2004-253 (1)
Bericht Nr. 2004-253 an den Landrat |
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Bericht der:
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Erziehungs- und Kulturkommission
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vom:
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10. Dezember 2004
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zur Vorlage Nr.:
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Titel des Berichts:
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Bericht zum Postulat Urs Wüthrich-Pelloli: Lehrstellenoffensive ( 2003/066
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Bemerkungen:
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1. Ausgangslage
Am 20. Februar 2003 hat Urs Wüthrich-Pelloli das im Titel erwähnte Postulat eingereicht. Mit Bericht vom 12. Oktober 2004 stellt der Regierungsrat den Antrag an den Landrat, das Postulat abzuschreiben.
2. Ziel des Postulates
Angesichts der wachsenden Schwierigkeiten von Jugendlichen bei der Lehrstellensuche soll unverzüglich eine kantonale Lehrstellenoffensive gestartet werden.
3. Massnahmen zur Zielerreichung
Mit den Sozialpartnern soll ein Massnahmenpaket entwickelt werden, das insbesondere Anstrengungen in den Bereichen Ursachenforschung, Unterstützung und Beratung der Jugendlichen bei der Lehrstellensuche sowie auch Beratung und Begleitung der Lehrbetriebe bei der Auswahl und Erfüllung des Ausbildungsauftrags vorsieht.
4. Kommissionsberatung
4.1. Organisation der Beratung
Der Bericht des Regierungsrates wurde von der Erziehungs- und Kulturkommission (EKK) an der Sitzung vom 18. November 2004 beraten. An der Sitzung waren Regierungsrat Urs Wüthrich und Martin Leuenberger, Generalsekretär der BKSD, zur Beantwortung von Fragen und für die Mitteilung von aktuellen Sachverhalten anwesend.
4.2. Beratung im Einzelnen
Regierungsrat Urs Wüthrich tritt als Postulant in den Ausstand und erläutert die Überlegungen des Regierungsrates. Er verweist auf die Tatsache der Ausschläge wie auch der rapiden Abwärtsbewegung bei den Lehrstellenangeboten in den letzten Jahren. Die erfolgte Aufgleisung von Impulsprogrammen im Verbund von kantonalen Stellen mit der Wirtschaft und den Gewerkschaften als Gegenmassnahme wertet er als sehr positiv. Es werde ernsthaft und professionell an einer Lösung gearbeitet. Es braucht dazu keinen neuen Auftrag.
Die Kommission ist sich über die vorhandene Problematik beim Lehrstellenangebot einig. Die Ursachen sind mannigfaltig: Der schleppende Gang der Wirtschaft ist nicht förderlich für neue Lehrstellen. Anderseits haben sich auch in den Lehrbetrieben die Anforderungen an die schulische Ausbildung der Jugendlichen erhöht, so dass viele ausbildungsschwache Interessenten nicht mehr in eine Lehrstelle passen. Hier gibt es ein gewisses Segment von Jugendlichen, die man noch so fördern kann, welche aber leider nie über eine gewisse Grenze hinauskommen. Daneben gibt es viele Lehrabbrüche, bei denen Probleme mit der Arbeitshaltung und der Teamfähigkeit auszumachen sind. Kritisiert wird auch die Tendenz von einzelnen Berufsbereichen zur Akademisierung, z.B. in den Pflegeberufen. Dabei gehen viele Lehrstellen verloren. Die Nachfrage der Jugendlichen nach handwerklichen Berufen ist schwach, hingegen besteht durchaus Nachfrage in den Bereichen Informatik, Gesundheitswesen und bei der Baubranche. Dort vermag das Angebot die Nachfrage nicht abzudecken.
Eine Kommissionsminderheit plädiert für das Stehenlassen des Postulates. Die Mehrheit ist der Meinung, das dauernde Anliegen der Lehrstellenoffensive sei erkannt und aufgenommen worden. Die Abschreibung des Postulates bedeute kein Nachlassen der Bemühungen, vielmehr sei die Lehrstellenoffensive eine Daueraufgabe. Neben den Bemühungen für die Jugendlichen müsse aber auch die Anbieterseite (Lehrbetriebe) gestärkt und unterstützt werden, damit die Nachfrage nach Lehrstellen wieder mit dem Angebot ins Gleichgewicht gebracht werden kann.
://: Die Kommission spricht sich mit 8 : 5 Stimmen für den Antrag der Regierung aus, das Postulat abzuschreiben.
5. Antrag
Die EKK beantragt dem Landrat, das Postulat 2003/066 vom 20. Februar 2003 von Landrat Urs Wüthrich-Pelloli aufgrund des vorliegenden Berichtes des Regierungsrates vom 12. Oktober 2004 abzuschreiben.
Füllinsdorf, 10. Dezember 2004
Im Namen der Erziehungs- und Kulturkommission
Der Präsident: Karl Willimann
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