2003-233
Parlamentarischer Vorstoss |
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Titel:
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Interpellation von Madeleine Göschke: Wettrüsten im Spitalsektor
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Autor/in:
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Madeleine Göschke-Chiquet, Grüne Fraktion
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Eingereicht am:
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16. Oktober 2003
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Nr.:
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2003-233
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Die neuste Entwicklung im Spitalsektor läuft dem erklärten Ziel einer kostenbewussten Zentrumsmedizin eindeutig zuwider. In Konkurrenz zur Urologischen Universitätsklinik in Liestal plant das Bethesdaspital ein urologisches Zentrum mit eigenem Nierensteinzertrümmerer. Und das Claraspital plant in Konkurrenz zur Medizinischen Universitätsklinik ein Herzkatheter-Zentrum. Bereits hat auch das Bruderholzspital sein Interesse an einem eigenen Herzkatheter-Service angemeldet.
Der Bedarf für diese neuen Spitalabteilungen ist nicht gegeben. Ihre Realisierung führt deshalb zu ungenügender Auslastung und zur Mengenausweitung und damit zur Verteuerung der regionalen Zentrumsmedizin. Ihre Realisierung führt aber auch zur Schwächung der betroffenen Universitätskliniken in unserem sehr kleinen Einzugsgebiet.
Offenbar sollen vor Abschluss der regionalen Spitalplanung noch vollendete Tatsachen geschaffen werden. Wenn dieser Entwicklung nicht bald Einhalt geboten wird, ist zu befürchten, dass die erwähnten Beispiele Schule machen und es zu einer weiteren Aufsplitterung der Zentrumsmedizin kommt.
Wir bitten den Regierungsrat folgende Fragen zu beantworten:
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1.
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Was will die Regierung gegen die drohende Schwächung der Urologie und der Kardiologie an unseren Universitätskliniken unternehmen?
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2.
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Hat die Regierung mit Regierungsrat Conti, der sich in dieser Sache bereits geäussert hat, Kontakt aufgenommen?
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3.
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Was gedenkt die Regierung gegen die weitere Aufsplitterung der Zentrumsmedizin in unserem ohnehin sehr kleinen Einzugsgebiet zu tun?
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4.
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Ist sich die Regierung bewusst, dass ein verzögerter Abschluss der regionalen Spitalplanung die weitere Fragmentierung unserer Zentrumsmedizin begünstigt?
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