2004-264 (1)


1. Vorlage

Alljährlich orientiert der Regierungsrat den Landrat über die Bemühungen zur Verminderung der Fluglärmbelastung.
Wiederum ist die Berichterstattung keine wirtschaftliche Würdigung des Euro Airports (EAP), sondern eine sachliche Darstellung der Lärmbelastungen rund um den EAP im Jahr 2003.
Die Flugbewegungen und somit die Lärmbelastungen sind im Jahre 2003 wiederum rückläufig. Die Fluglärmkommission (FLK) bezeichnet die Lärmsituation am EAP im Berichtsjahr als unproblematisch. Der Regierungsrat stützt diese Aussage, es bestehe gegenwärtig kein Handlungsbedarf.
Im Jahre 2003 hat die Benützung der Ost/West-Piste aus verschiedensten Gründen abgenommen, der Anteil der Weststarts ist auf unter 20% aller Starts gesunken (siehe unten). Der Anteil der Direktstarts - Abflug in Richtung Süd, auf 1500 Meter über Meer abdrehen nach Westen, 07.00 bis 22.00 Uhr - ist um 0,9 Starts pro Tag gestiegen, liegt aber damit noch unter der erlaubten Grenze von 8 Starts pro Tag.




2. Kommissionsberatung


Die Umweltschutz- und Energiekommission hat an ihrer Sitzung vom 13. Dezember 2004 die Vorlage beraten. Unterstützt wurde die UEK von Christian Boppart, FKD, Vertreter des Kantons Basel-Landschafts in der Fluglärmkommission (FLK). Als weiterer Gast war Kaspar Burri, Vorstandsmitglied Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Basel-Mulhouse, anwesend.
Die UEK begrüsst die jährliche Berichterstattung. Solange diese ohne gesetzlichen Auftrag gewährleistet ist, sieht die Kommission keinen Handlungsbedarf, um eine Gesetzgebung zu verlangen.
Alte, unsichere, lärmige und schadstoffreiche Flugzeuge müssten mit Landetaxen belastet werden.
Es ist damit zu rechnen, dass die Flugbewegungen am EAP mittel- bis langfristig zunehmen und somit auch die Lärmbelastungen wieder ansteigen werden. Durch die Einführung von ILS 34 (Instrumentenlandesystem Piste 34) wird der Lärm anders verteilt. Allschwil Dorf wird entlastet, Neu-Allschwil, Binningen, Bottmingen und Reinach werden belastet.
Vor der Abstimmung über den Flughafenkredit wurde zugesichert, dass 20% bis 40% der Starts über die Ost/West- Piste abgewickelt werden. 2003 waren es noch 17% und 2004 quartalsweise weniger als 10%.
Die im letztjährigen UEK-Bericht bereits aufgeführte Pendenz über eine Ausweisung des Lärms zur Anzahl betroffener Personen liegt bis heute leider nicht vor.
Die Umweltschutz- und Energiekommission bittet die Fluglärmkommission erneut, die in diesem Bericht enthaltenen Bemerkungen in Ihre Arbeit zu integrieren.




3. Antrag


Die Umweltschutz- und Energiekommission beantragt dem Landrat einstimmig, den Bericht über den Stand der Bemühungen zur Verminderung der Fluglärmbelastung im Jahre 2003 zur Kenntnis zu nehmen.


Pratteln, 24.Februar 2005


Im Namen der Umweltschutz- und Energiekommission
Der Präsident: Philipp Schoch



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