2000-247
Parlamentarischer Vorstoss |
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Titel:
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Interpellation von Sabine Stöcklin: Strukturanpassungen bei Ausbildungsplätzen und Spitallaufbahnen von Ärztinnen und Ärzten unter Berücksichtigung der bilateralen Verträge
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Autor/in:
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Sabine Stöcklin, SP-Fraktion
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Eingereicht am:
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30. November 2000
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Nr.:
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2000-247
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Nun wurden verschiedene Modelle diskutiert, wie das Wachstum dieses Bereiches gedämpft werden kann, so z.B. Wartejahre für junge Ärzte vor einer Praxiseröffnung, obligatorische Praxisschliessungen von Ärzten im Pensionierungsalter oder die Aufhebung des Vertragszwanges der Krankenversicherer.
Da der Kanton Basel-Landschaft bei der Ausbildung von jungen Ärztinnen und Ärzten an der medizinischen Fakultät in Basel Verantwortung und Finanzierung mit trägt, stellt sich die Frage, ob er nicht auch bei der Anzahl der Ausbildungsplätze auf eine Anpassung an den - mengenmässig stabilisierten - Bedarf an frei praktizierenden Ärztinnen und Ärzten hinarbeiten sollte.
Die heutige Anzahl der Ausbildungsplätze wird im wesentlichen durch den Bedarf an ärztlichem Personal an den Spitälern definiert. In der Regel verlässt eine Ärztin nach der Assistenz- und Oberarztphase das Spital gezwungenermassen und eröffnet eine freie Praxis. Sollte die Anzahl der Ausbildungsplätze aus obengenannten Gründen reduziert werden, muss folglich in den Spitälern bei der Ausgestaltung der Spitalärztelaufbahnen ebenfalls auf eine geschickte Anpassung hingearbeitet werden. Qualifikation und Motivation des ärztlichen Personals darf auch bei einer längerdauernden oder gar das ganze Berufsleben dauernden Tätigkeit im Spital nicht leiden.
Die Auswirkung des freien Personenverkehrs bei der Inkraftsetzung der bilateralen Verträge kommt als weiterer Faktor hinzu.
Ich bitte deshalb den Regierungsrat, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen. Ich bitte um schriftliche Beantwortung.
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1.
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Wie kann die Anzahl der Ausbildungsplätze für Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz allgemein und an der Universität Basel im speziellen besser an den Bedarf an frei praktizierenden Ärzten angepasst werden? Dabei interessieren auch die Zeithorizonte und die Auswirkungen auf das Globalbudget der Universität Basel.
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2.
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Mit welchen Massnahmen werden die Spitalärztelaufbahnen reformiert, damit - bei reduzierter Anzahl Ausbildungsplätze - der Bedarf der Spitäler an qualifiziertem und motiviertem ärztlichem Personal gedeckt werden kann (z.B. durch die Schaffung von Spitalarzt-Dauerstellen)?
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3.
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Welche flankierenden Massnahmen müssen ergriffen werden, damit nach Inkraftsetzung der bilateralen Verträge der durch den Vertragszwang geschützte Gesundheitsmarkt im Bereich der frei praktizierenden Ärzteschaft nicht überschwemmt wird von Ärztinnen und Ärzten aus EU-Staaten?
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