Rechte Spalte (unterlegt) = Amtsbericht 1999
Landrat / Parlament || Inhalt der Vorlage 2000-040 vom 22. Februar 2000
Amtsbericht 1999 des Regierungsrats
Geschäfte des Landrats || Hinweise und Erklärungen
| Linke Spalte = Jahresprogramm 1999 | Rechte Spalte (unterlegt) = Amtsbericht 1999 |
| 7. ERZIEHUNGS- UND KULTURDIREKTION | |
| 7.1 Direktionssekretariat | |
| Reorganisation der Erziehungs- und Kulturdirektion | |
| Die im Rahmen der Reorganisation in Angriff genommenen Veränderungen werden abgeschlossen. | Im Sommer 1998 wurden im Schlussbericht zur Reorganisation 17 konkrete Massnahmen vorgeschlagen und zu deren Realisierung ein Zeithorizont bis zum 31. Dezember 1999 angegeben. Im Berichtsjahr wurde von Seiten Direktionssekretariat jeweils per Quartalsende dem externen Berater der Reorganisation schriftlich und / oder im Gespräch Bericht erstattet. Mit Ausnahme von drei Massnahmen können per Ende des Berichtsjahres alle Massnahmen als bereits abgeschlossen oder als in der Realisierung befindlich charakterisiert werden. |
| Besoldungsrevision | |
| Die Regierungsratsverordnung über die Lehrerfunktionen (Lehrerfunktionskatalog) wird revidiert. | Die Erziehungs- und Kulturdirektion war in der Projektleitung vertreten und arbeitete in der Arbeitsgruppe Bildung mit. Als Nachfolgearbeiten der Besoldungsrevision ist die Regierungsratsverordnung über die Lehrerfunktionen (Lehrerfunktionskatalog) zu überarbeiten und ein Arbeitszeitmodell für die Lehrpersonen zu erstellen. Dieses soll Inhalte des heutigen Nebenvergütungsreglementes übernehmen. |
| Leistungsaufträge / Controlling | |
| Ende 1999 haben alle Dienststellen und weiterführenden Schulen der EKD einen Leistungsauftrag ausgearbeitet. Mit dem Aufbau eines Direktionscontrollings wird innerhalb der EKD ein Managementinformationssystem konzeptionell erarbeitet, aufgebaut und betrieben. | Alle Dienststellen der EKD arbeiten per 1. Januar 2000 mit einem Leistungsauftrag. Neu wurde auch bei Subventionsempfängerinnen und Subventionsempfängern mit der Arbeit an Leistungsvereinbarungen begonnen, welche auf der Basis der Zielerreichung formuliert werden. |
| Informatik | |
| Der Entscheid der Direktionsleitung, das Betriebssystem Windows NT einzuführen, bestimmt die Arbeit der Direktionsinformatik in diesem (und im folgenden) Jahr. Das Ziel ist letzten Endes eine bedürfnisgerecht strukturierte Organisation des gesamten Informatikbereichs. | Die Hälfte der Macintosh-Geräte wurden planmässig bis Ende des Berichtsjahres ersetzt. Diverse Dienststellen mussten dafür vorgängig mit einer neuen Gebäudeverkabelung ausgerüstet werden. Zusätzlich machte die Jahr-2000-Problematik Anpassungen sowie Ablösungen verschiedener Systeme notwendig. |
| Lehrlingsausbildung | |
| Eine im Rahmen "Lehre - Spitzensport" geschaffene kaufmännische Lehrstelle bietet einem talentierten, national engagierten Jugendlichen die Möglichkeit, eine normale Berufslehre zu absolvieren. | Am 1. August 1999 begann ein junger Sportler (FC Basel) seine kaufmännische Lehre bei der EKD. Zusammen mit dem Verein wurde ein Konzept erarbeitet, welches ihm nebst der Berufsausbildung auch die Förderung im Spitzensport z.T. während der Arbeitszeit ermöglicht. Im Rahmen der gesamtschweizerischen Reform der kaufmännischen Grundausbildung engagierte sich die EKD als Pilotbetrieb und versuchte, die neuen Impulse und Vorgaben umzusetzen. |
| 7.2 Bildung | |
| Bildungsgesetz | |
| Die EKD beabsichtigt, 1999 den Entwurf des neuen Bildungsgesetzes und seines Dekrets in die Vernehmlassung zu schicken. Eines der damit verbundenen Vorhaben ist die gesetzliche Umschreibung der aus der heutigen Real- und Sekundarschule bestehenden neuen Sekundarstufe I. Die Zusammenführung dieser beiden Schularten, der die Stimmbürger und Stimmbürgerinnen im September 1997 grundsätzlich zugestimmt haben, setzt eine intensive Zusammenarbeit mit den Gemeinden dieser Schulen in Bezug auf die Überarbeitung und Festlegung der Schulkreise und die Übernahme oder die mietweise Benützung der Schulbauten voraus. Die entsprechenden Verhandlungen zwischen der Delegation des Kantons und der Delegation des Verbands der Gemeindepräsidenten und -präsidentinnen sind bereits im Herbst 1998 angelaufen. Mit dem Einbezug der Gemeinden unterstreicht die EKD, dass sie das Bildungswesen des Kantons als Verantwortungsgemeinschaft von Kanton und Gemeinden versteht. | Am 9. November 1999 verabschiedete der Regierungsrat die neue Bildungsgesetzgebung (Gesetz und Dekret) für die Vernehmlassung durch die Gemeinden, Behörden und Verbände. Die Frist zur Vernehmlassung läuft bis zum 30. Juni 2000. Dem Entscheid des Regierungsrates sind 1999 Verhandlungen zwischen einer Delegation der Erziehungs- und Kulturdirektion und der Bau- und Umweltschutzdirektion einerseits sowie einer Delegation der Standortgemeinden der heutigen Sekundar- und Realschulen andererseits über die Übernahme der Sekundarschulbauten durch den Kanton als Schulträger und zukünftigen Eigentümer dieser Anlagen vorausgegangen. Im weiteren wurde die durch die Bildungsgesetzgebung und die übrige Aufgabenteilung zwischen dem Kanton und den Gemeinden notwendige Anpassung des Finanzausgleichs zwischen der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion, der Finanz- und Kirchendirektion und der Erziehungs- und Kulturdirektion ausgehandelt, wobei die Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion für die Abstimmung mit den Gemeinden zuständig war. Im Verlaufe des Jahres 1999 wurden ausserdem die Verordnungsentwürfe für die einzelnen Schulstufen weiter bearbeitet. |
| 7.2.1 Volksschule | |
| Reorganisation des Schulinspektorates | |
| Bis Mitte Jahr soll das Konzept einer neuen Dienststelle "Amt für Volksschulen" zur internen und externen Begutachtung vorliegen. | Das Konzept liegt direktionsintern vor. Die Neuorganisation fusst auf den Grundlagendokumenten zur neuen Bildungsgesetzgebung. Der Kanton trägt zur schulischen Qualitätssicherung bei, indem er Rahmenvorgaben erlässt und durch das Amt für Volksschulen vollzieht sowie Unterstützung anbietet. Das Amt setzt sich aus den Abteilungen "Evaluation", "Unterstützung", "Aufsicht/Führung" und der Amtsleitung zusammen. |
| Schulfreier Samstag an der Volksschule ("5-Tage-Woche") | |
| Die generelle Einführung des schulfreien Samstags ("5-Tage-Woche") soll gleichzeitig mit dem Inkraftreten des neuen Bildungsgesetzes erfolgen. Der jetzige Schulversuch wird verlängert. Neue Gemeinden können sich anschliessen. | Folgende Gemeinden gingen neu zur 5-Tage-Woche über: Maisprach, Realschulen Muttenz, Ormalingen, Ramlinsburg, Rothenfluh, Sekundarschulen Binningen, Birsfelden, Liestal, Muttenz, Oberdorf. Bis auf wenige Ausnahmen ist auf der Volksschulstufe die 5-Tage-Woche eingeführt. |
| Qualitätssicherung / Aufsicht | |
| Das Schulinspektorat beteiligt sich am Schulversuch der teilautonomen geleiteten Primarschule Reinach und wird erste Instrumente zur externen Evaluation entwickeln und erproben. Weiter führt es in Zusammenarbeit mit dem Jugendsozialdienst die externe Evaluation für den schulischen Bereich der Heilpädagogischen Institutionen und Heime durch. | Die Vorbereitungsarbeiten zur Aussenevaluation an der Primarschule Reinach konnten in gegenseitigen Absprachen abgeschlossen werden. Basierend auf der geplanten Struktur des Amtes für Volksschulen soll bis Ende Juni 2000 der erste Evaluationsbericht erstellt werden. Die gemeinsam durchgeführte Aussenevaluation in den Schulheimen Leiern und Schillingsrain durch ein interdisziplinäres Evaluationsteam der Fachstelle Sonderschulung und des Schulinspektorates wurde von den Institutionen positiv gewertet. |
| Internet an den Schulen | |
| Der Einsatz von Internet setzt - was immer auch als zweckmässig angesehen und beschlossen wird - für die Schulen besondere Anstrengungen voraus, die ihrerseits wiederkehrende Ausgaben der EKD auslösen. Dem Landrat wird ein Verpflichtungskredit beantragt. | Auf der Grundlage des vom Landrat beschlossenen Verpflichtungskredites "Internet an den Schulen" wurden die Projektorganisation unter Einbezug der Sekundarstufe I (6. bis 9. Schuljahr), der Gymnasien und Berufsschulen aufgebaut und die Realisierung der Massnahmen angegangen. Die Arbeitsgruppe Sekundarstufe I konnte den Schulen den Konzeptraster für die individuelle Einführung auf das kommende Schuljahr zur Verfügung stellen. Mit dem Verpflichtungskredit wird eine erste Phase der systematischen Einführung des Internets ab Sekundarstufe I und die Durchführung von zwei Pilotprojekten an der Sekundarstufe I bis Ende 2002 abgedeckt. |
| Schulmodell Fraumatt | |
| Die EKD beabsichtigt, den Schulversuch der Stadt Liestal im Primarschulhaus Fraumatt zu unterstützen. Mit Hilfe der konsequenten Förderung von Deutsch als Erstsprache für die deutsch- und als Zweitsprache für die fremdsprachigen Kinder, der Integration von Kursen in heimatlicher Sprache und Kultur in den regulären Unterricht sowie der Akzentuierung interkultureller Anliegen sollen die soziale Integrationsfähigkeit ebenso wie die Schulleistungen an Primarschulen mit erschwerten Bedingungen (Anteil fremdsprachiger Primarschulkinder im Fraumattquartier: 70%) verbessert werden. | Das Schulmodell Fraumatt wurde von den Verantwortlichen der Stadt Liestal abgebrochen. Im Brennpunkt der Auseinandersetzung standen die Zusatzentgeltungen in Form von Freistellungen der Lehrpersonen. Das Anliegen wurde in der Gemeinde Pratteln (Längi) wieder aufgenommen Im Rahmen der neuen Bildungsgesetzgebung soll dieses Problem dank zusätzlicher Ressourcen gelöst werden. |
| Interkantonale Zusammenarbeit im Bildungsbereich: Frühlesende und frührechnende Kinder | |
| Die im August 1998 abgeschlossene Längsschnittstudie, an der auch der Kanton Basel-Landschaft beteiligt war, hat gezeigt, dass sich die Mehrheit der Kinder, die vor Schuleintritt lesen und/oder rechnen konnten, auch im dritten Schuljahr weiterhin markant von den übrigen Schulkindern unterscheiden. Eigentliche Hochbegabungen sind vor allem bei Kindern anzutreffen, die sich im Vorschulalter aus Eigeninitiative gleichzeitig Lesen und Schreiben beigebracht haben. Verschiedene Massnahmen für eine besondere Förderung von überdurchschnittlich leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern sollen in interkantonaler Zusammenarbeit studiert werden. | Die Schweizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung verfasste im Auftrag von dreizehn Kantonen und des Fürstentums Liechentstein 1999 den Trendbericht "Begabungsförderung in der Volksschule: Umgang mit Heterogenität". Die Studie wird fortgesetzt. Eine Arbeitsgruppe der EKD legte Vorschläge betreffend "Fördermassnahmen für Schülerinnen und Schüler mit einem hohen Fähigkeits- und Leitungspotential" an der Volksschule des Kantons Basel-Landschaft zur zunächst internen Diskussion vor. |
| 7.2.2 Sekundarstufe I | |
| Stundentafeln und Lehrpläne | |
| Im Hinblick auf die Bildungsgesetzgebung und die damit verbundene weitere Entwicklung der Sekundarstufe I (6. - 9. Schuljahr) werden die Arbeiten an Lehrplänen für die drei Abschlussniveaus vorbereitet. Mit den Stundentafeln und dem Stufenlehrplan soll der pädagogische Rahmen für die Zusammenführung der heute voneinander getrennten Real- und Sekundarschulen entstehen. Die Einführung erfolgt nach Abschluss der neuen Bildungsgesetzgebung. | Auf der Grundlage des Entwurfs des neuen Bildungsgesetzes und den Vorgaben des Erziehungsrates wurde eine Arbeitsgruppe beauftragt, bis Ende Februar 2000 die überarbeiteten Stundentafeln sowie das Konzept für die Erarbeitung der Lehrpläne vorzulegen. Die Stundentafel für die ersten Klassen der Anforderungsniveaus A, E und P sollen zur Förderung der Durchlässigkeit gleich gestaltet werden. Ausgehend von den heutigen Schularten bzw. Abteilungen sollen im 7. bis 9. Schuljahr niveauspezifische Stundentafeln ausgearbeitet werden. Kooperative Oberstufenschulen wie KOSAR in Arlesheim sollen für die entsprechend interessierten Schulen weiterhin ermöglicht werden (RRB 1292 vom 30.4.1984 / LRB 11.9.1989). |
| Laufbahnberatung / Berufswahlvorbereitung | |
| Das Schulinspektorat übernimmt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Berufsbildung und Berufsberatung die Überprüfung und die Anpassung der einzelnen Konzepte auf der Sekundarstufe I zur Berufs- und Schulwahlvorbereitung. Im Projekt "Tandem" soll die künftig bessere Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Vertretungen der Wirtschaft lanciert werden. | Das Konzept Laufbahnberatung / Berufswahlvor-bereitung auf der Sekundarstufe I als Schnittstelle zur Berufswelt konnte fertiggestellt werden. Die Organisation und Durchführung der Schnuppertour in unserem Kanton in Zusammenarbeit mit dem Haus der Wirtschaft war für 2035 Schülerinnen und Schüler gewinnbringend. Die Tagungsveranstaltung zur Umsetzung des Projektes "Tandem" fand in Muttenz ein grosses Echo. Erfreulich war die vermehrte Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft. |
| Beratungen an Schulen | |
| Im Bereich Jugend- und Gesellschaftsfragen werden an den Sekundarschulen in Aesch und Oberwil sozialpädagogische Konzepte entwickelt und erste Erfahrungen gemacht. Es gilt abzuklären, ob diese für das Schulsystem generalisiert werden können. | Beiden Projekten gemeinsam war die Erkenntnis des Trends, Beratungs- und Hilfsangebote niederschwellig bereits in der Schule anzubieten. Mit den Grenzen und Möglichkeiten dieser Entwicklung wird sich eine Tagung im Herbst 2000 auseinandersetzen. |
| Laufental | |
| Ab Sommer 1999 erfolgt im Bezirk Laufen die Umstellung der Sekundarstufe I vom Berner auf das Baselbieter Schulsystem. Gemeinsam mit den betroffenen Behörden und Schulen werden für die Zeit bis zum neuen Bildungsgesetz, Lösungen auf der Grundlage des heutigen Schulgesetzes erarbeitet, die den lokalen Bedürfnissen Rechnung tragen. | Der Regierungsrat bewilligte für den Sekundarschulkreis Zwingen einen Schulversuch: Die Real- und Sekundarschule Zwingen setzt auf dem Niveau A und E während der Dauer von 4 Jahren die vom Kanton vorgeschlagene Stundentafel für eine Sekundarstufe I um. Die Sekundarschule Laufen beteiligt sich an einem IEDK-Teilprojekt "Fähigkeit zur Selbstevaluation der Einzelschule fördern". |
| Sportklassen | |
| Im Kanton Baselland sollen sportbegabte Schülerinnen und Schüler eine Sportklasse auf der Sekundarstufe I besuchen können und so die Möglichkeit haben, Leistungssport und Schulbildung miteinander zu verknüpfen. | Die Vorbereitungsarbeiten zur Führung der ersten Sportklasse auf der Sekundarstufe I konnten abgeschlossen werden. Vorbehältlich der Kreditgenehmigung durch den Landrat kann im kommenden Schuljahr der Betrieb aufgenommen werden. |
| 7.2.3 Berufsbildung und Berufsberatung | |
| Lehrstellen | |
| Die Zusammenarbeit mit dem Lehrstellenförderer des Gewerbeverbandes wird intensiviert. | Resultat der engen Zusammenarbeit mit dem Lehrstellenförderer war die Schaffung einiger Dutzend zusätzlicher Lehrstellen - darunter auch solche für leistungsschwächere Jugendliche - sowie die Schaffung von Klein-Ausbildungsverbünden. |
| Impulsprogramm "Chance" | Die Projekte des Impulsprogrammes "Chance" - im Interesse benachteiligter Jugendlicher - entwickelten sich gut. Die Jugendberatungsstelle "wie weiter?" konnte zahlreichen Jugendlichen durch Beratung und Schulung Anschlusslösungen an die Sekundarstufe I aufzeigen. Das Projekt "E Lehr mit Kick" startete im Sommer 1999. |
| Impulsprogramm "Qualifikation" | Insgesamt 10 Projekte befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen auf dem Weg zum Ziel, innovative Angebote für Führungskräfte und Betriebsinhaberinnen und -inhaber von KMU zu entwickeln. 5 Projekte starteten im zweiten Halbjahr mit ersten Angeboten auf dem Markt und konnten in 10 Workshops die erfreuliche Anzahl von 227 teilnehmenden Firmen verzeichnen. |
| Grundschulen Metall | |
| Die Grundschulen sind auf Schuljahresbeginn 1999 in Liestal zusammengelegt. | Termingerecht nahm am 9. August die Grundschule Metall ihren Betrieb am neuen Standort im Schild-Areal Liestal auf. |
| Berufsinformationszentren | |
| Das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung hat die neuen Gebäude in Liestal und Binningen bezogen. Der Standard der Einzelberatungen und die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden sollen dank des Zusammenzuges zu Berufsinformationszentren sowie dank EDV unterstützter Informationen verbessert werden. | Die beiden Beratungs- und Informationszentren in Liestal und Binningen konnten im März eröffnet werden. Die Besucherzahlen entsprechen in Liestal den Erwartungen. Das BIZ Binningen muss noch bekannter gemacht werden. Rund ein Drittel der Besucherinnen und Besucher sind Erwachsene. Bei den Beratungen ist dank der besseren Konjunktur ein leichter Rückgang, insbesondere bei den Erwerbslosen, zu verzeichnen. |
| Gewerblich-industrielle Berufsschulen | |
| Die Förderung der neuen Informationstechnologien wird in der GIBS Liestal fortgesetzt. Sie verfolgt mittelfristig das Ziel, dass jede und jeder Auszubildende den PC als Arbeitsmittel versteht und für die Integration von Bild und Ton, die Simulation und Kommunikation in virtuellen (Lern-) Umfeldern sowie in internen und weltweiten Netzen verwenden kann. Die GIBS Muttenz feiert ihr hundertjähriges Jubiläum mit verschiedenen Projekten und Anlässen, die die Berufsbildung der Öffentlichkeit näher bringen sollen. | An der GIBS Liestal wurde der Internetzugang an allen PC's für Unterricht und Verwaltung hergestellt. Mit etlichen Veranstaltungen wurde das 100-Jahre Jubiläum der Berufsschule Muttenz mit grossem Erfolg gefeiert. Das NW-EDK Projekt "Qualitätssicherung an Berufsschulen" wird weitergeführt und tritt in Phase 2 ein. Die neue Schulleitung an der GIBS Muttenz wurde installiert. |
| Handelsschulen KV Baselland | |
| Am Schulort Liestal werden die zwei Pilotprojekte "Reform der kaufmännischen Grundausbildung" und "Modalisierung Handelsschule für Erwachsene" durchgeführt. | Im Rahmen der Reform der kaufmännischen Grundausbildung wurde am Schulort Liestal mit drei Pilotklassen das erste Ausbildungsjahr nach der Neuen KV-Lehre geführt und evaluiert. Das Projekt "Modularisierung der Handelsschule für Erwachsene" wurde abgeschlossen und in die Betriebsphase überführt. In der Kaufmännischen Vorbereitungsschule wurde erstmals eine Klasse mit einem sechswöchigen Einführungspraktikum geführt. |
| In Münchenstein / Reinach soll die zweite Bauetappe des Neubaus bis Juni 1999 fertig gestellt sein. | Die zweite Etappe wurde termingerecht fertig. Die KV-Schulen in Münchenstein und Reinach konnten im neuen Gebäude zusammengelegt werden. |
| Für beide Standorte muss das Angebot Kaufmännische Vorbereitungsschule (KVS) im Rahmen der "Brückenangebote 10. Schuljahr", die zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt realisiert werden sollen, überprüft und im Sinne der praxisnahen Ausbildung angepasst werden. | Das Angebot wurde angepasst und realisiert. Der Einbau von Praktika ist mangels Angebot nicht einfach zu realisieren. In Liestal wird seit August eine Pilotklasse KVS P (Praktikum) geführt. Die bisherigen Rückmeldungen (von Betrieben, Lehrpersonen und Jugendlichen) sind positiv. Eine Ausdehnung wird angestrebt. |
| Was die DMS 2 anbelangt, so soll in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt das "Schulische Brückenangebot Plus" (SBA Plus) der Brückenangebote / 10. Schuljahr realisiert werden. | Die grundlegenden Strukturen des "SBA plus" wurden von einer Projektgruppe erarbeitet. Die Planung ging zügig voran: Das Profil (Positionierung zwischen SBA Basis und DMS 2) ist klar, die Stundentafeln sind vorhanden. |
| 7.2.4 Gymnasien: Matur- und Diplomabteilungen | |
| Umsetzung des Maturitäts-Anerkennungsreglementes (MAR) | |
| Nach erfolgter Festlegung der Dauer der Ausbildungszeit bis zur Matur durch den Landrat werden die neuen Bestimmungen des MAR kantonal umzusetzen sein. Damit die Gymnasiastinnen und Gymnasiasten so bald als möglich von den erweiterten Wahlmöglichkeiten des MAR und der neu abgesicherten schweizerischen Anerkennung des Maturitätszeugnisses profitieren können, soll bereits auf Schuljahr 2000/2001, basierend auf der heutigen Vorbereitung an der progymnasialen Abteilung der Sekundarschule, eine auf das Gymnasium ab 10. Schuljahr beschränkte Realisierung erfolgen. Die progymnasiale Ausbildung wird, koordiniert mit den Stundentafel- und Lehrplanarbeiten, für die gesamte Sekundarstufe I im Rahmen der Bildungsgesetzgebung angepasst. | Die Rektorenkonferenz der Gymnasien trieb die Umsetzung des Maturitätsanerkennungsreglementes voran. Für die Schülerinnen und Schüler des 9. Schuljahres und ihre Eltern wurden die nötigen Informationen zu Schuljahresbeginn im August verbindlich bereitgestellt. Aufgrund der Festlegung des Angebots an Schwerpunktfächern durch den Landrat wurden die weiteren Vorbereitungen für die Umsetzung des neuen Maturitätsanerkennungsreglementes (MAR) weitgehend zum Abschluss gebracht. Auf Schuljahr 2000/2001 konnte der Erziehungsrat die neuen Stundentafeln in Kraft setzen. |
| Regionales Gymnasium Laufental-Thierstein | |
| Im Rahmen der Anpassungen an die Schulstrukturen des Kantons Basel-Landschaft gemäss Staatsvertrag über die Trägerschaft des Gymnasiums Laufental-Thierstein mit dem Kanton Solothurn wird im August 1999 der neusprachliche Typus D eingeführt. | Die Schulstrukturanpassungen verliefen plangemäss. Die im Landrat überwiesene Motion Aebi (1999 / 7 vom 14. Januar 1999) zur Abschaffung der Aufnahmeprüfungen ins Progymnasium Laufen sowie Sparmassnahmen des Kantons Solothurn führten zu Gesprächen zwischen den beiden Trägerkantonen. Die Dachsanierung des Hauptgebäudes musste mit einem Zusatzkredit vorgezogen werden. |
| Gymnasium Muttenz | |
| Die gemeinsame Trägerschaft durch die Kantone Basel-Landschaft und Aargau wird auf der Grundlage der gegenseitigen Absichtserklärung vorbereitet. Der definitive Bezug eines Teils des vom Kanton gekauften Sandoz-Ausbildungszentrums erfolgt nach dem Umbau im August 1999. | Die gegenseitige Absichtserklärung blieb weiterhin die Grundlage für die gemeinsame Trägerschaft der Kantone Basel-Landschaft und Aargau. Das Gymnasium bezog die Räumlichkeiten im Bildungszentrum Muttenz (BZM). Es waren dies Klassenzimmer, Räume für naturwissenschaftliche Praktika, Instrumentalzimmer und Räume für Bildnerisches Gestalten sowie Mediothek, Schulleitungsbüro und Lehrervorbereitungszimmer. Die Räumlichkeiten werden teilweise mit anderen Institutionen (FHBB, GIB, DMS-2) geteilt. |
| Gymnasium Oberwil | |
| Die Planung der Vergrösserung der Schulbibliothek des Gymnasiums Oberwil auf die Grösse des vom Kanton vorgegebenen Minimalwerts wird verwaltungsintern abgeschlossen und dem Regierungsrat sowie allenfalls dem Landrat unterbreitet werden. | Wegen personeller Engpässe in der Bau- und Umweltschutzdirektion konnte die Planung der Vergrösserung der Schulbibliothek erst im Konzept entworfen werden. Die Detailplanung als Grundlage für eine Landratsvorlage wird im Jahr 2000 erstellt. |
| 7.2.5 Hochschulen / Tertiärstufe | |
| Universität Basel | |
| Die Universitätsreform wird auf der Basis des bikantonalen Univertrags weitergeführt. | Die Universitätsreform wurde auf der Basis der bestehenden Rechtsgrundlage weitergeführt. |
| Das Engagement des Kantons für die Stiftung Mensch-Gesellschaft-Umwelt (MGU) wird weitergeführt. | Der Regierungsrat entschied, dass der Kanton Basel-Landschaft die Stiftung MGU weiterhin finanzieren solle. |
| Fachhochschule beider Basel (FHBB) | |
| Im Jahre 1999 wird die FHBB erstmals mit einem Leistungsauftrag und Globalbudget geführt. An die Anerkennung der Studiengänge der FHBB knüpfte der Bundesrat (unter anderem) die Bedingung, dass in die FHBB auch Studiengänge, welche an der Schule für Gestaltung Basel angeboten werden, integriert werden (bis 2000). Die genauen Bedingungen, Modalitäten sollen 1999 zur Entscheidung gelangen. Die Strategieentwicklung der FHBB wird 1999 intensiv diskutiert werden. Die Kompetenzen des Kooperationsrates der Fachhochschulen in der Nordwestschweiz erhalten in nächster Zeit mit einer Verwaltungsvereinbarung zwischen den vier Kantonen BL, BS, AG und SO eine Rechtsgrundlage. | Die Parlamente beider Basel bewilligten die Integration der Studiengänge der Schule für Gestaltung Basel in die FHBB per 1. Januar 2000. Ebenfalls wurden die Mittel gesprochen, um den Pilotstudiengang "Trinationale Ingenieurausbildung / Mechatronik" definitiv in das Angebot der FHBB einzugliedern. An mehreren Tagungen wurde die zukünftige Ausrichtung und Strategie der FHBB diskutiert. Die Kooperation mit den Fachhochschulen der Kantone AG und SO wurde auf eine verbindliche Rechtsgrundlage gestellt und vertieft. |
| Pädagogische Hochschule beider Basel (PHBB) | |
| Die Vorlage zur Pädagogischen Hochschule beider Basel, unter Führung des Kantons Basel-Landschaft wird weiter verfolgt. Mittel- bis längerfristig vorgesehen ist gemäss Absichtserklärung des Regierungsrates die Integration der höheren Fachschule für Soziale Arbeit in die PHBB. | Die Vorlage zur Pädagogischen Hochschule beider Basel steht kurz vor dem Abschluss. In der PHBB werden zukünftig Lehrkräfte für alle Schulstufen von Kindergarten bis Sekundarstufe II ausgebildet. Der Staatsvertrag über die Höhere Fachschule für Soziale Arbeit beider Basel (HFS-BB) wurde den beiden Parlamenten zur Genehmigung vorgelegt (genehmigt am 12. bzw. 13. Januar 2000). Vorgesehen ist die Zusammenführung von PHBB und HFS-BB bis zum Jahre 2003. |
| 7.2.6 Lehrerinnen und Lehrerfortbildung | |
| Im Hinblick auf die zukünftigen teilautonomen, geleiteten Schulen wird für die Schulleitungsausbildung in Zusammenarbeit mit der Weiterbildungszentrale Luzern ein modulares Ausbildungskonzept erarbeitet. | Zu den bestehenden 2 Einführungswochen für Schulleitungen wurden 8 je zweitägige Zusatzmodule mit kantonalen Ressourcen entwickelt und im Jahresprogramm 2000 ausgeschrieben. |
| Bezogen auf die Kurstätigkeit wird ein Qualitätsmanagements-Instrument vorerst in einem Pilotprojekt eingeführt. | Sämtliche Kurse wurden evaluiert. Bei 6 Kursen wurde ein differenziertes Qualitätssicherungsinstrument (ISEB) angewendet. Dieses wird weiterhin nur für einzelne grössere Veranstaltungen eingesetzt. |
| In der Erwachsenenbildung wird durch die Kommission Erwachsenenbildung ein Finanzierungsmodell sowie eine Umschreibung der kantonalen Aufgaben zur Vernehmlassung verabschiedet. | Die Kommission Erwachsenenbildung hat beschlossen, die bisherige Subventionierung in der allgemeinen Erwachsenenbildung zu überprüfen und mit den entsprechenden Organisationen Leistungsverträge abzuschliessen. Gleichzeitig wurde eine Diplomarbeit zur Analyse der Finanzflüsse in der Erwachsenenbildung in Auftrag gegeben. Strukturfragen und Aufgaben der Koordinationsstelle Erwachsenenbildung wurden für eine Vernehmlassung innerhalb der Erwachsenenbildungsorganisationen vorbereitet (Durchführung im Jahre 2000). |
| 7.3 Besondere Dienste | |
| 7.3.1 Fachstelle Sonderschulung, Jugend- und Behindertenhilfe | |
| Eine Leistungsvereinbarung mit dem Wohn- und Bürozentrum für Körperbehinderte (WBZ) soll den heutigen Vertrag ablösen. Darin sind die einzelnen Leistungen mit ihren Zielen und Kosten enthalten und Bestimmungen über den Aufbau des Controllings. | Auf den 1. Januar 2000 konnte die Leistungsvereinbarung mit dem WBZ abgeschlossen werden. Das WBZ bietet geschützte Arbeitsplätze, Beschäftigungs- und Wohnplätze für Behinderte an. Vereinbart wurden zahlreiche Qualitätsziele und die Abgeltung der Leistungen mit Jahrespauschalen pro belegtem Platz. |
| Die Arbeiten der Leitideen für ambulante und stationäre Hilfen für behinderte Erwachsene werden abgeschlossen und der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Leitideen sind Grundlage für die kantonalen und interkantonalen Planungen der Einrichtungen für behinderte Erwachsene. | Der Entwurf für die Leitlinien der Behindertenhilfe wurde fertiggestellt. Er wird Anfang 2000 in einem Hearing von den betroffenen Behinderteninstitutionen und -organisationen diskutiert und nach einer letzten Bereinigung verabschiedet. |
| Mit einer Dekretsänderung des Schulgesetzes sollen die pädagogisch-therapeutischen Massnahmen wie heilpädagogische Früherziehung und Psychomotorik-Therapie für behinderte Kinder gesetzlich verankert werden. Auf dieser Grundlage werden Leistungsaufträge an private Therapiedienste erteilt. | Die geplante Dekretsänderung verzögert sich, weil der Pädagogisch-Therapeutische Dienst Baselland zuerst seine internen Strukturen bereinigen wollte, bevor er auf die Leistungsvereinbarung mit dem Kanton eintritt. |
| Nach der konsolidierten Fusion der Schulen im Sozialbereich wird dem Landrat eine Leistungsvereinbarung zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft und der Stiftung "Höhere Fachschule für Soziale Arbeit beider Basel" über die Ausbildungen in Sozialer Arbeit vorgelegt werden. | Die Leistungsvereinbarung wurde durch die beiden Regierungen beschlossen. Die Parlamente haben dem Vertrag zwischen den beiden Kantonen im Januar 2000 zugestimmt. Damit verbunden ist die Umwandlung in eine Fachhochschule auf Beginn des Ausbildungsjahres 2000/2001. |
| 7.3.2 Schulpsychologischer Dienst | |
| Im Rahmen des Leistungsauftrages werden die Wirksamkeit von Beratung und Information des Dienstes festgestellt. | Die schulpsychologischen Einzelberatungen und Informationen auf Anfragen erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen. Hingegen konnte der Dienst bei dringenden Anmeldungen nicht so rasch reagieren, wie er sich dies zum Ziel gesetzt hatte. Dies hängt u. a. mit der Tatsache zusammen, dass er mit über 10% mehr Anmeldungen als im Vorjahr überlastet war. |
| Im Bereich der Unterstützung von Schulen und Behörden werden periodische Beurteilungsverfahren dieser Leistungen geplant. | Ausgewählte Gemeinden wurden schriftlich über Vorstellungen und Bedarf an schulpsychologischen Unterstützungsleistungen befragt. Es zeigte sich, dass inhaltlich die am meisten verlangten Leistungen zu mehr als 2/3 auch erbracht wurden. Die Befragung kann im Rahmen dieser Planung weiterentwickelt, ausgedehnt, institutionalisiert und zur Steuerung von Schulunterstützungsmassnahmen eingesetzt werden. |
| Im Zusammenhang mit dem Entwurf zum neuen Bildungsgesetz und dem Konzept "Sonderschulung im Kanton Basel-Landschaft" zeichnen sich neue Aufgaben ab, die dem Aufgabenbereich Schulpsychologie zugeordnet werden könnten. Es wird darum gehen, die neuen Funktionen zu definieren, abzugrenzen und in ihrem Volumen an erforderlicher Arbeitszeit abzuschätzen. | Das Konzept über die schulpsychologischen Aufgaben im Bereich Sonderschulung wurde fertiggestellt. Die personellen Ressourcen werden erhöht. |
| 7.3.3 Verlag des Kantons Basel-Landschaft | |
| Die Herausgeberkommission "Quellen und Forschungen" wird im Verlag des Kantons Basel-Landschaft 1999 voraussichtlich folgende Werke herausgeben: Hildegard Gantner, Hieronymus Annoni; Forstamt, Waldgesellschaften, 2. überarbeitete Auflage; Karl-Martin Tanner, Landschaftswandel in der Region Basel; René Salathé, Die Birs; Sibylle Rudin, Parteigründungen; Anna Fridrich, Laufen Ancien Régime. | In der Reihe "Quellen und Forschungen" sind erschienen: K. Tanner, Augen-Blicke; R. Brassel, Das Schweizerhaus muss sauber sein; S. Rudin, "Und die Moral von der Geschicht', Parteiparole halt ich nicht"; J. Burnand/B. Hasspacher, Waldstandorte beider Basel; C. Borer, Die Gemeindewappen des Bezirks Laufen. In der Reihe "Recht und Politik" sind erschienen: I. Corvini, Kommunale Rechtsetzung (Dissertation). Die Kommission "Baselbieter Heimatbuch" hat Band 22 herausgegeben. |
| Die Arbeitsgemeinschaft zur Herausgabe von Baselbieter Heimatkunden wird die Heimatkunde Therwil neu herausbringen. | In der Reihe "Arbeitsgemeinschaft zur Herausgabe von Baselbieter Heimatkunden" erschienen die Heimatkunden Therwil und Grellingen sowie Band 4 der Heimatkunde von Ettingen. |
| 7.4 Kultur | |
| Wechsel in der Amtsleitung | Am 1. April übernahm der Leiter der Hauptabteilung Archäologie und Kantonsmuseum turnusgemäss die Leitung des Amtes für Kultur |
| 7.4.1 Römerstadt Augusta Raurica | |
| Die neueste Ausstellung des Römermuseums wird Ende März eröffnet. Doch bereits macht sich eine Konzeptgruppe der Kulturkonferenz Gedanken zur langfristigen Neupositionierung der Römerstadt Augusta Raurica. Unter anderem gehört die Ideensammlung zum Bau eines neuen Museums zu den grösseren Vorhaben. Ebenso ist das Projekt "Raum in der Römerstadt" zur Verbesserung der Arbeitsplatzsituation, der Erweiterung der Ausstellungsfläche sowie der Überprüfung der Depots und Archive dazu zu zählen. Hier erfolgt die Planung unter der Federführung des Hochbauamtes. | Die neueste Ausstellung des Römermuseums, "Dienstag z.B.", wurde Ende März eröffnet. Die Konzeptgruppe hat verschiedene Workshops u.a. mit Beteiligung internationaler Fachleute durchgeführt. Für das geplante neue Römermuseum liegen bereits ein Vermittlungskonzept und das Raumprogramm vor. Der Regierungsrat hat am 21. September 1999 dem Hochbauamt und der Römerstadt einen Planungsauftrag erteilt; in diesem Rahmen sind auch die Bereiche "Raum in der Römerstadt" zur Verbesserung der Arbeitsplatzsituation, der Erweiterung der Ausstellungsfläche sowie der Überprüfung der Depots und Archive zu zählen. |
| Viel unmittelbarer drängt die Landratsvorlage zum Erwerb der Bauparzellen "Obermühli / Pfefferlädli" zur langfristigen Sicherstellung der archäologischen Substanz. | Mit Beschluss vom 20. Mai 1999 hiess der Landrat einen Kredit von 6 Mio. Fr. zum Erwerb der Bauparzellen "Obermühli / Pfefferlädli" gut und verabschiedete den Kantonalen Nutzungsplan "Augusta Raurica". Damit konnte einerseits ein grosses Areal der antiken Stadt vor der Überbauung gerettet werden, andererseits erlaubt das neue Planungsinstrument auch die restauratorische Erschliessung des im Vorjahr entdeckten unterirdischen Gewölbes für das Publikum. |
| Die Theatersanierung wird planmässig fortgeführt. | Im Gebiet der Orchestra ist im Rahmen der laufenden Theatersanierung mit der Auffüllung und Gestaltung des untersten Sitzstufenrangs begonnen worden. Die Konstruktion richtet sich nach dem zusammen mit der Eidgenössischen Denkmalpflege erarbeiteten Konzept. |
| 7.4.2 Archäologie & Kantonsmuseum | |
| Es gilt das Archäologiegesetz weiter voranzubringen, durch den Regierungsrat zu beraten. Je nach Ergebnis ist es dem Landrat vorzulegen. | Das Archäologiegesetz wurde weiter beraten und überarbeitet. |
| Die neuen Lagerräume im ehemaligen SAZM, jetzt Bildungszentrum BZM, in Muttenz können bezogen werden. | Die neuen Lagerräume konnten planmässig bezogen werden; bis sie jedoch im Sinne der optimalen Zugänglichkeit des Sammlungsgutes eingerichtet sind, wird es noch einige Monate dauern. |
| Ein Projekt über die Zukunft der römischen Villa Munzach soll gemeinsam mit der Stadt Liestal - deren Initiative vorausgesetzt - voran gebracht werden. | Angesichts der Finanzlage der Stadt Liestal erscheint die ursprünglich vorgesehene Variante mit einem kulturell vielfältig nutzbaren Schutzbau wenig erfolgversprechend. Im Jahre 2000 gilt es deshalb die Szenarien nochmals zu überdenken und neue Lösungsvorschläge zu erarbeiten. |
| 7.4.3 Kulturelles | |
| Auf der Grundlage des vom Landrat verabschiedeten Berichts zur zeitgenössischen Kunst- und Kulturförderung 1995-2000 und unter Weiterführung des bestehenden Angebotes werden folgende Projekte und Aufgaben realisiert: | |
| Für das regionale Gesamtprojekt "Grenzgänge BASEL 2001" (expo.01, Jubiläum 500, Europäischer Kulturmonat) soll der Start der Vorbereitungen erfolgen. | Die entsprechenden partnerschaftlichen Regierungs- und Landratsvorlagen sind in beiden Kantonen verabschiedet; die Projektträgerschaften haben die konkreten Vorbereitungen aufgenommen. Der regierungsrätliche Lenkungsausschuss BS/BL und die Projektleitung sind als Steuerungsorgane für die strategische Realisation des Jubiläumsjahres BASEL 2001 zuständig. |
| Mit dem Verein "Neue Musik in Rümlingen" muss ein neuer Subventionsvertrag für die Jahre 1999-2001 abgeschlossen werden. | Der Subventionsvertrag mit dem Veranstalter "Neue Musik in Rümlingen" wurde abgeschlossen . |
| Ebenso müssen verschiedene Subventionsverhältnisse mit Baselbieter Veranstalterinnen und Veranstaltern erneuert werden. | Daneben wurden auch neue Verträge mit dem Theater Palazzo in Liestal, mit dem Verein Kulturraum ROXY in Birsfelden, mit der Konzertfabrik Z7 in Pratteln und dem Kulturforum Brauereichäller in Laufen ausgehandelt. Sie treten alle im ersten Quartal 2000 auf vier Jahre in Kraft. Ebenso evaluiert wurde die Beteiligung am Kauf des Kino MARABU in Gelterkinden. |
| Für die BL-Veranstalterinnen und Veranstalter soll die Anschaffung einer Konzertinfrastruktur evaluiert werden. | Dieses Vorhaben wird im Rahmen der Infrastrukturrenovation im Jahre 2000 realisiert. |
| Die Vereinbarung zwischen dem ED Basel-Stadt und der EKD Basel-Landschaft über die gemeinsame Theater und Tanzförderung ab 2000 (Fachausschuss Theater und Tanz BS/BL) bedarf ebenfalls der Erneuerung. | Die Verhandlungen sind abgeschlossen; die Inkraftsetzung des neuen Fördermodells erfolgt per 1. Januar 2001. |
| Ein gemeinsames Modell zur Förderung der Musikkreation und -produktion BS/BL soll evaluiert werden. | Die Arbeiten werden erst im Jahre 2000 aufgenommen. Ein entsprechendes Fördermodell BS/BL soll - analog zu den Bereichen Theater, Film und Literatur im Nachgang zum Europäischen Musikmonat im Jahre 2002 in Kraft gesetzt werden. Ebenso geprüft wird ein partnerschaftliches Modell mit den neuen Kulturzentren in Lörrach und Saint Louis. |
| Das Projekt "Internationale Austauschateliers der Region Basel (IAAB)" soll zusammen mit der Christoph Merian-Stiftung, dem Erziehungsdepartement Basel-Stadt und der Gemeinde Riehen ausgebaut werden. | Der erste Ausbauschritt (= neue Trägerschaft, konsolidiertes Budget, Geschäftsleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Renovation der Ateliers) ist abgeschlossen. Der geplante Ausbau der Partnerschaften im Ausland wird in den Jahren 2000 und 2001 an die Hand genommen. |
| Eine Sammlung mit Werken aus dem Bereich der "Neuen Medien" (1965-1995); soll angekauft und aufgebaut werden. Sie wird in die Kunstsammlung integriert und in Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Baselland und der Kunsthalle Palazzo präsentiert. | Die erste Etappe (= Konzept, Ankauf und Restauration wichtiger Arbeiten aus der Pionierzeit von Film und Video (seit 1970) ist abgeschlossen. Die Showcases (=Abspielstellen) im Kunsthaus Baselland in Muttenz und in der Kunsthalle Palazzo in Liestal werden im Februar 2000 eröffnet. |
| Ebenso soll mittels einer Ausstellung über die Ankäufe des Kunstkredits 1998 in der Unteren Fabrik Sissach ein öffentlicher Rechenschaftsbericht abgegeben werden. | Die erste ERNTE-Ausstellung wurde im März mit grossem Erfolg bei Publikum und Medien durchgeführt. Die nächste ERNTE ist im März 2000 geplant. |
| Das Konzept für die Kreation eines "Oberrheinischen Filmpreises" (in Zusammenarbeit mit der AG Kultur der Oberrheinkonferenz) soll ausgearbeitet und in Kraft gesetzt werden. | Dieses Projekt wurde noch nicht in Angriff genommen, weil die Projektierung und Realisierung des "Oberrheinischen Museumspasses" sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. |
| Zu den Informations- und Public Relationsmassnahmen gehören die Evaluation eines Projektes für eine gemeinsame Werbeplattform in der Programmzeitung und im Internet (Zusammenarbeit mit den BL Veranstalterinnen und Veranstaltern und dem ED Basel-Stadt sowie mit dem Festival "Stimmen" in Lörrach) und die Herausgabe eines Kompendiums über die verschiedenen Fördermodelle. | Das Projekt wurde nicht in Angriff genommen. Die sehr unterschiedlichen Ansprüche und Kapazitäten der einzelnen Veranstalterinnen und Veranstalter sowie die Internet-Angebote von kommerziellen PR-Anbieterinnen und -Anbietern und Medien lassen die weitere Realisierung nicht fraglich erscheinen. Dafür wurden Vorarbeiten für ein regional angelegtes elektronisches Vorverkaufssystem aufgenommen, an dem auch BL-Veranstalterinnen und -Veranstalter teilnehmen können bzw. sollen. |
| 7.4.4 Kantonsbibliothek | |
| Im Vordergrund steht die Mitarbeit in der Planungsgruppe der BUD für eine neue Kantonsbibliothek. | Der Architekturwettbewerb für eine neue Kantonsbibliothek wurde abgeschlossen. Der Regierungsrat erteilte den Auftrag, auf Grundlage des Siegerprojektes eine Vorprojektsvorlage auszuarbeiten. |
| Ferner werden Vorbereitungen für einen Bibliothekpass Baselland getroffen. | Die Vorbereitungsarbeiten kommen wegen fehlender personeller Kapazitäten nur langsam voran. |
| Das Internetangebot im Lesesaal soll weiter ausgebaut werden, die Zusammenarbeit mit der Bibliothek der kantonalen Denkmalpflege geklärt werden. | Der erfolgte Ausbau auf 4 Internetplätze genügt der Nachfrage schon nicht mehr. Wegen der vorgezogenen Aufnahme der neuen Mediothek des Gymnasiums Münchenstein in den Baselbieter Bibliotheksverbund, musste dieses Projekt neu terminiert werden. |
| Einführung der Sonntagsöffnung | Seit Anfang November ist die Kantonsbibliothek vorderhand für 2 Jahre dank Sponsoring auch sonntags von 09.00-16.00 Uhr geöffnet. Die Sonntagsöffnung erfreut sich grosser Beliebtheit. |
| Bibliothekstag beider Basel | Am internationalen Tag des Buches, am 23. April, begingen die Bibliotheken Baselland und Basel-Stadt den 2. gemeinsamen Bibliothekstag mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen. |
| 7.4.5 Forschungsstelle Baselbieter Geschichte | |
| Von der Forschungsstelle Baselbieter Geschichte gehen 1999 die Bände 5, 6, 2 und 3 der "Neuen Kantonsgeschichte von Baselland" in Produktion. | Vier Bände der neuen Baselbieter Kantonsgeschichte liegen in Manuskriptform vor. Die grafische Gestaltung wurde aufgenommen und für einen Band bereits abgeschlossen. |
| Für das Rahmenprogramm zum Erscheinen des Gesamtwerks erarbeitet die Forschungsstelle ein Konzept. Dieses soll dem Regierungsrat 1999 vorgelegt werden. | Die Forschungsstelle hat ein Konzept zur Öffentlichkeitsarbeit entwickelt, welche die Publikation der Neuen Kantonsgeschichte begleiten wird. |
| 7.5 Sport | |
| Die Funktion des Sportamtes als Kompetenzzentrum und erste Anlaufstelle im Bereich Sport für den Kanton Basel-Landschaft soll erhöht wahrgenommen werden, insbesondere die Verbundaufgabe zwischen dem öffentlich-rechtlichen und dem privat-rechtlichen Sport, d.h. kantonsintern (Verwaltung, Schule) und - extern (Verbände, Vereine und Institutionen). | Es bleibt ein Ziel, die Funktion des Sportamtes als Kompetenzzentrum wahrzunehmen. Im Berichtsjahr kam dies am deutlichsten im Bereich der Beratung von Sportanlagen zum Ausdruck. Für alle grösseren baulichen Vorhaben wurde das Sportamt miteinbezogen. |
| Sportklassen | |
| Parallel zu den in der Sekundarstufe I eingeführten Sportklassen müssen ergänzende Massnahmen im Sinne von hoher Unterrichtsflexibilität für alle anderen Schulstufen - vor allem die weiterführenden Schulen - einbezogen werden. | Am 17. August 1999 genehmigte der Regierungsrat die Landratsvorlage zum Sportklassenversuch auf der Sekundarstufe 1. Diese konnte aber bis Ende Jahr noch nicht behandelt werden. Parallel dazu wurde im Kanton Basel-Stadt ein Pilotversuch für eine Sportklasse an einem Basler Gymnasium erarbeitet und verabschiedet, so dass - im Falle der Zustimmung durch den Landrat - mit Beginn des Schuljahres 2000/2001 in der Region auf beiden Sekundarstufen eine Sportklasse geführt werden kann. |
| Aktion "Blyb zwäg" | |
| Im Sinne der Förderung des Breitensportes bilden die Aktionen "Blyb zwäg" und "Saisonsport" spezielle Angebote. Mit der Aktion "Blyb zwäg" sollen Personen zur sportlichen Betätigung animiert werden, die bisher wenig oder gar keinen Sport betrieben haben. In der Aktion "Saisonsport" sollen Personen Sportarten ausüben können, die bisher keine oder erst wenige Erfahrungen in der betreffenden Sportart gemacht haben. | Im zweiten Jahr von "BLyb zwäg", der gemeinsamen Aktion mit der Gesundheitsförderung Baselland, erstellte das Sportamt eine Broschüre mit mehr als 50 "BLyb-zwäg"-Angeboten für Sportneulinge, führte zwei kantonale Breitensporttage in Liestal und in Laufen durch und bot jeden Monat mit der Aktion Saisonsport eine Animationslektion in einer gerade aktuellen Sportart an. Die Beteiligung war insgesamt nicht überwältigend. Es zeigt sich, dass es nicht einfach ist, Sportneulinge zu rekrutieren. Die Bestrebungen werden aber weitergeführt, denn jede einzelne Person, die den Zugang zum Sporttreiben findet, profitiert persönlich davon. |
| Kantonale Sportanlagen - Konzept | |
| Das Kantonale Sportanlagen - Konzept (KASAK) als Instrument für eine kantonsweit koordinierte Sportanlagenplanung wird von einer Projektgruppe so weit bearbeitet, dass die Grundlagen für ein allfälliges Engagement des Kantons vorliegen. Diese Grundlagen sollen Hauptbestandteil des Schlussberichtes bilden mit dem entsprechenden Antrag an die Regierung und eventuell den Landrat. | Am 23. November 1999 (RRB 2213) erteilte der Regierungsrat dem Sportamt den Auftrag zur Erstellung einer Landratsvorlage. Die Regierung beantragt dem Landrat (2000 / 028) für die Jahre 2000 bis 2004 einen Verpflichtungskredit von 12 Millionen Franken für Investitionsbeiträge. |
Inhaltsverzeichnis der Vorlage