaltungen, vor allem bei Radrennen, waren verkehrspolizeiliche Anordnungen und Einsätze notwendig. 24 (19) Fussballspiele in Muttenz, St. Jakob, erforderten grössere Verkehrsdiensteinsätze.
Die Untersuchungsbehörden von 19 (18) verschiedenen Kantonen und Amtsstellen stellten 59 (52) Rechtshilfegesuche bezüglich SVG spez. Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer, Verordnung über die technische Anforderung an Strassenfahrzeuge und der Vorschriften über den Transport gefährlicher Güter auf der Strasse (ARV/VTS/SDR/ADR). Zur Erledigung dieser Gesuche mussten die verschiedenen Geschäfte besucht und kontrolliert werden. 4 (8) Rechtshilfeersuchen sind an auswärtige Amtsstellen gestellt worden.
Ende Jahr wurden bei uns 28 (34) Taxihalterbetriebe registriert.
5.7.2 Ordnungsbussenzentrale
Bei der Ordnungsbussenzentrale wurden im Jahre 1998 20'494 (24'044) Ordnungsbussenbedenkfristzettel bearbeitet, dabei wurde ein Betrag von Fr. 1'157'000.-- (Fr. 2'578'000.--) eingenommen. (Betrag tiefer, da Radareinnahmen neu bei der Radarzentrale ausgewiesen werden).
In der neu gegründeten Radarzentrale wurden 30'697 Geschwindigkeitsübertretungen bearbeitet und ein Ordnungsbussenbetrag von Fr. 1'836'000.-- eingenommen. Verzeigungen im Betrag von 2'720'000.-- wurden an die Statthalterämter weitergeleitet.
5.7.3 VerkA Fahndung
Die Fahnder der Verkehrsabteilung führten mit Mitarbeitern der Verkehrsaufsicht 4 Grosskontrollen und 2 Fahndungsaktionen durch. Im Rahmen der ordentlichen Fahndungstätigkeit wurden 58 Personen angehalten, zusätzlich erfolgten 33 Einvernahmen. Verschiedene Gegenstände wurden beschlagnahmt darunter fallen, 18 Natels, 2 gefälschte Pässe, 2 Koffer verbotenes Propagandamaterial, 1 MP inkl. Munition, 1 Pistole, 104 Patronen, 3 Schlagstöcke und 4 verbotene Sprays Fr. 24'500.-- wurden z.H. der Statthalterämter oder Bundesamt für Flüchtlinge sichergestellt. 1 grösseres Zollvergehen wurde aufgedeckt. Bei verschiedenen Aktionen und Einsätzen wurde Unterstützungsarbeit zugunsten der KrimA geleistet.
5.7.4 Kleinschifffahrt
Der Bootsbestand betrug Ende Jahr 478 (475) Einheiten. 45 (49) Boote sind neu und 104 (98) nachgeprüft worden. Die praktische Prüfung für den Schiffsführerausweis haben 162 (156) Personen absolviert. 239 (214) Personen legten die theoretische Schiffsführerprüfung ab. Es wurden 269 (281) neue Schiffsführerausweise ausgestellt oder umgeschrieben. An Gebühren sind total Fr. 64'397.-- (Fr 67'312.--) in Rechnung gestellt worden. Mit dem Polizeiboot wurden 46 (55) Kontroll- und Übungsfahrten ausgeführt.
5.7.5 Dienst Verkehrstechnik
Die Betreuung und Aufsicht über die Baustellen, die Prüfung und Bearbeitung von Strassenkorrektionen, Um- und Neubauten, Innerortsausbauten, Radroutenprojekten etc., war auch 1998 ein wesentlicher Bestandteil der anfallenden Arbeiten im Dienst Verkehrstechnik. Bei zahlreichen Brückensanierungen, Tunnel- und Strassenbauvorhaben mussten die Projekte in Bezug auf die Markierung und Signalisation sowie die verkehrstechnischen Aspekte geprüft und während der Bauzeit überwacht werden. Im weiteren wurden verschiedene Eingaben der Bau- und Umweltschutzdirektion, von Gemeinden, Privaten, politischen Behörden etc. geprüft und bearbeitet.
Es wurden 643 (623) Augenscheine vorgenommen. Aufträge und Richterliche Verbote wurden 474 (426) bzw. 54 (64) bearbeitet. Baugesuche wurden 113 (61) überprüft und behandelt.
Für die Jahres-Unfallstatistik wurden bis am 29. Dezember 1998 1825 (2009) Verkehrsunfallrapporte bearbeitet und EDV-mässig erfasst. Die genauen Unfallzahlen für das Jahr 1998 können später aus der Jahres-Unfallstatistik entnommen werden. Im gleichen Zeitraum wurden 29 (29) Auswertungen über das Unfallgeschehen für externe und interne Stellen ausgeführt.
Um die verschiedenen Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes und der Verkehrsberuhigungsmassnahmen (u.a. Zonensignalisationen) zu bewältigen, benötigt der Dienst Verkehrstechnik einen enormen Zeitaufwand. Insbesondere die Prüfung und die Stellungnahmen zu den Umweltverträglichkeits- und Verkehrsgutachten, sowie den verkehrstechnischen Gutachten und Massnahmenplanungen i.S. Tempo 30 Projekten ist sehr zeitaufwendig. Neben den andern Aufgaben musste sich der Dienst im Laufe des vergangenen Jahres mit 4 (10) Umweltverträglichkeitsprüfungen und 6 (9) Tempo 30 Projekten in Form von Sitzungen, Besprechungen und Berichten etc. befassen.
5.7.6 Dienst Verkehrserziehung
Auch dieses Jahr wurde der Unterricht von 1 Verkehrsinstruktorin und 6 (5) Verkehrsinstruktoren der Polizei Basel-Landschaft durchgeführt. Unterstützung erfolgte durch einen Beamten der Gemeindepolizei Pratteln. Insgesamt wurden 304 (306) Kindergärten, 513 (367) Primar- sowie 365 (228) Real-, Sekundar-, Werkjahrklassen und Heime mit total 20'799 (15'357) Schülerinnen und Schüler erfasst. 2'669 (2'609) Kinder wurden bei der praktischen Verkehrsschulung (mit Velos im Ort) instruiert. An schulfreien Tagen und während den Schulferien wurden 10 (10) Ferienpass-Veranstaltungen und Verkehrsschulungen durchgeführt. In drei Gemeinden konnten wie im letzten Jahr 42 (45) Kinder und in einer Gemeinde 26 (26) Erwachsene als Schulpatrouilleure ausgebildet werden. Zusätzlich erfolgten 14 (19) Instruktionen und Vorträge für Erwachsene.
5.7.7 Dienst Administrativmassnahmen
Dieses Jahr sind 3634 (4200) Personen wegen Administrativmassnahmen nach dem Strassenverkehrsgesetz erfasst worden. Davon musste 1225 (1259) Fahrzeuglenkern der Führerausweis und 38 (50) Personen der Lernfahrausweis entzogen werden. Sicherungsentzüge auf unbestimmte Zeit wurden 142 (133) angeordnet. 189 (213) Entzüge erfolgten wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand ohne Unfall, 138 (154) wegen Verursachen eines Verkehrsunfalles in angetrunkenem Zustand, 46 (46) wegen Alkohol- oder Drogensucht und 469 (423) wegen Geschwindigkeitsübertretungen. 1115 (1258) Automobilisten wurden verwarnt, davon 799 (834) wegen Geschwindkeitsüberschreitungen. Dazu kamen 32 (63) Fahrverbote für Motorfahrräder und Fahrräder sowie 406 (621) Aberkennungen von ausländischen Führerausweisen.
In 19 (41) Fällen wurde die Abgabe des Lernfahrausweises verweigert. 19 (46) Gesuche um Wiederzulassung als Verkehrsteilnehmer wurden abgewiesen und 131 (152) Bewerber erhielten die Fahrbewilligung nur auf Zusehen hin. Ferner sind 21 (18) Führernachprüfungen, 38 (50) verkehrspsychologische Eignungsuntersuchungen und 145 (185) ärztliche Untersuchungen sowie 116 (113) medizinische Auflagen angeordnet worden. 39 (36) AutolenkerInnen, welchen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand der Führerausweis auf längere Zeit entzogen wurde, meldeten sich zum freiwilligen Alkoholtest und 29 (34) haben diesen bis Ende Jahr erfolgreich bestanden. Zudem besuchten 138 (151) Personen den Verkehrsunterricht "Trinken und Fahren" für alkoholauffällige Motorfahrzeuglenker bei der Beratungsstelle für Alkoholprobleme und konnten somit von einer Kürzung der Entzugsdauer von einem bis drei Monate profitieren.
Im weiteren wurden 207 (269) Personen schriftlich informiert, dass die gegen sie eingegangenen Verzeigungen/ Verurteilungen im Hinblick auf eine spätere Verweigerung des Lernfahr- und Führerausweises auf die Dauer von zwei Jahren aufbewahrt werden. 2376 (3128) Geschäfte wurden bearbeitet die keine Administrativmassnahme erforderten und an ausserkantonale Amtsstellen ergingen 2052 (1572) Anträge zur Einleitung von Massnahmen. Als Korrespondenz an Betroffene und Anwälte sind 2102 (2233) Schreiben verfasst worden.
5.8. Kriminalabteilung
5.8.1 Kriminaltechnik
Gesamthaft wurden in 1'577 (1'649) Fällen kriminaltechnische Untersuchungen vorgenommen und z.T. fotografische Aufnahmen erstellt.
Der Hauptteil der Spurensicherungen bei Einbruchdiebstählen bezog sich auf 360 (569) Geschäfts- und 604 (533) Wohnungen/Einfamilienhäuser. An 137 (200) Tatorten wurden 431 (457) Finger- und Handflächenabdruckspuren gesichert. Davon konnten 101 (92) Spuren identifiziert und in 33 (35) Straftaten 35 (41) Täter daktyloskopisch überführt werden. Bei 82 (124) Personen wurde durch das daktyloskopische Beweisverfahren die Identität überprüft. Dem Bundesamt für Polizeiwesen in Bern wurden 604 (429) Finger- und Handflächenabdruckbogen überwiesen. Bei 18 (22) Verkehrs- und 5 (6) Betriebs-/Arbeitsunfällen, 20 (18) Sicherheitsgefährdungen, 13 (13) Raubdelikten wurden technische und mikroskopische Untersuchungen vorgenommen. Kriminaltechnische Abklärungen erfolgten bei 1 (0) Tötungsdelikt, 1 (2) Tötungsversuch und 7 (4) schweren Körperverletzungen. Von 104 (98) Todesfällen untersuchte die Kriminaltechnik 93 (75) Fälle, wovon bei 36 (23) Todesfällen eine aussergewöhnliche Ursache und bei 57 (52) Todesfällen Selbsttötung vorlagen. Zudem wurden bei 2 (6) Selbsttötungsversuchen Abklärungen durchgeführt.
In 145 (152) Brandfällen wurden Ermittlungen vorgenommen. Bei 140 (141) Brandausbrüchen konnte die Ursache abgeklärt und bei 34 (26) fahrlässig oder vorsätzlich verursachten Bränden wurde die Täterschaft ermittelt.
In 58 (52) mikroskopischen Abklärungen führten 35 (38) Fälle zu einem positiven Ergebnis. Ermittelt wurden 3 (4) Täter.
38 (27) Hand- und Maschinenschriften-Untersuchungen ergaben in 33 (19) Fällen positive Befunde. Es wurden 4 (2) Täter ermittelt. Von 105 (53) untersuchten Ausweispapieren erwiesen sich 19 (17) als gefälscht.
Für die Verbrechensverhütung wurden 224 (151) Beratungen vorgenommen und anlässlich von 14 (5) öffentlichen Informationsveranstaltungen wurden Verhaltens- und Sicherheitsmassnahmen vermittelt. An 25 (21) Tatorten wurden Diebesfallen/Alarmanlagen eingerichtet. Aufgrund dieser Massnahmen konnten 6 (10) Täter ermittelt und 24 (30) weitere Straftaten abgeklärt werden.
Für Fall- und Ereignisdokumentationen wurden für alle Abteilungen und Dienste 28'066 (26'205) Farb- und 9'288 (10'555) Schwarzweissfotos erstellt resp. kopiert.
Zudem sind 357 (395) Spezial- und Ergänzungsaufträge bearbeitet worden.
5.8.2 Spezialfahndung
Bei 1 (0) Tötungsdelikt konnte bis heute die Täterschaft nicht eruiert werden. Im weiteren kam es zu 1 (0) Tötungsversuch, bei dem die Täterschaft verhaftet werden konnte. Dazu kommen 7 (12) schwere Körperverletzungen, wovon bei 1 (4) Delikt die Täterschaft bekannt ist. Von 37 (53) Raubüberfällen konnten 6 (17) Fälle geklärt und die Täterschaft überführt werden. Insgesamt 17 (22) Entreissdiebstähle wurden zur Anzeige gebracht. Leider konnte in keinem Fall die Täterschaft ermittelt werden. Einbruchdiebstähle und Einbruchdiebstahlsversuche in Ein- und Mehrfamilienhäuser, Geschäfte und Fabriken wurden insgesamt 2'325 (2'332) verübt; in 184 (189) Fällen konnte die Täterschaft ermittelt werden. Von 105 (63) Sexualdelikten, (12 (11) Vergewaltigungen, 2 (1) Schändung, 16 (14) sexuelle Handlung mit Kindern, 11 (5) sexuelle Handlungen vor Kindern, 0 (3) sexuelle Nötigung, 20 (29) Exhibitionismus), konnten 19 (14) Fälle geklärt werden. Fahndungsaufträge (Hausdurchsuchungen, Alibiüberprüfungen, Konfrontationen, Tatortbegehungen, Überwachungen, Videoauswertungen und andere Requisitionen, auch ausserkantonale) wurden 1998 insgesamt 2'875 (2'920) durch die Spezialfahndung und den Fahndern der Sicherheitsabteilungen 1-3 und Verkehrsabteilung erledigt. Mit grossem Zeitaufwand wurden gegen 12 (10) Aufträge im Bereiche der Wirtschaftskriminalität bearbeitet. Zudem wurden total 972 (1'150) Waffenerwerbsscheine, davon 103 (80) an Ausländer, abgegeben. 8 (21) Gesuche mussten abgelehnt werden. An Sammler wurden für den Kauf von Seriefeuerwaffen total 50 (62) Bewilligungen erteilt. 34 (38) Personen mussten wegen Waffen- oder Sprengstoffdelikten verzeigt werden. Für pyrotechnische Gegenstände wurden 7 (6) Erwerbsscheine ausgestellt. 5 (10) Gesuche für Sprengausweisbewerber wurden behandelt. Gegen 10 (67) Personen erfolgte Anzeige wegen Übertretung des Lotteriegesetzes. 36 (21) Anzeigen gingen bei uns wegen Falschgelddelikten und Inumlaufsetzung von Falschgeld ein, in 7 Fällen konnte die Täterschaft ermittelt werden.
5.8.3 Drogenfahndung
Wegen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel wurden im Jahre 1998 1156 (720) Ermittlungen geführt. Es erfolgten 139 (77) Anhaltungen oder Verhaftungen, in 61 (39) Fällen wurden Haussuchungen durchgeführt. In 160 (167) Fällen wurden Betäubungsmittel sichergestellt. An die zuständigen Statthalterämter oder ausserkantonalen Amtsstellen wurden 459 (519) Personen, 407 (459) Männer und 52 (60) Frauen wegen Drogendelikten zur Anzeige gebracht. Es handelte sich um 323 (388) SchweizerInnen und 136 (131) AusländerInnen. Bei den AusländerInnen waren es 63 (30) Ex-JugoslawInnen, 23 (32) ItalienerInnen, 8 (13) FranzösInnen, 3 (16) TürkenInnen und 39 (40) Personen aus verschiedenen anderen Staaten. 382 (211) Drogenkonsumenten wurden dem Kantonsärztlichen Dienst des Kantons Basel-Landschaft gemeldet. Einbrüche in Arztpraxen war 1 (1) zu verzeichnen. Im Jahre 1998 sind 4 (5) Personen, 0 (0) Frauen und 4 (5) Männer, wegen Drogenkonsums verstorben.
Im Verlaufe des Jahres 1998 wurden insgesamt ca. 7 Kg Heroin, ca. 2 Kg Kokain sowie ca. Fr. 700'000.- sichergestellt.
5.9 Informationsabteilung
Im Bereich Medienkontakte bediente die Informationsabteilung je nach Ereignis 72 (72) Presseagenturen inkl. Radios mit aktuellen Meldungen. Insgesamt wurden 297 (417) Pressebulletins über Verkehrsunfälle, Brände, Chemieereignisse, Bau- und Arbeitsunfälle, Havarien und Radsportanlässe verbreitet. Zur Ausstrahlung von Verkehrs- und Vermisstmeldungen sowie anderen Fahndungszwecken wurde je nach Bedarf Radio DRS (Regionaljournal Basel), zwei Lokalradios und das Schweizer Fernsehen DRS eingesetzt. In 4 (1) Fällen wurde in Verbindung mit dem zuständigen Statthalteramt zur Pressekonferenz eingeladen.
Der Bereich Ausschreibung Personen ordnete 201 (181) Ausschreibungen und 101 (47) Revokationen im automatischen Fahndungssystem RIPOL an. Dazu wurden 577 (427) regionale RIPOL-Personenfahndungen aufgegeben und 366 (126) revoziert. Aus Heimen und Kliniken entwichen 207 (213) Personen, 54 (76) Personen wurden als vermisst gemeldet und entsprechend ausgeschrieben.
Der Bereich Ausschreibung Sachen klassifizierte und registrierte im System ABI 9922 (8107) Anzeigen, davon erforderten 313 (31) Straftaten eine Ausschreibung im RIPOL-4.
Der Bereich Ausschreibung Fahrzeuge verbreitete 226 (238) Personenwagen- und 70 (69) Motorraddiebstähle bzw. Entwendungen zum Gebrauch. Insgesamt konnten 191 (208) Autos und 46 (60) Motorräder aufgefunden werden. 51 (58) im Ausland entwendete Autos und Motorräder mit Standort Basel-Landschaft wurden zur Fahndung ausgeschrieben. 55 (61) Auto- und 10 (3) Motorraddiebe konnten ermittelt werden. In der Kategorie Motorfahrräder kamen 347 (390) Diebstähle bzw. Entwendungen zum Gebrauch zur Anzeige. 212 (285) Fahrzeuge konnten aufgefunden und 27 (41) Täter ermittelt werden. Schliesslich konnten von 3602 (3141) gestohlenen oder zum Gebrauch entwendeten Fahrräder 1592 (1813) beigebracht und 44 (40) Täter zur Rechenschaft gezogen werden. 640 (780) herrenlos aufgefundene Fahrzeuge wurden freihändig verwertet und erbrachten einen Bruttoerlös von Fr. 36'649.50. (Fr. 31'401.--) Widerrechtliche Aneignungen von Kontrollschildern aller Kategorien wurden 3502 (3635) zur Anzeige gebracht, Verluste wurden 840 (942) gemeldet und im RIPOL ausgeschrieben.
Von der Alarmzentrale wurden für 81 (72) Gemeinden in 886 (574) Requisitionen die zuständigen Feuerwehren aufgeboten. Mit 480 (497) Kontrollanrufen wurden die Alarmierungssysteme der Gemeinden auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft. Bei 930 installierten Brandmeldeanlagen wurden Funktionskontrollen vorgenommen.