2005-15

In den Sechziger- und Siebzigerjahren wurde zur Isolation von Gebäuden häufig Asbest verwendet, so leider auch in Kindergärten und Schulhäusern. Hinlänglich bekannt und wissenschaftlich unbestritten ist, dass Asbestfasern Lungenkrebs verursachen, wenn sie in die Raumluft gelangen und eingeatmet werden. Um das Gesundheitsrisiko zu mindern wurden in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche öffentliche Gebäude saniert und vorhandene Asbestplatten entsorgt.

Die Frage bleibt allerdings, wie viele öffentliche Gebäude, insbesondere auch Kindergärten und Schulhäuser, noch heute genutzt werden, welche Bauteile enthalten, die mit Asbest verseucht sind.


Am 3. Januar 2005 ist nur durch Zufall und schnelles, verantwortungsvolles Handeln einer Schulleitung verhindert worden, dass in zwei Schulzimmern, deren Raumluft mit Asbestfasern vom Typ Chrysotil verseucht war, unterrichtet wurde. Dr. J. Tremp vom Amt für Umwelt und Energie (AUE) besichtigte am 3. Januar nach einem Hinweis der Schulleitung diese Schulzimmer und bestätigte die vorhandene Asbestverunreinigung. Er lobte die Schulleitung für ihr schnelles Eingreifen und das umgehende Informieren des AUE. Die Asbestverunreinigung der Raumluft wurde vermutlich durch eine unsachgemässe Sanierung einer externen Firma während den Weihnachtsferien verursacht. Die betroffenen Schulzimmer wurden umgehend geschlossen und sind in der Zwischenzeit durch eine dafür spezialisierte Firma saniert und gereinigt worden.


Ich bitte die Regierung um möglichst schnelle Abklärung und schriftliche Beantwortung der folgenden Fragen:


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