2003-60 (1)
Bericht Nr. 2003-060 an den Landrat |
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Bericht der:
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Bau- und Planungskommission
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vom:
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24. April 2003
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zur Vorlage Nr.:
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Titel des Berichts:
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Gemeinde Münchenstein, OeV-Umsteigeknoten Schaulager, Kreditvorlage
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Bemerkungen:
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Landratsbeschluss
(Fassung der Kommission)
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1. Organisation der Kommissionsberatung
Die Kommission hat das Geschäft an der Sitzung vom 3. April 2003 beraten. Der Beratung vorausgegangen war ein Augenschein vor Ort.
Der Kommission standen Frau Regierungsrätin Elsbeth Schneider sowie die Herren Christian Kropf, Leiter Projektierung TBA, Hans-Christoph Bächtold, Leiter Abt. OeV und Verkehr und Andreas Büttiker, Direktor der BLT zur Seite.
2. Vorstellen der Vorlage
Mit dem Leistungsauftrag für die Jahre 2001 - 2005 wurde die Einführung der Buslinie 60 von Biel-Benken via Bottmingen und Muttenz nach Schweizerhall beschlossen. Diese Verbindung im Viertelstundentakt durch das Leimental, Birstal und Rheintal und einer Anbidnung an praktisch sämtliche Vorortslinien sowie der Regio-S-Bahn bildet ein attraktives Kernstück des OeV. Die Verknüpfung zur Tramlinie 10 konnte mit der Aktivierung der Bushaltestelle "Neue Welt" bereits im Jahre 2001 realisiert werden.
Für die Verknüpfung mit der Tramlinie 11 bietet sich nun
die Haltestelle "Schaulager" an. Mit dem neuen Umsteigeknoten wird ein sehr attraktives Entwicklungsgebiet der Gemeinde Münchenstein erschlossen.
Die BLT rechnet mit 900 Fahrgästen täglich, was einer Verdreifachung des Fahrgastaufkommens der Station "Neue Welt" oder der durchschnittlichen Frequentierung eines SBB-Bahnhofes einer mittelgrossen Gemeinde entspricht.
Bereist vorhanden sind die Bushaltestellen. Zu erstellen sind noch die Wartehallen sowie eine beidseitige Stützmauer, die als Unterbau für je eine Treppe und eine rollstuhlgängige Rampe dient.
Die relativ hohen Kosten sind auf die Ueberwindung des Niveauunterschieds von rund fünf Metern zurück zu führen.
3. Kommissionsberatung
Grundsätzliches
Die Kommission anerkennt die Wichtigkeit dieses Umsteigeknotens.
Nachdem der Landrat vor zwei Jahren einem umfassenden Angebotsausbau zugestimmt hat, zeigt dieser nun Wirkung.
Im letzten Jahr wurden rund 40'000 U-Abos mehr verkauft als im Vorjahr.
Die Buslinie 60 transportiert jährlich rund 1,1 Mio Fahrgäste. Als Tangentiallinie stellt sie eine wichtige Verbindung zwischen den Tramlinien und den SBB dar. Die BLT rechnen damit, dass dadurch der Deckungsgrad der Linie 60 wesentlich verbessert wird.
Mit diesem Umsteigeknoten entsteht auch eine bessere Verbindung zur International School in Reinach, ausserdem profitiert davon eine grosse Anzahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der auf dem Dreispitzareal ansässigen Firmen Spengler und Migros.
Steigung der Rampe 10% oder 6%?
Dass der Umsteigeknoten behindertengerecht ausgebildet werden muss, erachtet die Kommission als selbstverständlich. Zu reden gab jedoch die Steigung der Rampe.
Die im Variantenstudium geprüften 6% Steigung entsprechen grundsätzlich der Norm. Bei beengten und schwierigen Verhältnissen, wie im vorliegenden Fall, sind 10% zulässig.
Sowohl die BLT als auch die kontaktierten Behindertenorganisationen haben, unter der Bedingung, dass ein Zwischenpodest erstellt wird, einer Steigung von 10% zugestimmt.
Die Erfahrung zeigt, dass Rampen in der Regel zu rund 5% von Behinderten und zu 95% von Personen mit Kinderwagen genutzt werden.
Als bekanntes Beispiel einer 10%-Steigung wurde die Unterführung beim Bahnhof Liestal angeführt, die Auffahrt zum Perron 2 verzeichnet gar eine 12%-Steigung.
Lift statt Rampe
Als Alternative zur Rampe käme ein Lift zwar nicht teurer zu stehen, wäre aufgrund der Oertlichkeiten aber stark vandalismusgefährdet und würde bei einer technischen Panne für Behinderte und Personen mit Kinderwagen zu einem Problem.
Verzicht auf Treppe
Ein Antrag aus der Kommission, aus Kostengründen auf die Treppen zu verzichten und nur eine Rampe zu erstellen, wurde mit 10:2 Stimmen abgelehnt.
Begründet wurde die Ablehnung mit der geringen Kosteneinsparung, da die Stützmauern ohnehin gebaut werden müssten, und dem Umstand, dass Fussgänger ihr Ziel auf direktestem Weg erreichen wollen, was nur mit der Rampe nicht möglich wäre.
4. Antrag
Die Bau- und Planungskommission beantragt dem Landrat einstimmig, der Vorlage 2003/060 zuzustimmen.
Da der Betrag das Limit von 1 Mio CHF übersteigt, konnte auf den Hinweis von § 36 Absatz 2 aus dem Landratsbeschluss verzichtet werden.
Oberdorf, 24. April 2003
Im Namen der Bau- und Planungskommission
Der Präsident: Karl Rudin
Beilage
- Abgeänderter Entwurf des Landratsbeschlusses
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