1999-220

Landrat / Parlament


Postulat von Peter Meschberger: Flankierende Massnahrnen Umbau Galerie Schweizerhalle



Geschäfte des Landrates || Hinweise und Erklärungen



Autor: Peter Meschberger, SP-Fraktion (Mitunterzeichnerinnen/Mitunterzeichner Aebi, Aeschlimann, Bloch, Bucher, Chappuis, Fuchs, Halder, Jäggi, Krähenbühl B., Nussbaumer, Plattner, Portmann, Rudin K., Schmied, Stöcklin, Ziegler (16)).

Eingereicht: 28. Oktober 1999


Nr.: 1999-220





Seit einigen Monaten ist die Baustelle der Galerie Schweizerhalle in eine neue Phase eingetreten, was bedeutet, dass jeweilen mindestens eine von sechs Fahrspuren auf der Autobahn gesperrt ist. Zu diesem Zwecke ist ein gross angelegtes Umleitungssystem errichtet worden, mit dem Ziele, Staus und andere grosse Verkehrsprobleme auf der Autobahn zu vermeiden oder wenigstens zu mildern. Dieses System ist sicher gut durchdacht und auch nach dem Buchstaben des Gesetzes richtig signalisiert worden. Zudem sind mehrere Kreisel, bei Birsfelden sogar ein neuartiger Doppelkreisel, erstellt worden.

Anfänglich hat sich dieses Umleitungssystem auch ganz gut bewährt. Aber bald hat sich gezeigt, dass der Motorfahrzeugverkehr andere Wege geht. Beim geringsten Unfall auf der Autobahn entstehen grosse Staus und sofort weicht der Verkehr entgegen der Signalisation auf die Quartierstrassen von Birsfelden und auch Muttenz aus. Fast täglich entstehen deshalb unhaltbare Situationen. Sämtliche Strassen und Wege in den Quartieren sind mit stehenden Kolonnen belegt, und das öfters stundenlange. Für die betroffene Bevölkerung ist diese Situation unhaltbar. Das Oberqueren der Strassen wird vor allem für ältere und behinderte Leute zum Spiessrutenlaufen. Vom Lärm (Autoradios, Motoren laufen lassen, nervöses Gehupe etc.) ganz abgesehen.


Diese unhaltbare Situation hat auch schon zu einer Unterschriftensammlung geführt, welche der Regierung bekannt sein dürfte.


Vermutlich ist dieses disziplinarme Verhalten vieler Auto- und vor allem Lastwagenlenkern auch auf eine zu wenig sichtbare Signalisation zurückzuführen. Ich denke, dass auch temporäre Fahrverbote durch die Quartierstrassen (mit gestattetem Zubringerdienst) gewisse Wirkungen zeigen könnten, wenn sie überwacht werden.


Ich bitte deshalb den Regierungsrat, womöglich in Zusammenarbeit mit den Gemeindeorganen weitere flankierende Massnahmen, wie verbesserte deutlichere Signalisation, zusätzlichen Fussgängerstreifen auf der Hauptstrasse in Birsfelden, evtl. Fahrverboten oder zusätzliche bauliche Massnahmen zu ergreifen, damit diese Situation für die betroffene Bevölkerung rasch verbessert werden kann.


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