2003-301

Sie machen einen ohrenbetäubenden Krach, stinken, gefährden die Gesundheit, und niemand benötigt sie wirklich. Dennoch erfreuen sie sich steigender Beliebtheit. Die Rede ist von Laubbläsern.

Die Pustmaschinen machen einen Krach von bis zu 115 Dezibel, mehr als in jeder Disco erlaubt ist. Wer bei der Arbeit nicht schwerhörig werden will, muss einen Gehörschutz tragen. PassantInnen werden den Lärmimmissionen ungeschützt ausgesetzt.


Mit Windstärken heftiger als Lothar wirbeln Laubbläser alles durch die Luft, was ihnen vor das Blasrohr kommt - nebst Laub und Abfall auch Hunde- und Katzenkot. Die Luft in der Umgebung eines Laubbläsers ist stark mit Darmbakterien und Parasiten belastet - keine sehr appetitliche Vorstellung und zudem gesundheitsschädigend, wie das deutsche Umweltbundesamt augrund einer Studie warnte.


Noch gefährlicher ist das Benzol, mit dem der Zweitaktmotor betrieben wird. Pro Betriebsstunde wird damit gleich viel Benzol in die Luft gesetzt wie durch Hundert Autos mit Katalysator. Benzol ist krebserregend.


Die Zeitersparnis im Vergleich zum - erst noch meditativen und damit gesundheitsfördernden - Laubrechen ist gering und kann angesichts der gravierenden Nachteile kaum ernsthaft ins Gewicht fallen.


Wir bitten den Regierungsrat deshalb zu prüfen und zu berichten


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