2002-238 (1)
Bericht Nr. 2002-238 an den Landrat |
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Bericht der:
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Umweltschutz- und Energiekommission
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vom:
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16. Dezember 2002
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zur Vorlage Nr.:
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Titel des Berichts:
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Postulat 98/264 Esther Maag, Grüne Fraktion, vom 17. Dezember 1998: "Wie hält es der Kanton Baselland mit Minergie?"
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Bemerkungen:
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1. Vorlage
Am 20. Mai 1999 hat der Landrat das Postulat von Esther Maag "Wie hält es der Kanton Baselland mit Minergie?" (98/264) an die Regierung überwiesen. Mit der heutigen Vorlage erläutert die Regierung, warum sie die im Postulat geforderte gesetzliche Vorschrift des Minergie-Standards ablehnt.
Bei Minergie geht es vor allem darum, Energie bei hohem Wohnkomfort besser zu nutzen. Hoher Wohnkomfort bedeutet insbesondere, dass die mechanische Belüftung mit Wärmerückgewinnung kontrolliert geschieht. Der Minergie-Standard hat allerdings auch Schwachstellen: Die Anforderungen an den Wärmeschutz in den Gebäudehüllen sind zu gering. Die zugeführte Energie wird gewichtet und bewertet, wobei der Strom zu tief, nämlich bloss mit Faktor 2 bewertet wird (die Fachstelle wünscht Faktor 2,5 - 3). In der Praxis bedeutet dies, dass der Minergiestandard relativ leicht zu erfüllen ist. Andererseits sind aber gerade beim Strom Verbrauchszunahmen nicht erwünscht. Deshalb fordert der Kanton Baselland einen über den Level von Minergie hinaus reichenden Standard.
Die Fachstelle beurteilt Minergie als zu wenig innovativ. Minergie erfüllt nicht den vom Kanton lancierten so genannten Passivhaus-Standard. Im Passivhaus fallen die statischen Heizungen weg, zudem ist die Gebäudehülle sehr dicht und isoliert optimal. Möglich wurde der Passivhaus-Standard, weil der Niedrigenergie-Standard bereits eingeführt war. Zur Zeit erzielen rund 100 Wohnungen diesen Niedrigenergie-Standard, der 40 % unter den bereits scharfen Energiebedingungen des Kantons liegt.
Der Kanton erachtet es als wichtig, dass Minergiemassnahmen nicht bloss bei Neubauten, sondern vor allem auch bei bestehenden Gebäuden zur Anwendung gelangen. Während Häuser, die nach den Energiesparvorschriften im Jahre 1979 und den darauf folgenden Revisionen gebaut wurden, einen stark gesunkenen Energiebezug aufweisen, schlucken die vor dieser Zeit erstellten Gebäude riesige Energiemengen.
2. Kommissionsberatung
Die Umweltschutz- und Energiekommission hat anlässlich ihrer Sitzung vom 18. November 2002 die Vorlage 2002/238 beraten. Bei der Beratung zugegen waren RR Elsbeth Schneider-Kenel, Dr. Alberto Isenburg, Leiter AUE und Peter Stucki, Leiter der Fachstelle Energie. Die Kommission anerkennt, dass die Fachstelle den richtigen Weg eingeschlagen hat. Seit dem Einreichen des Postulats vor vier Jahren hat sie in Sachen Minergie und Energiesparmassnahmen einiges erreicht. Sie ist sogar noch weiter gegangen als die im Postulat geforderten Massnahmen.
Ein Antrag, den Punkt 4 des Postulats " Für die anstehende Novellierung des Energiegesetzes ist für Neubauten und Sanierungen der Minergie-Standard festzuschreiben" beizubehalten, bis das neue Energiegesetz in Kraft treten wird, wird abgelehnt.
Die Umweltschutz- und Energiekommission kann nach diesen Erläuterungen der Abschreibung des Postulats von Esther Maag zustimmen.
3. Antrag
Die Umweltschutz- und Energiekommission beantragt dem Landrat mit 11 zu 0 Stimmen bei 1 Enthaltung, das Postulat 98/264 von Esther Maag "Wie hält es der Kanton Baselland mit Minergie?" abzuschreiben.
Allschwil, 16. Dezember 2002
Namens der Umweltschutz- und Energiekommission
Die Präsidentin: Jacqueline Halder
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