Amtsbericht 1998 des Regierungsrates

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-040 vom 2. März 1999


Amtsbericht 1998 des Regierungsrates


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





3 Schulpsychologischer Dienst

3.1 Allgemeines

Auffallend ist der Rückgang der Anmeldungen zu persönlichen Beratungsgesprächen. Die Gründe dafür liegen in den häufigeren schulbezogenen Interventionen.

So sank die Zahl der Anmeldungen einzelner Schülerinnen oder Schüler auf 2Ô055 (2'175. Das Verhältnis der Anmeldungen zwischen Buben und Mädchen lag bei ca. 3 zu 2. Am häufigsten meldeten in dieser Reihenfolge Lehrkräfte, Kindergärtnerinnen und Eltern zum Zwecke der Beratung an. Bekanntlich kann ein Kind nur mit elterlichem Einverständnis gemeldet werden. Erstmals haben direkte Anmeldungen von Eltern jene der Therapeutinnen überstiegen. 1Ô489 (1'611) und damit 80% aller Anmeldungen stammten aus der Primarschule. Eingeschlossen sind die 367 (353) Meldungen aus Kindergärten. In der Primarstufe waren die Anmeldungen aus den 4.Klassen am häufigsten. In der Oberstufe stammten Anmeldungen tendenziell häufiger aus der Realschule und häufiger aus den unteren Jahrgängen.

Die pädagogisch-therapeutischen Massnahmen waren mit 557 (629) am häufigsten. Es handelte sich um Legasthenie- oder um Dyskalkuliestunden für einzelne Kinder. 343 (309) suchten eine Einschulungsberatung im Zusammenhang mit Fragen zu Schulreife, Eintritt in EK oder vorzeitiger Einschulung. Es wurden 247 (307) Übertritte in Kleinklassen (exkl. EK) beantragt. 199 (198 ) Anmeldungen führten zu Klassenübertritt oder Repetition. In 350 (405) Fällen wurde durch den SPD ohne zusätzliche externe Massnahmen beraten. In 60 (77) Situationen wurden die Betroffenen länger und intensiver betreut. Schliesslich erfolgten 188 (155) Überweisungen an andere Stellen oder an spezifische Fachleute der Medizin, Psychiatrie, Logopädie etc. zur weiteren Abklärung oder zur Behandlung. Die Zahl der Fördergruppen wurde auf total 233 (192) erhöht. Damit waren 705 (600) Kinder der Primarschule in einer Fördergruppe. Solche Gruppen arbeiten in den Schulhäusern unter Leitung von Förderlehrkräften. Die Gruppen nehmen in der Regel 2 bis 4 Kinder derselben Schulklasse auf. Die spezielle Förderung der Kinder wird in Zusammenarbeit zwischen Lehrperson, Förderlehrperson und Schulpsychologie vorgeschlagen und von der Schulpflege entschieden.

3.2 Spezielles

Die beiden Kreisstellen haben je eine teamweise Supervision. Diese Kontrollarbeit dient der Sicherung der Qualität der Arbeit, indem spezielle v.a. komplexere Beratungsfälle exemplarisch analysiert werden. Sie dient aber auch der Möglichkeit, organisatorische Fragen zu regeln oder persönlichen Belastungssituationen in der Kreisstellen zu begegnen.


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