Vorlage an den Landrat


1. Übersicht

1.1 Zusammenfassung


In der Vorlage werden zwei Vorhaben behandelt, die eines gemeinsam haben: ihren Standort auf der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Ergolz 2 in Füllinsdorf. Das erste Vorhaben umfasst die Sanierung der Schlammbehandlung der ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf. Das zweite Vorhaben beinhaltet die Optimierung der Betriebsräume der Abteilung "Anlagen im Netz" des Amtes für Industrielle Betriebe. Auf Grund der baulichen Abhängigkeit der beiden Projekte und der möglichen Synergien hat sich der Regierungsrat entschieden, die beiden Vorhaben in einer Vorlage dem Landrat zu unterbreiten.


Die Schlammbehandlung der ARA Ergolz 2 wurde 1965 in Betrieb genommen. Die Bauten, die maschinellen Installationen und die Steuerung weisen altersbedingt einen hohen Sanierungsbedarf aus. Die Kapazität der ARA Ergolz 2 genügt mittelfristig der voraussichtlichen Belastung.


Die Erhaltungs- und Optimierungsmassnahmen sehen vor, die notwendigen baulichen Sanierungen vorzunehmen. Die elektromechanischen Aggregate und die Mess- und Steuerungstechnik werden mit wenigen Ausnahmen ersetzt. Alle bestehenden Gebäude der Schlammbehandlung werden weiter genutzt und ins Gesamtkonzept integriert. Wo möglich und sinnvoll werden bestehende Anlageteile in ihrer Funktion beibehalten und saniert oder umfunktioniert und umgenutzt.


Die Arbeiten sollen in den Jahren 2004 bis 2006 realisiert werden.


Die Abteilung "Anlagen im Netz" mit neun Mitarbeitenden ist verantwortlich für den Betrieb und Unterhalt der Anlagen im Netz, also für die Kanäle, Pumpwerke, Mischwasserbecken und Sonderbauwerke. Sieben Mitarbeitende haben ihren Standort in den provisorischen Betriebsräumen (Container) auf der ARA Frenke 3 in Bubendorf und zwei Mitarbeiter in Betriebsräumen auf der ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf.


Im Zusammenhang mit in den kommenden Jahren notwendigen Ausbauten und Erhaltungsmassnahmen auf der ARA Frenke 3 müssen die heutigen Provisorien aufgehoben werden. Weiter sollen die problematischen Raumverhältnisse verbessert und ein zentral gelegener, für die Arbeiten optimaler Standort gesucht werden.


Es zeigt sich, dass die Sanierung und Erweiterung der bestehenden Räumlichkeiten auf dem Areal der ARA Ergolz 2 in Füllinsdorf im Vergleich mit Einmietung oder einem Neubau die günstigste Variante darstellt. Damit können die bestehenden Räumlichkeiten vollumfänglich weiter benutzt werden. Die Koordination mit den Massnahmen an der Schlammbehandlung der ARA Ergolz 2 ermöglicht zudem Kosteneinsparungen bei der Erschliessung. Die notwendigen Arbeiten sollen in den Jahren 2004 und 2005 durchgeführt werden.


Der Regierungsrat beantragt dem Landrat somit:


Dank der neuen Maschinen zur Entwässerung des Klärschlammes und der effizienten Nutzung des Klärgases können die Betriebskosten der ARA Ergolz 2 um CHF. 180'000.- oder knapp 10% gesenkt werden.


Der Neubau der Werkstatt stellt eine in verschiedener Hinsicht notwendige Investition dar, deren Realisierung zum jetzigen Zeitpunkt nicht nur dank der Synergien mit den vorhandenen Gebäuden auf der ARA Ergolz 2 Sinn macht.


Dank den optimierten Betriebskosten und der langfristigen Finanzplanung, die über einen grösseren Zeitraum betrachtet das Gleichgewicht zwischen Investitionen und Abschreibungen sicherstellt, verbleiben die Jahreskosten der Abwasserrechnung des Amtes für Industrielle Betriebe ungefähr auf heutigem Niveau.



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