2005-10

Der Kanton Basel-Landschaft war mit der Einsetzung des Jugendrates als regierungsrätliche Kommission im Jahr 1995 ein Vorreiter in Sachen Jugendpolitik. Ein Organ wurde geschaffen, welches die Vertretung der Jugendanliegen gegenüber der Regierung und der Öffentlichkeit wahrnehmen und die Jugend für politische Themen sensibilisieren konnte. Eine Aufgabe, die von einem neunköpfigen Gremium stets gut und fruchttragend erfüllt wurde. Der Kanton Basel-Landschaft verfügt über eine gute Lösung im jugendpolitischen Bereich.
Aber auch Gutes kann optimiert werden. So ist die Lösung in einem zentralen Punkt unbefriedigend: Ein neunköpfiges Gremium, welches einer demokratischen Basis entbehrt, hat die fast unmögliche Aufgabe die Meinung der gesamten Jugend zu vertreten.

Eine verhältnismässig kostengünstige Form, Jugendliche für politische und gesellschaftliche Themen zu sensibilisieren, stellt das virtuelle Jugendparlament dar, wie das als europaweites Novum in der Berner Vorortsgemeinde Zollikofen eingerichtet wurde ( www.jupa-zollikofen.ch ). In zwei virtuellen Sitzungen pro Jahr äussern sich Jugendliche zu definierten Themen und diskutieren über die Verwendung des im Budget zur Verfügung gestellten Geldes. Pro Sitzung werden eine oder zwei Jugendmotionen an die Legislative oder direkt an die Exekutive überreicht. Für die Teilnahme ist ein persönlicher Code nötig.


Ein virtuelles Jugendparlament hat folgende Vorteile:

Ich bitte die Regierung zu prüfen und zu berichten, ob und in welcher Form ein virtuelles Jugendparlament für den Kanton Basel-Landschaft (allenfalls in Kooperation mit anderen Kantonen und mit Sponsoren) unter Berücksichtigung oben aufgeführter Argumente Sinn macht.



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