INTERREG I-Programm ?Oberrhein Mitte-Süd" / Schlussbericht

Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-090 vom 20. April 1999


INTERREG I-Programm „Oberrhein Mitte-Süd" / Schlussbericht


Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen





2.2 Projekte

Um die zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel (insgesamt EURO 9,413 Mio) fristgerecht (Fristablauf für die Mittelbindung Ende 1993) voll ausschöpfen zu können, wurden vom Begleitenden Ausschuss neben einer 1. Tranche von Projekten, eine 2. und 3. Tranche von Projekten in das INTERREG I-Programm aufgenommen. An der ersten Tranche beteiligte sich der Kanton Basel-Landschaft an neun und an der zweiten und dritten Tranche an sechs weiteren Projekten. Letztere Projekte sind, soweit nötig, durch entsprechende Regierungsratsbeschlüsse abgedeckt.
Nachfolgend soll auf Sach- und Finanzstand der einzelnen Projekt eingegangen werden.

2.2.1 Projekte der 1. Tranche mit Beteiligung des Kantons Basel-Landschaft
Die hauptsächlichen Kofinanzierungsanteile betreffen die Projekte der 1. Tranche. Diese Projekte wurden vom Begleitenden Ausschuss bereits am 27.9.1991 und vom Landrat des Kantons Basel-Landschaft am 19.10.1992 verabschiedet (vom Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt am 16.9.1992).
Dabei handelt es sich um folgende trinationale Projekte:
- INFOBEST Palmrain
- Freiraumkonzept
- Touristenführer Oberrhein
- Förderung Centre de Management
- Regio Wirtschaftsstudie
- Studie trinationale Ingenieurausbildung
- Eurorhin Marketingstudie
- Potentialerhebung Flughäfen
- Studie Institut kardiologische Rehabilitation

2.2.1.1 INFOBEST PALMRAIN (Programmlinie „Grenzüberschreitende Zusammenarbeit")
INFOBEST ist eine Anlaufstelle für öffentliche und private Stellen, welche Information und Beratung (4) zu Fragen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit benötigen. INFOBEST bietet auch administrative Sekretariatsfunktionen für grenzüberschreitende Kooperationsgremien nach entsprechender Mandatierung und in Arbeitsteilung mit den INFOBEST-Büros in Kehl (D), Lauterbourg (F) und Vogelgrun bei Breisach (F). (5)
INFOBEST gilt als eines der „Vorzeigeprojekte" des INTERREG-Programms, dementsprechend wurde es nicht nur für die Jahre 1993-1995 im Rahmen von INTERREG I, sondern auch für die Jahre 1996-1998 im Nachfolgeprogramm INTERREG II von der EU (6) unterstützt.
Weiter hat der Landrat mit Beschluss Nr. 98/138 vom 15. Oktober 1998 für INFOBEST einen Staatsbeitrag in der Höhe von CHF 228'000.-- für die Jahre 1999-2001 bewilligt.
Im Februar 1995 wurde vereinbarungsgemäss die letzte Rate in der Höhe von EURO 28'000 bzw. CHF 44'730.-- ausbezahlt. Insgesamt hat der Kanton Basel-Landschaft EURO 77'000 bzw. CHF 124'724.-- an INFOBEST bezahlt, wovon infolge sorgfältiger Haushaltführung im Jahr 1996 wiederum EURO 18'705 bzw. CHF 30'120.-- nicht beansprucht und entsprechend zurückgezahlt wurden.

2.2.1.2 Freiraumkonzept (Programmlinie „Raumordnung und Umwelt")
Beim Freiraumkonzept handelt es sich um ein grenzüberschreitend erarbeitetes ganzheitliches Konzept zur Konfliktbewältigung im Spannungsfeld zwischen schützenswerten Ressourcen bzw. Flächen einerseits und Standortbedürfnissen für Wirtschaft und Siedlung andererseits als Entscheidungsgrundlage für den Bereich Oberrhein Mitte-Süd. (7)
Mit dem gemeinsamen Freiraumkonzept wurden vergleichbare statistische Raumordnungs-Daten einheitlich erfasst und ein koordiniertes Kartenwerk zu Naturräumen, funktionellen Einheiten und wasserrelevanten Daten für das Oberrheingebiet erstellt. Die Studie wurde der Oeffentlichkeit an einer Presseveranstaltung im August 1994 vorgestellt. Das im Ergebnis gewinnbringende Projekt war in der Abwicklung leider sehr schwerfällig.
Die letzte Rate in der Höhe von EURO 3750 bzw. CHF 6'150.-- wurde im Dezember 1996 vereinbarungsgemäss ausbezahlt. Insgesamt hat der Kanton Basel-Landschaft EURO 15'000 bzw. CHF 24'262.-- an das Freiraumkonzept bezahlt.

2.2.1.3 Touristenführer (Guide Vert) „Oberrhein" (8) (Programmlinie „Wirtschaft")
Der Michelin-Reiseführer "Oberrhein" enthält eine Darstellung der touristischen Angebote und Vorzüge im Oberrheingebiet in einem einzigen auflagenstarken Reiseführer (incl. Karten). (9)
Der Guide Vert stiess im Bereich des Oberrheins auf gute Resonanz. Das Projekt ist zweifelsohne dem grenzüberschreitenden Tourismus und damit der Wirtschaft am Oberrhein zugute gekommen. Durch das Projekt wurde auch die grenzüberschreitende Identität vor Ort und die Einheit des Oberrheingebiets auf internationaler Ebene verankert.
Vom Anteil des Kantons Basel-Landschaft in der Höhe von EURO 13'750 wurde nichts beansprucht, da die Kosten vom Verkaufserlös bestritten wurden.

2.2.1.4 Förderung Centre de Management (Programmlinie „Wirtschaft")
Mit diesem Projekt soll eine Sensibilisierung von Führungskräften aus der Region für trinationale und europäische Aspekte erreicht werden durch Foren, Tage der offenen Tür, Referate bzw. Fortbildungsveranstaltungen, Presseinformationen, Verbreitung von Broschüren, Einrichtung eines Dokumentationsfonds etc. (10)
Insbesondere im Bereich der KMU konnten durch die Weiterbildungsveranstaltungen des CENTRE die Wettbewerbsfähigkeit der Führungskräfte bzw. ihrer Unternehmen erhöht werden. Weiter ermöglichten diese Veranstaltungen zudem kulturelle Begegnungen, wodurch die grenzüberschreitende Identität gefördert wird.
Kofinanzierer bei diesem Projekt ist der Schweizer Verein zur Förderung der Unternehmerweiterbildung (11) , wobei der Kanton Basel-Landschaft Vereinsmitglied ist. Die schweizerische Beteiligung von insgesamt EURO 395'000 (12) wurde durch die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Jura sowie die Privatwirtschaft durch an den Verein erbrachte Leistungen finanziert.
Die Schweizer Beteiligung von EURO 395'000 ist nicht Gegenstand des INTERREG I-Kredits.
Im Rahmen von INTERREG II wird das Centre de Management vom Kanton Basel-Landschaft direkt gefördert. (13)

2.2.1.5 Regio Wirtschaftsstudie (Programmlinie „Wirtschaft")
Die Regio Wirtschaftsstudie ist eine vergleichende quantitative und qualitative Analyse der Wirtschaftsbranchen am südlichen Oberrhein hinsichtlich der wirtschaftlichen Stärken und Schwächen zur Verbesserung der Entscheidungsgrundlagen von Unternehmen, Behörden, Kammern und Verbänden. (14)
Die „Regio Wirtschaftsstudie" ist eine Weiterentwicklung der „Regio Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz", die sei 1980 jährlich erstellt wird. Im Jahre 1990 wurde mit dem INTERREG I-Projekt das Untersuchungsgebiet der „Regio Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz" erstmals auf die Region Oberrhein (Südbaden, Haut-Rhin) ausgedehnt.
Auf der Grundlage dieser Studie wurden zahlreiche Referate gehalten. Desweiteren bildete die Studie eine der wissenschaftlichen Grundlagen für den 6. Dreiländerkongress „Handwerk und Gewerbe am Oberrhein - Chancen und Risiken" vom 13./14.11.1997 in Basel. Die direkten Auswirkungen der Studie auf die Bevölkerung hängen davon ab, inwiefern die in der Studie angesprochenen Standortprobleme gelöst werden können. Allerdings wurde von einer Fortführung der „Regio Wirtschaftsstudie" analog der „Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz" infolge mangelnden Interesses in einem Teil der Regio abgesehen.
Der Beitrag der Nordwestschweiz in der Höhe von insgesamt EURO 258'000 an das Projekt „Regio Wirtschaftsstudie" wurde durch die Finanzierung der „Regio Wirtschaftsstudie Nordwestschweiz" erbracht, während die Analysen für die Teilräume Südbaden und Ober-elsass von den dortigen Gebietskörperschaften und der EU finanziert wurden. Die Finanzierung des Teilprojekts Nordwestschweiz erfolgte gemäss Budget über die BUD (Konto Nr. 2351.361.30-200).

2.2.1.6 Studie trinationale Ingenieurausbildung (Programmlinie „Ausbildung")
Dieses Gutachten enthält die Prüfung der Ausbildungsinhalte, der möglichen Organisation und Trägerschaft sowie der Einbindung bestehender Institutionen für eine trinationale Ingenieurausbildung im Dreiländereck. (15)
Der Auftragnehmer der Studie hat das Pflichtenheft eingehalten.
Aufgrund dieses Gutachtens wurde - unter Einbeziehung der bestehenden Einrichtungen - von den Ländern Schweiz, Frankreich und Deutschland ein europäisches Modell entwickelt und (für BL) mit Landratsbeschluss Nr. 97/85 vom 12.6.1997 die Beteiligung am INTERREG II-Projekt „Trinationale Ingenieurausbildung" gutgeheissen.
Die Schlusszahlung von DM 14'517.86 bzw. CHF 12'165.95 ist im Juli 1995 vereinbarungsgemäss erfolgt; insgesamt wurden CHF 24'578.-- ausbezahlt.

2.2.1.7 Eurorhin Marketingstudie (Programmlinie „Transport")
Diese Studie behandelt die Erschliessung der zum trinationalen Schienenverkehrskonzept „Eurorhin" aufgezeigten Marktpotentiale. (16)
Der Auftragnehmer der Studie hat das Pflichtenheft eingehalten; einige Ergänzungen, die im Verlauf der Studie angefordert worden waren, wurden erbracht.
Diese im Juni 1997 anlässlich des 14. Plenums der D-F-CH-Oberrheinkonferenz vorgestellte Studie für eine Umsetzungsstrategie hat dazu geführt, dass ein Expertenausschuss „Integriertes Bahnnetz Oberrhein" der Oberrheinkonferenz daran ist, noch offene Details für einen Fahrplanentwurf für den Streckenabschnitt Strasbourg-Freiburg und die noch offenen Finanzierungsfragen zu klären.
Anfangs 1997 wurde die 2. und letzte Rate in der Höhe von FF 15'037.55 bzw. CHF 3864.65 vereinbarungsgemäss ausbezahlt. Insgesamt wurden CHF 11'114.65 ausbezahlt.

2.2.1.8 Potentialerhebun g Flughäfen (Programmlinie „Transport")
Diese Erhebung enthält die Bestandesaufnahme sowie die Ermittlung des langfristigen Marktpotentials für die Flughäfen der Region unter Einbeziehung der bisher militärischen Zwecken dienenden Flughäfen auf deutscher Seite. Der Auftragnehmer der Studie hat das Pflichtenheft eingehalten; einige Ergänzungen, die im Verlauf der Studie angefordert worden waren, wurden erbracht. (17)
Die ermittelten Daten stehen den Betreibern der betroffenen Flughäfen als Entscheidungshilfe zur Verfügung, um die erforderlichen Vorkehrungen für ein optimales Luftverkehrsangebot zu schaffen. Sie bieten damit insbesondere auch den staatlichen Behörden und den Gebietskörperschaften die Möglichkeit, die langfristigen Erfolgsaussichten geplanter Erweiterungen der Flughäfen zu beurteilen, an deren Finanzierung sie sich beteiligen sollen.
Die Auszahlung des gesamten Anteils des Kantons Basel-Landschaft von EURO 12'500 bzw. CHF 20'212.-- ist 1994 vereinbarungsgemäss in zwei gleichen Raten erfolgt.

2.2.1.9 Studie „Europäisches Institut für kardiologische Reha-Forschung" (Programmlinie „Forschung")
Es wurde eine trinationale Gegenüberstellung von Diagnostik- und Therapiestrategien bei ausgesuchten Patientengruppen mit Herzkrankheiten vorgenommen als erste Phase eines späteren Instituts. (18)
Die Idee eines späteren trinationalen Instituts ist mangels Finanzierbarkeit nicht realisiert worden. Hingegen ergab sich das Interesse an weiteren gemeinsamen Forschungsthemen; ein Beispiel dafür ist eine weitere D-F Studie zur Herzkranzgefässplastik bei 75-Jährigen. Folgekontakte zur Schweiz bestehen mit dem Kantonsspital Basel.
Im Juli 1995 wurde der Beitrag des Kantons Basel-Landschaft in der Höhe von EURO 30'000 bzw. CHF 46'425.-- vereinbarungsgemäss ausbezahlt.

2.2.1.10 Zusammenfassung


2.2.2 Projekte der 2. Tranche mit Beteiligung des Kantons Basel-Landschaft
Die beiden Projekte der 2. Tranche wurden vom Begleitenden Ausschuss am 26.4.1993 verabschiedet und verpflichten den Kanton Basel-Landschaft nur beim Projekt Studie Regio Tarifverbund zu einer Kofinanzierung. Entsprechende Beschlüsse die Projekte der 2. Tranche betreffend hat der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (ebenso Basel-Stadt) am 16.11.1993 gefasst.
Dabei handelt es sich um folgende Projekte:
- Studie Regio Tarifverbund (Beteiligte CH und D)
- Hydrogeologische Kartierung

2.2.2.1 Studie Regio Tarifverbund (Programmlinie „Verkehr")
Die Studie Regio Tarifverbund enthält die Grundlagen zur Schaffung eines grenzüberschreitenden Tarifverbundes. Diese Studie wurde in drei Phasen durchgeführt: 1. Analysen, 2. Modell Regio-Tarifverbund, 3. Darstellung der flankierenden Massnahmen. Die Studie bezieht sich auf die Nordwestschweiz, die Landkreise Lörrach und Waldshut, sowie das Oberelsass (bis Mulhouse). Alle im Pflichtenheft erwähnten Punkte wurden in der im Dezember 1995 fertiggestellten Studie behandelt. (20)
Seitens Frankreich war eine finanzielle Beteiligung leider nicht möglich, dafür wurde das vorhandene französische Datenmaterial geliefert.
Die per 1. Juli 1995 eingeführte und bei der Bevölkerung sehr positiv aufgenommene RegioCardPlus (ein grenzüberschreitendes Tarifverbund-Abonnement) ist als Nebenprodukt der Studie Regio Tarifverbund hier zu erwähnen.
Weiter kann die Studie als Vorarbeit für die Regio-S-Bahn angesehen werden. Die an der Studie beteiligten Fachleute sind auch an der Umsetzung des Regio-S-Bahn-Projekts beteiligt. Die erste S-Bahn-Linie, „Grüne Linie", zwischen Mulhouse-Basel-Frick/Laufenburg wurde am 1. Juni 1997 eingeweiht. Eine weitere Linie, die „Rote Linie", vom Wiesental bis zum Ergolztal im Kanton Basel-Landschaft ist vorgesehen.
Die Auszahlung der Restzahlung in der Höhe von EURO 3750 bzw. CHF 5593.50 ist im September 1995 vereinbarungsgemäss erfolgt. Insgesamt beträgt der Beitrag des Kantons Basel-Landschaft an den Tarifverbund EURO 15'000 bzw. CHF 23'842.50.

2.2.2.2 Hydrogeologische Kartierung (Programmlinie „Umwelt")
Dank dem Projekt „Hydrogeologische Kartierung" konnten die Kenntnisse über das Grundwasser am Oberrhein vertieft werden durch Sammeln und Verarbeiten der hydrogeologischen und wasserwirtschaftlich relevanten Daten zu einem thematischen Kartenwerk und einer begleitenden Datenbank. (21) Das Lastenheft wurde vollumfänglich eingehalten; sämtliche geplanten Dokumente wurden erstellt und herausgegeben.
Das Projekt ist insofern innovativ, als dabei erstmalig grenzüberschreitende geologische Schnitte zur Qualität des Grundwassers am südlichen Oberrhein und erstmalig grenzüberschreitende Karten über die Wasserschutzbereiche und Kiesgruben sowie grenzüberschreitende piezometrische Grundwasserkarten erstellt wurden.
Die im Rahmen des Projekts erarbeiteten Unterlagen sind zum einen Entscheidungshilfen und zum anderen fachspezifische Instrumente bei Verhandlungen zwischen verschiedenen Interessenvertretern (Landwirtschaft, Industrie) und den Behörden.
Im Zuge der Durchführung des Projekts wurde deutlich, dass ein Bedarf besteht nach Angleichung der geographischen und topographischen Kenngrössen, der Formate für den Austausch von Datenbeständen und der Methoden für die graphische Darstellung.
Die Schweizer Seite hat sich bei diesem Projekt zur „kostenlosen" Mitarbeit (Ueberlassen von Kartenmaterial) verpflichtet; diese Mitarbeit wurde am 17.11.1994 abgeschlossen.
Im Anschluss an dieses Projekt wird im Rahmen von INTERREG II eine Erkundung der Grundwasserleiter und der Böden im Hochrheintal zwischen Basel und Schaffhausen vorgenommen.


2.2.3 Projekte der 3. Tranche mit Beteiligung des Kantons Basel-Landschaft
Die Projekte der 3. Tranche sind vom Begleitenden Ausschuss am 25.10.1993 verabschiedet worden. In der 3. Tranche sind vier Projekte enthalten, davon zwei Projekte mit geringen Kofinanzierungsanteilen. Entsprechende Beschlüsse waren weder im Kanton Basel-Landschaft noch in Basel-Stadt notwendig.
Die trinationalen Projekte sind:
- Umweltgutachten: Rechtsvergleiche Umweltverträglichkeitsprüfung
- Studie „Wirtschaft und Umwelt südlicher Oberrhein"
- REKLIP-Klimaatlas
- Technische Hilfe

2.2.3.1 Umweltgutachten: Rechtsvergleiche Umweltverträglichkeitsprüfung (Programmlinie „Umwelt")
Die trinationale rechtsvergleichende Studie zur Umweltverträglichkeitsprüfung zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem französischen, deutschen und Schweizer Umweltrecht auf. (22) Es wurde zudem ein deutsch-französisches Glossar der gebräuchlichsten Fachbegriffe erstellt.
Das Euro-Institut stützt sich für Informations- und Fortbildungsveranstaltungen zum vergleichenden Umweltrecht auf diese Studie.
Nicht nur zeigt die Studie Harmonisierungsbedarf auf. Es hat sich bei der Erarbeitung derselben auch deutlich ergeben, dass die Zusammenarbeit im Bereich Umweltrecht unabdingbar ist, auch wenn die Interessen und gesetzlichen Bestimmungen oftmals divergieren.
Im Juli 1995 wurde der Beitrag des Kantons Basel-Landschaft in der Höhe von EURO 9000 bzw. CHF 13'927.50 vereinbarungsgemäss ausbezahlt.

2.2.3.2 Studie „Wirtschaft und Umwelt südlicher Oberrhein" (Programmlinie „Wirtschaft")
Bis 1995 wurden ökonomische und ökologische Entwicklungen in der Region „südlicher Oberrhein" erfasst und 1995 in einem Schlussbericht veröffentlicht. (23)
Die Beteiligung des Kantons Basel-Landschaft betrug EURO 11'750. Diese Beteiligung hatte allerdings keine weiteren finanziellen Folgen, entspricht sie doch den CHF 20'000.--, welche der Kanton Basel-Landschaft seit 1993 jährlich an das Projekt „Wirtschaft und Umwelt Nordwestschweiz"entrichtet.

2.2.3.3 REKLIP Klimaatlas (Programmlinie „Forschung")
Am 22.9.1995 wurde der „Klimaatlas Oberrhein Mitte-Süd" der Oeffentlichkeit vorgestellt. Der Atlas in Form eines Kartenbandes (Format A2) und eines zugehörigen zweisprachigen Textbandes (Format A4) beschreibt den Ist-Zustand des regionalen Klimas. Er enthält umfangreiche Informationen, die für die Raumplanung, die Wirtschaft und Agrarwirtschaft, die Umweltplanung und Lufthygiene sowie für Schule und Forschung von Bedeutung sind. Ohne die EU-Bezuschussung über INTERREG hätte der Atlas nicht erstellt werden können. (24)
Die Arbeit im Rahmen des REKLIP-Programms bewirkte eine Institutionalisierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen den Universitäten am Oberrhein (insbesondere im Rahmen von EUCOR) engere Beziehungen zwischen den Wetterämtern beidseits der Grenzen und unmittelbareren Erfahrungsaustausch zwischen den für Raum-ordnung und Umweltschutz zuständigen Behörden. Schliesslich leistet der Atlas als pädagogisches Instrument auch einen Beitrag zur Ausprägung des grenzüberschreitenden Gedankens.
Der Anteil des Kantons Basel-Landschaft über EURO 18'000 wird aus den REKLIP-Mitteln bestritten (LRB Nr. 89/37 vom 8.5.1989 LHA Konto 2371.364.00).

2.2.3.4 Technische Hilfe zur Abwicklung des operationellen Programms (Programmlinie „Technische Hilfe")
Dank dem Projekt „Technische Hilfe" konnte die Verwaltungs- und Begleitarbeit des INTERREG-„Oberrhein Mitte-Süd"-Programms wesentlich erleichtert werden (insbes. was Dolmetsch- und Uebersetzungsarbeiten angeht) und ausserdem eine Werbebroschüre zu INTERREG (Zuschussmöglichkeiten etc.) erstellt werden. (25)
Die Auszahlung der 2. Rate über EURO 1'112,5 bzw. CHF 1'677.55 erfolgte vereinbarungsgemäss im Januar 1996. Insgesamt wurde an das Projekt „Technische Hilfen" ein Beitrag von CHF 3469.55 geleistet.


2.2.4 Gesamtaufwand



3. Antrag

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, einen Beschluss gemäss beiliegendem Entwurf zu fassen.

Liestal, den 20. April 1999

Im Namen des Regierungsrates
Die Präsidentin: Schneider-Kenel
Der Landschreiber: Mundschin


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Fussnoten:


4. Wo nötig Weiterverweisung an zuständige Einrichtungen Dritter.
5. Projektträger: REGIO BASILIENSIS. Projektfinanzierung: Land Baden-Württemberg, Landkreis Lörrach, Stadt Weil am Rhein, Freiburger Regio, Kanton BL, Kanton BS, französischer Staat, Région Alsace, Département du Haut-Rhin, Regio du Haut Rhin, SIPES, District des Trois Frontieres. EU-Zuschuss: EURO 396'000. Gesamtkosten des Projekts EURO 990'000.
6. Schweizerischerseits im Rahmen von INTERREG II auch Refinanzierung durch den Bund.
7. Projektträger: Région Alsace. Projektfinanzierung: Land Baden-Württemberg, Kanton BS, Kanton BL, französischer Staat, Région Alsace, Département du Bas Rhin. EU-Zuschuss: EURO 60'000. Gesamtkosten des Projekts EURO 150'000.
8. Frz. Fassung Guide Vert „Pays rhénans"
9. Projektträger: Association Départementale du Tourisme du Haut-Rhin. Projektfinanzierung: Association Départementale du Tourisme du Haut-Rhin, Région Alsace, Département du Bas-Rhin, Fremdenverkehrsverband Schwarzwald, Freiburger Regio-Gesellschaft, Kantone BL und BS. EU-Zuschuss: EURO 55'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 137'500.
10. Projektträger: Centre de Management in Colmar. Projektfinanzierung: Land Baden-Württemberg, Verein für europäische Wirtschaftsfragen, französischer Staat, Région Alsace, Département du Haut Rhin, Schweizerischer Verein zur Förderung der Unternehmerweiterbildung. EU-Zuschuss: EURO 790'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 2'297'000.
11. Der Schweizer Verein zur Förderung der Unternehmer-Weiterbildung wurde als Förderverein für das Centre de Management gegründet.
12. 2. Fördermassnahme innerhalb der 3. Tranche inkl.
13. Förderbeitrag beläuft sich auf EURO 128'900 bzw. CHF 206'240.--.
14. Projektträger: Peter Grieder bzw. ab 2.2.1996 Rainer Fueg. Projektfinanzierung: Région Alsace, französischer Staat, Département du Haut-Rhin, Land Baden-Württemberg, Kantone BS und BL. EU-Zuschuss: EURO 86'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 344'000.
15. Projektträger: Landratsamt Lörrach. Projektfinanzierung: Landkreis Lörrach, Région Alsace, Département du Haut-Rhin, Université de Haute-Alsace, Kantone BL und BS. EU-Zuschuss: EURO 60'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 150'000.
16. Projektträger: Région Alsace. Projektfinanzierung: französischer Staat, Région Alsace, Département du Bas-Rhin, Département du Haut-Rhin, Land Baden-Württemberg, Kantone BS und BL. EU-Zuschuss EURO 36'000. Gesamtkosten des Projekts EURO 90'000.
17. Projektträger: Région Alsace. Projektfinanzierung: französischer Staat, Région Alsace, Département du Bas-Rhin, Département du Haut-Rhin, Land Baden-Württemberg, Kantone BS und BL. EU-Zuschuss EURO 60'000. Gesamtkosten des Projekts EURO 145'000.
18. Projektträger: Benedikt Kreuz Rehabilitationszentrum für Herz- und Kreislaufkranke. Projektfinazierung: Land Baden-Württemberg, Landesversicherungsanstalt Baden, Landesversicherung Württemberg, Reha-Zentrum Bad Krozingen, Clinique St-Joseph Colmar, Centre hospitalier de Mulhouse, Kantone BS und BL. EU-Zuschuss: EURO 420'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 900'000.
19. Umrechnungsbasis der LR-Vorlage
20. Projektträger: REGIO BASILIENSIS. Projektfinanzierung: Land Baden-Württemberg, Kantone BS und BL. EU-Zuschuss: EURO 30'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 90'000.
21. Projektträger: Région Alsace. Projektfinanzierung: Région Alsace, Agence de l'Eau, BRGM Alsace, französischer Staat, Land Baden-Württemberg. EU-Zuschuss: EURO 300'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 600'000.
22. Projektträger: Land Baden-Württemberg. Projektfinanzierung: Bundesrepublik Deutschland, Land Baden-Württemberg, französischer Staat, Kantone BL und BS. EU-Zuschuss: EURO 74'500. Gesamtkosten des Projekts: EURO 167'000.
23. Projektträger: BAK Konjunkturforschung AG Basel. Projektfinanzierung: Freiburger Wirtschaft- und Touristik GmbH, Stadt Neuenburg, Volksbank Freiburg eG, ENDRESS+HAUSER GmbH, CIBA Grenzach-Wylen, ROCHE Grenzach-Wylen, Département du Haut-Rhin, District des Trois Frontieres, CIBA SA Huningue, ROCHE Village-Neuf, Kantone BS und BL, BAK. EU-Zuschuss: EURO 56'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 224'230.
24. Projektträger: Getec AG/Suiselectra. Projektfinanzierung: Land Baden-Württemberg, Kantone BS und BL, französischer Staat, Région Alsace. EU-Zuschuss: EURO 72'000. Gesamtkosten des Projekts: EURO 180'000.
25. Projektträger: Région Alsace. Projektfinanzierung: Land Baden-Württemberg, Kantone BS, BL, SO und JU, französischer Staat, Région Alsace, Département du Haut-Rhin, Département du Bas-Rhin. EU-Zuschuss: EURO 13'400. Gesamtkosten des Projekts: EURO 33'500
26. Kurs 1.8: Umrechnungsbasis LRB vom 19.10.1992