2004-254 (1)
Bericht Nr. 2004-254 an den Landrat |
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Bericht der:
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Erziehungs- und Kulturkommission
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vom:
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10. Dezember 2004
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zur Vorlage Nr.:
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Titel des Berichts:
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Bericht zum Postulat Urs Wüthrich-Pelloli: "wie weiter 2" - subito! ( 2003/065
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Bemerkungen:
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1. Ausgangslage
Am 20. Februar 2003 hat Urs Wüthrich-Pelloli das oben erwähnte Postulat eingereicht. Mit Bericht vom 12. Oktober 2004 stellt der Regierungsrat den Antrag an den Landrat, das Postulat abzuschreiben.
2. Ziel des Postulates
Das Postulat will die sich verschärfende Situation für Jugendliche mit beruflichen und sozialen Defiziten bei der Suche nach geeigneten Arbeits- und Lehrstellen verbessern.
3. Massnahmen zur Zielerreichung
Der Regierungsrat wird eingeladen, rasch eine Vorlage für den Aufbau einer weiteren Beratungsstelle wie weiter? vorzulegen und die erforderlichen Mittel zu beantragen. Das Konzept soll sich am erfolgreichen Projekt Jugendberatungsstelle wie weiter? in Birsfelden orientieren.
4. Kommissionsberatung
4.1. Organisation der Beratung
Der Bericht des Regierungsrates wurde von der Erziehungs- und Kulturkommission an der Sitzung vom 19. November 2004 in Birsfelden beraten. An der Sitzung waren Regierungsrat Urs Wüthrich und Martin Leuenberger, Generalsekretär der BKSD, zur Beantwortung von Fragen und für die Mitteilung von aktuellen Sachverhalten anwesend. Die Kommission liess sich vor Ort über die Arbeitsweise der Jugendberatungsstelle wie weiter durch den Leiter Alois Berger informieren.
4.2. Beratung im Einzelnen
Regierungsrat Urs Wüthrich tritt als Postulant in den Ausstand und erläutert die Überlegungen des Regierungsrates. Er verweist auf die bereits bestehenden diversen schulischen Auffangbemühungen für Jugendliche, die keine Lehrstelle finden. Mit den Angeboten wie 10. Schuljahr, Brückenangebot u.a. besteht aber auch die Gefahr, dass beträchtliche Warteräume aufgebaut werden, weil die Wirtschaft nicht in der Lage ist, die Jugendlichen aufzunehmen.
In den letzten Jahren sind im Kanton eine Anzahl von Institutionen und Massnahmen getroffen worden, um die Situation zu verbessern: z.B. die Berufsberatung, das Programm Time out , das Projekt Mentoring für Jugendliche , das Programm e Lehr mit Kick , das Brückenangebot, das Projekt Prolog und eben das erfolgreiche Projekt wie weiter? in Birsfelden. Letzteres hat zum Ziel, Lehrstellensuchenden mittels schulischen Nachhilfemassnahmen, Beratung, Bewerbungstraining und Kontakten zu Firmen zu einer Lehrstelle zu verhelfen. Doch die Zahl solcher Jugendlicher übersteigt die Kapazitäten des Projekts in Birsfelden. Die ratsuchenden Jugendlichen müssen bereits lange Wartezeiten in Kauf nehmen.
Die Kommission ist über die vorhandene Problematik besorgt. Ein Teil der Kommission regt an, ein weiteres Projekte wie weiter? in Liestal zu installieren, oder das Angebot in Birsfelden auszubauen. Sie ist sich insofern einig, dass alle diese Fördermassnahmen nur umsetzbar sind, wenn überhaupt Arbeitsplätze vorhanden sind und die Ausbildungsbetriebe die Massnahmen mittragen. Die Kommission kommt nach eingehender Analyse des Problems zum Schluss, dass ein ursachenorientiertes Angebot zweckmässiger ist, als ein zweites wie weiter?. Es muss mit einem Neuanfang ein ganzheitlicher Lösungsansatz gefunden werden. Das Thema Lehrstellenförderung soll weiter gefasst werden, indem eine Koordination von Schule, Wirtschaft, KIGA, IV, Gewerkschaften und den Schulsozialdiensten angestrebt wird. Die EKK beschliesst einstimmig, im Sinne dieser Erwägungen einen Kommissionsvorstoss zuhanden des Landrates auszuarbeiten.
://: Die Kommission spricht sich mit 8 : 4 Stimmen bei einer Enthaltung für den Antrag der Regierung aus, das Postulat abzuschreiben.
5. Antrag
Die EKK beantragt dem Landrat, das Postulat 2003/065 vom 20. Februar 2003 von Landrat Urs Wüthrich-Pelloli aufgrund des vorliegenden Berichtes des Regierungsrates vom 12. Oktober 2004 abzuschreiben.
Füllinsdorf, 10. Dezember 2004
Im Namen der Erziehungs- und Kulturkommission
Der Präsident: Karl Willimann
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