Programmpunkt Nr. 6.01
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 1999-211 vom 26. Oktober 1999
Regierungsprogramm und Finanzplan 1999-2003
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
6 ERZIEHUNGS- UND KULTURDIREKTION
Generelle Absichtserklärung
Auch die Erziehungs- und Kulturdirektion will sich noch stärker in Richtung wirkungsorientierter Verwaltungsführung entwickeln. Am Ende der Wegstrecke wird sie Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion heissen.
Transparenz der Aufgaben, der Arbeit, des Angebots sowie nicht zuletzt auch der Kosten sollen durch die Leistungsaufträge der Dienststellen erreicht werden.
Die wesentlichsten Schwerpunkte der Tätigkeit liegen bei der praktisch alle Bereiche berührenden Bildungsgesetzgebung. Mit dem neuen Bildungsgesetz sollen verschiedene gesetzliche Regelungen in einem Rahmengesetz (und Dekret) zusammengefasst werden. Im Zentrum stehen der Schritt zu teilautonomen, geleiteten Schulen auf allen Stufen sowie die Stärkung der Schulleitungen der Volksschule. Die drei Anforderungsniveaus der reformierten Sekundarstufe I werden nahe zusammen geführt. Das Bildungsgesetz sieht eine interne und externe Qualitätssicherung der Schulen vor.
Im Kulturbereich werden in erster Linie zwei Bauprojekte sowie das Archäologiegesetz und das Jubiläumsjahr 2001 grosse Anstrengungen von allen verlangen. Als wesentliches Bemühen kann auch das Konzept zur Kulturförderung genannt werden, welches als drittes in der Reihe der "Kulturförderungskonzepte" die Perspektiven der Jahre 2001 bis 2005 umreissen und festlegen soll.
Im Sportwesen wird es vor allem die Organisation des Eidgenössischen Turnfestes 2002 sowie die Entwicklung des Konzeptes für Kantonale Sportanlagen sein, welche im Zentrum der Bemühungen stehen.
Programmpunkt Nr. 6.01 |
Bildung |
| Ein qualitativ hochwertiges Bildungswesen, das über die Grundausbildung hinausreicht und alle Lebensphasen umfasst, gehört zum Wichtigsten, was ein Kanton seinen Einwohnerinnen und Einwohnern anzubieten hat. Der Kanton Basel-Landschaft will mit einem neuen Bildungsgesetz sicherstellen, dass sein Bildungswesen mit der laufenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung Schritt halten kann. Als Rahmengesetz soll es den nötigen Handlungsspielraum schaffen. | |
| Ziele | Massnahmen | |
| Alle Bildungsinstitutionen
Ein modernes und der Zeit gerechtes Bildungswesen |
6.01.01 | Bildungsgesetz Vorlage an den Landrat |
| Die Möglichkeit, Internet an den Schulen der Sekundarstufen I und II zu nutzen | 6.01.02 | Ausrüsten der einzelnen Schulen mit der nötigen Hard- und Software, Schulung der Verantwortlichen |
| Volksschule Kindergarten, Primarschule, Sekundarstufe I |
6.01.03 | Annäherung zwischen Kindergarten und Primarschule im Rahmen der bereits eingeführten Stufenlehrpläne und der Bildungsgesetzgebung |
| Die Schule soll die Arbeit der Erziehungsberechtigten vereinfachen und unterstützen | 6.01.04 | Umfassende Blockzeiten an der Primarschule zur besseren Abstimmung zwischen den Zeitrhythmen in Familie, Beruf und Schule (Vgl. FKD 2.06.06) |
| 6.01.05 | Familienergänzende Betreuungsangebote: Einrichtung von einfachen Verpflegungsmöglichkeiten, im Bedarfsfall durch den jeweiligen Schulträger vom Kanton unterstützt (Vgl. 2.06.06) |
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| 6.01.06 | Umsetzung des Sonderschulkonzeptes im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten | |
| 6.01.07 | Übernahme Schulbauten (Real- und Sekundarschule) Kreditvorlage an den Landrat (Vgl. BUD 4.03.14) |
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| Qualitätssicherung des staatlichen wie des nicht staatlichen Bereichs | 6.01.08 | Neue Organisation des Schulinspektorates als Amt für Volksschulen |
| 6.01.09 | Einführung teilautonomer, geleiteter Schulen | |
| 6.01.10 | Festigung der guten Qualität der Volksschulen: Obligatorische Selbstevaluation der Schulen; vom Kanton verantwortete Aussenevaluation | |
| 6.01.11 | Reform der Sekundarstufe I (neue Schulkreise) | |
| Förderung eines englischsprachigen Schulangebots | 6.01.12 | International School Basel; Unterstützung der Wirtschaftsförderung für den geplanten Neubau (Darlehen von 1 Mio. Fr.) |
| Integration der ausländischen Mitbevölkerung |
6.01.13 | Vorbereitung, Erprobung und Generalisierung eines Modells zur verbesserten Förderung der fremdsprachigen Schülerinnen und Schüler. Realisierung einer kohärenten Ausländerinnen- und Ausländerpolitik und einer multikulturellen Kulturpolitik über die Bemühungen der Schule hinaus |
| Sonderschulung
Wohnortsnahe Schulung behinderter Kinder |
6.01.14 | Auftrag an Sonderschulen zur Durchführung von Stützmassnahmen an der Regelschule zur Förderung integrativer Sonderschulung |
| 6.01.15 | Bereitstellen von ausreichendem und angepasstem Schulraum für die Heilpädagogischen Tagesschulen | |
| Jugend- und Behindertenhilfe
Bedarfsorientiertes Wohn- und Betreuungsangebot für Kinder, Jugendliche und behinderte Erwachsene |
6.01.16 | Förderung von qualifizierten Pflegefamilien als ergänzendes stationäres Angebot durch Motivierung, Weiterbildungskurse und finanzielle Beiträge |
| 6.01.17 | Schliessung der festgestellten Lücken im Wohn- und Betreuungsangebot für behinderte Erwachsene (vgl. BUD 4.03.08) |
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| Leitlinien für die Behindertenhilfe | 6.01.18 | Veröffentlichung der Leitlinien, Planung der Umsetzung einzelner Punkte |
| Mittelschulen und Gymnasien: Sekundarstufe II Vorbereitung auf die Umsetzung des Modells "teilautonome, geleitete Schule" gemäss Bildungsgesetz |
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| Externe Evaluation für alle weiterführenden Schulen | 6.01.19 | Gemeinsame Organisation der externen Evaluation für die Berufsschulen, Handelsmittelschulen und Gymnasien |
| Trägerschaft des Gymnasiums Muttenz | 6.01.20 | Umsetzung der gemeinsamen Trägerschaft mit dem Kanton Aargau Vorlage an den Landrat |
| Rektorenkonferenz | 6.01.21 | Zusammenfassung der Gymnasien in die Dienststelle "Gymnasien" |
| Berufsbildung
Attraktivität der Berufslehre und Berufsbildung fördern |
6.01.22 | Verstärktes Lehrstellenangebot: Weiterbildungs- und Qualifikationsmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen der Berufsbildung |
| Förderung der Berufsmaturität | 6.01.23 | Bemühen um die europaweite Anerkennung der Berufsmaturität in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz |
| Unterstützung junger Firmen bei der Lehrlingsausbildung | 6.01.24 | Bildung von Ausbildungsverbünden, damit auch Firmen, die nicht die ganze Breite der Ausbildung anbieten können, sich an der Lehrlingsausbildung beteiligen können; Unterstützung der Lehrmeister bei der Neuen Kaufmännischen Berufslehre; Firmen in neuen Bereichen (Informatik) bei der Schaffung von Lehrstellen und Organisation von Einführungskursen unterstützen |
| Qualitätssicherung an Berufsschulen | 6.01.25 | Beteiligung am Qualitätssicherungsprojekt der Nordwestschweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (NW-EDK) |
| Berufsberatung | 6.01.26 | Verbesserung des Informationsangebotes bezüglich erster Berufsziele für Jugendliche sowie für die Bildungsplanung und berufliche Laufbahnentwicklung |
| Fachhochschulen und Universität: Tertiäre Bildung Reformprozesse fortführen Qualität verbessern und verankern |
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| Ausbau der Stellung der Fachhochschule beider Basel (FHBB) als wichtiger Trägerin der Standortattraktivität des Kantons | 6.01.27 | Integration von gestalterischen Studiengängen in die FHBB |
| 6.01.28 | Kompetenzzentrum für nachhaltiges Bauen | |
| 6.01.29 | Interdisziplinäre Ausbildung der Studierenden | |
| 6.01.30 | Weiterführung und Verstärkung der Beratungsangebote für KMU's durch die FHBB Programme "Coaching für junge Unternehmen", "Chance", das Impulsprogramm für Lehrlinge |
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| 6.01.31 | Trinationalität und die Zusammenarbeit mit der Universität Basel vertiefen | |
| 6.01.32 | ||
| 6.01.33 | Planung und Realisierung einer Pädagogischen Hochschule beider Basel (PHBB) zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt Vorlage an den Landrat |
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| 6.01.34 | Realisierung der Fachhochschule für Soziale Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt. Zunächst getrennt, mittelfristig gemeinsam mit der PHBB Vorlage an den Landrat |
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| Universität Basel, Sicherung und Verbesserung der bestehenden Studienplätze und der Qualität von Lehre und Forschung | 6.01.35 | Zusammenarbeit mit Basel-Stadt auf der Basis des bestehenden Universitätsvertrags |
| Erwachsenenbildung "Ein Leben lang lernen" |
6.01.36 | Entwicklung eines Konzeptes zur Erwachsenenbildung |
| 6.01.37 | Koordinierte Zusammenarbeit mit den diversen Weiterbildungsinstitutionen in der Region; Auf dem Weg zum "Sozial- und Bildungsraum" Oberrhein |
| Programmpunkt Nr. 6.02 | Kultur |
| Ein professionelles und vielfältiges Kulturangebot sowie eine bewusste Förderung des Kulturschaffens ist Bestandteil der Lebensqualität und gehört so auch zu den Faktoren der Standortgunst. | |
| Ziele | Massnahmen | |
| Römerstadt Augusta Raurica | 6.02.01 | Planungsarbeiten für ein neues Römermuseum (Vgl. BUD 4.03.13) |
| Neues Konzept und neues Museum | 6.02.02 | Neues Programm- und Betriebskonzept für das Theater und für Freilichtveranstaltungen |
| Erhaltung von Natur- und Kulturgütern | 6.02.03 | Bedürfnisabklärungen: neues Naturmuseum und neues Industriemuseum für den Kanton Basel-Landschaft sowie "Kulturraum Munzach" |
| 6.02.04 | Archäologiegesetz Vorlage an den Landrat |
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| Museen und Bibliotheken
Erweitertes Angebot |
6.02.05 | Museumspass |
| 6.02.06 | Bibliothekspass | |
| 6.02.07 | Neubau Kantonsbibliothek (Vgl. BUD 4.03.12) |
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| Kunst- und Kulturförderung
Aktive Förderung des regionalen Kunst- und Kulturschaffens |
6.02.08 | Bericht über die Perspektiven zur Förderung von Kunst und Kultur 2001-2005 |
| Basel 2001
Vorbereitung und Durchführung des Jubiläumsjahres |
6.02.09 | Projekt "Grenzgänge - BASEL 2001": Präsenz der Region an der Expo.02, der Europäische Kulturmonat und das Gedenken an die 500jährige Zugehörigkeit der Region Basel zur Eidgenossenschaft Vorlage an den Landrat / partnerschaftliches Geschäft mit Basel-Stadt |
| 6.02.10 | Forschungsstelle Baselbieter Geschichte: Publikation der neuen Baselbieter Kantonsgeschichte |
| Programmpunkt Nr. 6.03 | Sport |
| Das Sportamt ist Kompetenzzentrum und erste Anlaufstelle im Bereich Sport für den Kanton Basel-Landschaft und hat eine wichtige Verbundaufgabe zwischen dem öffentlichrechtlichen (z.B. Bundesamt, Schule) und dem privatrechtlichen (z.B. Schweiz. Olympischer Verband, Vereine) Sport. Interkommunale und regionale Bedürfnisse sollen kommuniziert und abgedeckt werden. Dazu dient das Kantonale Sportanlagen-Konzept (KASAK) als Instrument für eine kantonsweit koordinierte Sportanlagenplanung. Dem Leistungssport wird durch den Sportklassenversuch grosses Gewicht beigemessen. Für die ganze Erziehungs- und Kulturdirektion wird das Eidgenössische Turnfest 2002 von Belang sein. |
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| Ziele | Massnahmen | |
| Sportförderung Leistungssport fördern |
6.03.01 | Sportklassenversuch im Kanton Basel-Landschaft auf der Sekundarstufe I |
| "Jugend+Sport 2000": Umsetzung | 6.03.02 | Schrittweise Umsetzung der Bundesvorgaben von "Jugend+Sport 2000" |
| KASAK | 6.03.03 | Kantonales Sportanlagenkonzept Vorlage an den Landrat |
| Eidgenössisches Turnfest 2002 | 6.03.04 | Unterstützung des Organisationskomitees bei der Organisation und Ausrichtung des Grossanlasses Vorlage an den Landrat (1. Dienstleistung der Kantonalen Verwaltung; 2. Antrag Defizitgarantie) |