2003-321 (1)


1. Ausgangslage

Ein Geschäft "quasi in eigener Sache".
Seit vielen Jahren ist die Mikrofon- und Lautsprecheranlage im Landratssaal von vielen technischen Pannen geprägt. Es gibt Rückkoppelungen mit starken Pfeiftönen, die Schalter funktionieren nicht immer, die Lautstärke ist nur schwer zu regeln.
Uebersetzungen sind fast unmöglich und die Protokollführung ist für die Landeskanzlei schwierig geworden.
Aus diesen Gründen hat die Regierung am 16. Dezember 2003 eine Vorlage für den Ersatz der Audioanlage sowie zusätzlich für den Einbau einer Abstimmungsanlage verabschiedet.




2. Kommissionsberatung


Die Bau- und Planungskommission behandelte das Geschäft bereits an zwei Sitzungen am 11. und 26. März 2004.
Da der Einbau in den bestehenden Saal und das bestehende Mobiliar nicht ganz einfach ist, wollte die BPK insbesondere die elektronische Abstimmungsanlage "bemustern".
So wurde vom Hochbauamt eine entsprechende provisorische Installation erstellt, die am 26. März 2004 von der Kommission begutachtet werden konnte (Plasmabildschirm, LCD-Bildschirm, Beamer).
Dabei wurde der BPK mitgeteilt, dass die Lieferfristen für eine entsprechende Anlage sehr lang sind, und somit ein Einbau in den Sommerferien 2004 nicht mehr möglich ist.
Die Bau- und Planungskommission wurde an den Sitzungen vom 11. und 26. März sowie vom 21. Oktober und 4. November 2004 vom Leiter der Gebäudetechnik, Herr Peter Meier kompetent beraten.




3. Detailberatung


In der Sitzung vom 4. November 2004 wurde die Vorlage im Detail beraten. Die BPK hatte Kenntnis von diversen technischen Möglichkeiten und Varianten, die auch entsprechende finanzielle Einsparungen bei der Abstimmungsanlage gebracht hätten.
Durch zwischenzeitlich günstigere LCD-Bildschirme anstelle der vier Grossbildschirme hätten Fr. 70'000.-- eingespart werden können.
Die Beamer hätten eine kurze Lebensdauer, wären teuer im Unterhalt und bei hellem Tageslicht praktisch nicht einsetzbar.
Der Ersatz der Audioanlage war in der Kommission mehrheitlich unbestritten.
Die elektronische Abstimmungsanlage gab jedoch zu regen Diskussionen Anlass. Verhält sich der Landrat korrekt, wenn er in Zeiten der knappen Finanzen eine derart teure Anlage anschafft, deren Unterhalt relativ hoch und deren Lebensdauer vergleichsweise gering ist?
Obwohl für die Kommission unbestritten war, dass der Ratsbetrieb für Präsidium und Protokollführung vereinfacht würde, lehnte sie mehrheitlich auch die günstigere Variante der LCD-Bildschirme ab.




4. Anträge zum Landratsbeschluss

Liestal, 9. Dezember 2004


Im Namen der Bau- und Planungskommission
Der Präsident: Peter Holinger


Beilage:
abgeänderter Landratsbeschlussentwurf



Back to Top