2004-220

Am 27. Mai 2004 beantwortete die Regierung die Interpellation 2004/073 von Christoph Rudin betreffend den direkten Zugang für BerufsmaturandInnen an die Universität (Passerelle). Die Antwort der Regierung war klar; Ein solches Angebot wird geplant und es bestehe ausdrücklich die Absicht, das Angebot auszuschreiben. Die folgende Diskussion im Rat zeigte allerdings, dass die Begeisterung für dieses Projekt sich im Rahmen hält, resp. dass aus verschiedenen Seiten Opposition gegen die Uebernahme eines solches Angebotes durch den Kanton vorhanden ist. Die Opponenten sind nicht gegen die Passerelle an sich, sondern erachten, dass es nicht eine kantonale Aufgabe ist, Berufsmaturanden und Berufsmaturandinnen einen direkten Zugang zur Universität zu schaffen. Dadurch wird die Berufsmatur und indirekt auch die Fachhochschule abgewertet. Ferner können Ermutigungen des Staates in diesem Bereich einen negativen Einfluss auf die Bereitschaft der Firmen haben, Berufsmaturandinnen und Berufsmaturanden auszubilden.

Inzwischen ist die Ausschreibung erfolgt. "Die Behörden der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft beabsichtigen - vorbehältlich der Genehmigung durch die zuständigen Instanzen - gemeinsam ein entsprechendes Bildungsangebot anzubieten. " Als Termin für den Beginn des ersten Kurses als Pilotprojekt wird sogar "eventuell bereits mit Beginn im August 2005" genannt. Mit der Vorabsprache mit Basel-Stadt und der erfolgten Ausschreibung vom 2. August 2004 wird den zuständigen Instanzen praktisch die Entscheidungskompetenz entzogen.


Ich bitte den Regierungsrat, folgende Fragen zu beantworten:


Back to Top